www.scope-online.de August 2012 13 Unternehmen, das aktuell über 200 Mitarbeiter be- schäftigt und einen Umsatz von rund 38 Millionen Euro erzielt, bewegt sich heute äußerst erfolgreich auf dem Markt.
„Schwerpunkt ist die Werkstück- handhabung, in den Geschäftsfeldern Paletten- und Werkzeughandhabung sehen wir sehr gutes Wachs- tumspotential.
In der Krise 2009 haben wir die Zeit genutzt, uns strategisch und produktseitig neu zu positionieren.
In dieser Zeit haben wir auch die Mo- dulbaukästen für die Paletten- und Werkstückhand- habung entwickelt.“, sagt Martin Waldl, Geschäfts- führer und Vertriebsleiter Werkstückhandhabung.
Mit der Werkstückhandhabung ist das Unternehmen typischerweise in der Serienfertigung der Auto- mobilindustrie unterwegs.
Bei der Paletten- und Werkzeughandhabung sind die Kunden dagegen die klassischen Maschinenbauer.
Und Westeuropa – beziehungsweise die DACH-Region - ist auch hauptsächlich der Markt der Oberösterreicher.
Der zweite Schritt der Strategieänderung betraf die Marktansprache.
„In der Vergangenheit waren wir auch sehr stark kundengetrieben“, erklärt der Geschäftsführer.
„Im Zuge unserer Positionierung und Spezialisierung auf die Automatisierung von Werkzeugmaschinen und die zerspanende Fertigung mussten wir klare Grenzen definieren, damit wir uns in dem sehr breiten Tätigkeitsfeld der Automatisie- rung nicht verzetteln.
Wir müssen da eher auf die Bremse treten, um unsere Stammkunden zufrieden zu stellen und zugesagte Liefertermine einhalten zu können.“ In allen drei Sparten stehen den Kunden von Promot heute standardisierte Modulbaukästen zur Verfügung.
Aus erprobten und standardisierten Modulen können trotz hoher Standardisierung indi- viduelle und flexible Systemlösungen nach Kunden- anforderung konzeptioniert und angeboten werden.
Darin liegt der wirkliche Kundennutzen hinter der Philosophie Modulbaukästen.
Der Trend der Standardisierung macht auch vor der Automatisierung nicht halt.
„Viele unsere Kun- den haben über die letzten Jahren bereits einen hohen Standardisierungsgrad bei den Werkzeug- maschinen in der Fertigung umgesetzt.
Aber die Standardisierung bei der Automatisierung und Ver- kettung wurde oft nicht so hoch gewichtet und die Automatisierung sieht daher jedes Mal anders aus.
Das wurde erkannt und davon möchten viele unsere Kunden weg“, meint Waldl.
Das Unternehmen schaut sich zunächst immer zuerst die gesamte Prozesskette an.
Erst dann wird die optimale Lösung vorgeschlagen.
Das geht von der Einzelzelle, über Verkettungen bis hin zur kom- pletten Materialflusslösung nach Lean Kriterien.
Wobei aber immer jedes Layout und Anlagenkonzept aus standardisierten Komponenten aufgebaut wird.
So werden die Herstellkosten der Kunden gesenkt.
h In den meisten Fällen setzt der öster- reichische Automatisierungsspezialist auf Roboter von Kuka.
Mit ihnen hat das Unternehmen gute Erfahrungen gemacht.
(Bild: Stotz) Martin Waldl, Geschäftsführer und Vertriebsleiter Werkstück- handhabung: „Durch die Standardisierung der gesamten Prozesskette, angefangen bei Werkzeugen und Spannmitteln bis hin zu den Prozessschritten, können die Kosten und Durch- laufzeiten der Werkstücke meist erheblich reduziert werden.“ (Bild: Stotz)