Klein oder groß, rund wie eine Zitrone oder eckig wie ein Qua- der, aus Aluminium, verschiedensten Folien, Kartonagen oder Verbundwerkstoffen – noch nie waren Lebensmittelverpackun- gen so vielfältig gestaltet wie heute.
Grund dafür ist neben den gewachsenen Hygieneanforderungen die Funktion der Verpa- ckung als Markenoberfläche von Produkten und Unternehmen.
Diese Entwicklung schlägt sich durch bis zu den Herstellern hochwertiger Verpackungsmaschinen.
Immer schneller, immer flexibler und immer kompakter müssen sie sein.
So ist auch die Hand des TLM-P3 Roboters von Schubert durch viele Jahre hindurch immer komplexer geworden.
„Wesentlichen Unter- schiede zwischen Low-Cost- und High-End-Anlagen bestehen in einfachen Erweiterungs- und Umstellungsmöglichkeiten“, erklärt Reiner Weidmann, Leiter Einkauf in Crailsheim.
„Unsere Kunden wollen hochflexible Verpackungsmaschinen, die sie auch für andere Produkte nutzen können.“ Über die Kernaufgabe, das Halten des Werkzeugs, hinaus, muss die Roboterhand viele zusätzliche Anforderungen erfüllen.
Hierzu gehören beispielsweise die Energie- und Datenübertra- gung für Sensoren und Ventile am Werkzeug.
Auch die jeweiligen Codes gelangen über sie zum Werkzeug.
Doch je komplexer Roboter und Werkzeuge werden, des- to schwieriger gestaltet sich der Werkzeugwech- sel.
In den Augen des Herstellers war die Zeit reif für die vollautoma- tische Formatumstellung mittels automatischen Werkzeugwechslers.
Der autarke Wechsel- prozess ist im Prinzip ein- fach.
Im neuen Werkzeugwechsler entnimmt der TLM-P3 Roboter das für das jeweilige Produkt passende Format-Werkzeug einem eigens auf Europaletten-Grundmaße konzipierten Werkzeug- schrank und übergibt es an ein TLM-Transmodul.
Als erster Trans- roboter der Welt ist das Transmodul in der Lage, sich auf den Fahr- wegen einer Verpackungsanlage frei zu bewegen.
Angetrieben wird es durch einen Servomotor, der über ein Zahnritzel in eine Zahnstange eingreift.
Energieversorgung und Datenübertragung erfolgen induktiv.
Das Transmodul bringt die Werkzeuge mit einer Genauigkeit von bis zu ±0,1 Millimeter zu ihrem Bestimmungsort.
Bei einer Beschleunigung von bis zu 0,5 Gramm erreichen sie ihr Ziel sekundenschnell.
Die Entnahme und der Transport des Werk- zeugs dauern nur circa 40 Sekunden.
Unmittelbar im Anschluss startet die Verpackungsmaschine das neue Format.
Die zentrale Schnittstelle des automatischen Werkzeugwechs- lers ist die Ventilreihe VUVG.
„Im Prinzip können wir jedes Pro- dukt, jedes Ventil auf dem Markt verbauen,“ erklärt Weidmann.
„Will man jedoch Nachhaltigkeit mit adäquaten Lifecycle Costs erzeugen, muss man auf hochwertige Komponenten zugreifen.
Hier fallen Aspekte wie die technische Qualität des Produkts, die www.scope-online.de August 2012 30 Fluidtechnik hh Kleines Ventil, große Wirkung Die Ventilreihe VUVG von Festo baut extrem klein.
Ein sogenanntes Patronenprinzip sorgt bei ihr für gute Eigenschaften: Die Ventile sind innen dichtend für einen erweiterten Druckbereich bis 10 bar.
Eine formschlüssige Kontur sorgt für einen sicheren Halt der Dichtung und ermöglicht Vakuumbetrieb und höhere Durchflüsse.
Spezielle Dich- tungswerkstoffe gewährleisten eine lange Lebensdauer.
Das Patronen- prinizp ist reversibel aufgebaut.
Daher sind zwei verschiedene Drücke in einem Ventil möglich.
Außerdem sind die Ventile aufgrund einer si- cheren Trennung der Luftkanäle im Zweidruckbetrieb überschneidungs- frei.
Eine E-Box sorgt für mehrere Anschlußmöglichkeiten.
Ein ausführliches Prospekt erhalten Sie unter www.scope-online.de mit Eingabe der Kennziffer.
Wenn die Gummibärchentüte die Form einer Pyramide annimmt oder Zitronensaft nicht mehr in die Flasche, sondern in die Zitrone abgefüllt wird, dann haben die Greifer der Roboter einiges zu tun.
Ebenso sind Mixpackungen eine Herausforderung für Verpackungsmaschinen.
Werkzeugwechsler, die Roboter- Werkzeuge für Verpackungsanlagen vollautomatisch aus- tauschen, sind selten.
Mit der Ventilbaureihe VUVG von Festo als eine ihrer zentralen Komponenten, erreichen die TLM-Ver- packungsmaschinen von Schubert aus Crailsheim einen hohen Grad an Effizienz.
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