www.scope-online.de August 2012 14 Montage- und Handhabungstechnik Titelthema hh Waldl: „Am Ende geht es um die Wirtschaftlichkeit, also um die „Kosten Pro Teil“ für den Kunden.“ Dies betrifft auch das eigene Haus.
„In der eigenen Fertigung haben wir durch den Einsatz unseres Palmasters die Kosten pro Teil um bis zu 50 Prozent reduzieren können“, berichtet Waldl stolz.
„Durch die Standardisierung der gesamten Prozesskette, angefangen bei Werkzeugen und Spannmitteln bis hin zu den Prozessschritten, können die Kosten und Durchlaufzeiten der Werkstücke meist erheblich reduziert werden.“ Differenzierter Variantenvergleich Im Normalfall arbeitet das Unternehmen in der Ange- bots- und Konzeptphase mehrere Varianten aus, um dem Kunden alternative Möglichkeiten aufzuzeigen.
Vor allem, wenn die Aufgabenstellung komplex ist, gibt es meist mehrere Möglichkeiten, diese zu lösen.
„Dann stellen wir dem Kunden beispielsweise eine Va- riante mit einem Portalroboter und einer Roboterzelle vor und zeigen ihm im Vergleich die Vor- und Nachteile auf.
An Hand unseres Variantenvergleichs und unter Berücksichtigung seiner Rahmenbedingungen kann der Kunde dann seine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung machen “, erklärt der Vertriebsspezialist.
Dabei beob- achtet Waldl in manchen Kundensegmenten einen zunehmenden Trend zu den Roboterzellen.
Denn immer häufiger ist für die Kunden die hohe Flexibi- lität, die ein Roboter bietet, ausschlaggebend: Der Roboter kann neben der Be- und Entladung der Werk- zeugmaschine auch Zusatzaufgaben übernehmen.
Im Geschäftsfeld Werkstückhandhabung differen- ziert man deshalb die Modulbaukästen: Es gibt einen eigenen für Portalroboter und einen für Roboterzel- len.
Gerade im Segment der Roboterzellen sieht man im Unternehmen das Potential, einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil durch Standardisierung zu ge- nerieren.
Wobei Promot mit der Herangehensweise an die Standardisierung auf Komponentenebene nicht die Flexibilität oder Vielseitigkeit des Roboters in der letztendlichen Applikation einschränkt.
Doch der Modulbaukasten bezieht sich nicht nur auf die Mechanik, sondern auch auf die Steuerung und die Software.
Der Spezialist bietet beispielswei- se bei der Portaltechnik drei Steuerungskonzepte mit dem fertigen Softwarebaustein an.
„Und bei einer Roboterzelle setzen wir immer auf eine Zel- lensteuerung“, erläutert Waldl.
„Damit trennen wir die Ablauf- und die Bewegungssteuerung.
Somit können wir den Roboter quasi als Maschinenbau- element betrachten und Roboter jedes Herstellers problemlos integrieren.“ Doch in den meisten Fällen setzt der österreichische Automatisierungsspe- zialist auf Roboter von Kuka.
„Das hat sich durch Eigene Tests sichern die Qualität des Modulbaukastens, der sich nicht nur auf die Mechanik, sondern auch auf die Steuerung und Software bezieht.
(Bild: Stotz) Der Roboterhersteller Mit Hauptsitz in Augsburg gilt Kuka Roboter als einer der weltweit führenden Anbieter von Indus- trierobotern.
Die Kernkompetenzen liegen in der Entwicklung und Produktion sowie im Vertrieb von Industrierobotern, Steuerungen und Software.
Das Unternehmen ist Marktführer in Deutschland und Europa, weltweit an dritter Stelle.
Es beschäftigt weltweit etwa 2750 Mitarbeiter.
Im Jahr 2011 wurde ein Umsatz von 616,3 Millionen Euro erwirtschaftet.
Es ist mit 25 Niederlassungen auf den wichtigsten Märkten Europas, Amerikas und Asiens vertreten.