www.scope-online.de August 2012 7 Erfolgreicher Zwischenbericht Während der VDW über rückläufige Auf- trageingänge klagt, meldet Gildemeis- ter, Hersteller von spanenden Werkzeug- maschinen, Zuwächse sowohl bei den Orders, als auch bei Umsatz und Ertrag.
In der zweiten Jahreshälfte, so das Un- ternehmen, plane man tendenziell eine Fortsetzung der guten Entwicklung, auch das 3.
Quartal saisonal bedingt verhal- tener ausfallen werde.
Impulse erwartet sich Gildemeister von den Herbstmessen, beginnend im September mit der IMTS in Chicago, der AMB in Stuttgart, der BIMU in Mailand und der JIMTOF in Tokio.
Zu den Zahlen: Der Auftragseingang bei Gildemeister stieg zum Halbjahr auf 1.188,4 Millionen Euro (+22 % Vorjahr: 971,6 Millionen Euro).
Der Umsatz er- reichte 916,8 Millionen Euro (+18 % Vor- jahr: 774,6), der Auftragsbestand über- schritt die Milliardengrenze.
Das EBIT- DA betrug 64,7 Millionen Euro (Vorjahr: 47,6), das EBIT erreichte 45,4 Millionen Euro (Vorjahr: 32,5) und das EBT stieg auf 38,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2,1).
Der Konzern weist zum 30.
Juni 2012 ein Ergebnis nach Steuern von 26,2 Millionen Euro aus (Vorjahr: 1,5).
Im laufenden Ge- schäftsjahr rechnet das Unternehmen mit einem Auftragseingang von erstmals über zwei Milliarden Euro.
Der Umsatz soll 1,9 Milliarden Euro erreichen.
„Im Gesamtjahr wollen wir ein EBT von über 100 Millionen Euro sowie einen Jahresü- berschuss von über 65 Millionen Euro er- zielen“, heißt es.
Diese Planung basiere auf Marktprognosen und berücksichtige keine Ausweitung der Euro-Schuldenkri- se.
Gildemeister plant, für das Geschäfts- jahr 2012 eine höhere Dividende je Aktie als im Vorjahr zu zahlen.
kf Husum Wind Energy h Überraschende Geschäfte Im deutschen Maschinen- und Anlagen- bau lag der Auftragseingang im Juni 2012 um real ein Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahrs.
Das Inlandsge- schäft stieg um drei Prozent, das Aus- landsgeschäft gab um drei Prozent nach, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) Anfang August in Frankfurt bekannt gab.
In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich April bis Juni 2012 verzeichnete die Branche insgesamt ein Minus von real sechs Pro- zent im Vorjahresvergleich.
Die Inlandsaufträge lagen mit sieben Prozent im Minus.
Bei den Auslandsaufträgen gab es ein Minus von fünf Prozent.
Für das erste Halbjahr 2012 melden die VDMA-Volkswirte insgesamt ein Minus von sieben Prozent im Vorjahresver- gleich.
(Inland minus sieben, Ausland minus sechs Prozent) „Das aktuelle Bild ähnelt dem der vergangenen Monate“, erklärt der VDMA Konjunktur- experte Olaf Wortmann das Ergebnis.
„Die Nachfrage aus den Nicht-Euroländern scheint die Talsohle durchschritten zu haben.
Die Inlandskurve sank noch ganz leicht weiter.
Überraschungen gab es allerdings beim Geschäft mit den Euro-Partnerländern: Der kräf- tige Zuwachs von 18 Prozent geht zwar einerseits auf einen Basiseffekt zurück.
Der Juni 2011 war der zweitschwächste Monat des vergangenen Jahres.
Andererseits gab es im Juni 2012 einige Großaufträge“, so Wortmann.
kf Konjunktur VDMA, Frankfurt, Tel.
069/6603-0, Fax 6603-1511, www.vdma.org Kennziffer Umsatzzuwachs Kennziffer Gildemeister, Bielefeld, Tel.
05205/74-0, Fax 74-3805, www.gildemeister.com Mit Rückenwind Kurz vor Beginn der Husum Wind-Energy 2012 zieht Veranstalter Husum & Kongress eine positive Zwischenbilanz: Alle Aus- stellungsflächen sind vergeben, diverse Infrastrukturprojekte, so der Bau einer Zufahrtsstraße, einer Logistikhalle und eines Parkplatzes mit 1.000 Stellplätzen, sollen im September abgeschlossen sein.
Die internationale Leitmesse der Wind- energie-Branche gilt als „Mutter aller Windmessen“.
Erstmals wurde sie 1989 mit 20 Ausstellern und 10.000 Besuchern durchgeführt.
In diesem Jahr erwartet man rund 1.200 Aussteller sowie 36.000 Fachbesucher aus 90 Ländern.
Den Besu- cherandrang werde man problemlos be- wältigen, ist Peter Becker, Geschäftsfüh- rer der Messe Husum & Congress, über- zeugt.
Dafür investiert man rund 450.000 Euro in das Messegelände.
Zu den Aus- stellern der Husum Wind-Energy zählen Hersteller, Komponenten-Zulieferer und Betreiber von Windenergie-Anlagen, Pla- nungsbüros, Stromnetzbetreiber, Vertre- ter von Vereinen, Verbänden und Medien sowie aus Forschung und Entwicklung.
Am Standort will die Messeleitung auch in den kommenden Jahren festhalten.
„Mit den umliegenden Windparks bietet Husum als Showroom der Windenergie die Möglichkeit, Windkraftanlagen im lau- fenden Betrieb zu präsentieren“, erklärt Becker.
Die Zahlen geben ihm recht: Für die Husum WindEnergy 2014 sind bereits 50 Prozent der Ausstellungsflächen fix vergeben.
Unter den Frühbuchern befin- den sich auch Branchengrößen wie Sam- sung, Vestas, Enercon, Vensys sowie be- deutende Zulieferer wie WKN und Beck- hoff Automation.
Ein Porträt der Husum Wind steht zum Download bereit unter www.scope-on- line.de mit Eingabe der Kennziffer.
kf Kennziffer Husumer Wirtschaftsgesellschaft, Husum, Tel.
04841/902-0, Fax 902-246, www.messehusum.de www