Rauchfrei Moderne Elektrofilter, wie sie in Werk- zeugmaschinen und Fertigungsanlagen eingesetzt werden, reinigen die Luft von Rauchgasen, Aerosolen und Stäuben mit Korngrößen von 0,01 bis 60 Mikrometer.
„Entscheidend für Abscheidegrad und Leistung der Filter und damit auch für die Funktion der Anlagen ist das Hochspan- nungsmodul“, betont Hans H.
Dietz, ge- schäftsführender Gesellschafter des Fil- terherstellers Bristol T&G International.
Das Unternehmen bedient hauptsächlich den Anlagen- und Werkzeugmaschinen- bau.
„Bisher“, so Dietz weiter, „konnten wir im Werk nur die einzelnen Bauteile überprüfen.
Zur Qualitätssicherung woll- ten wir aber die Verhältnisse während des Betriebs an einer Anlage durchspielen.“ Zusammen mit einem Elektroniklabor hat Bristol nun eine Prüfanlage entwi- ckelt, mit der eine bis zu 24-stündige Si- mulation durchgeführt und die Funktion des Filters beziehungsweise des Hoch- spannungsaggregats sowohl in verschie- denen Belastungsphasen als auch im Wartungszustand getestet werden kann.
So werden bereits im Werk Defekte ent- deckt, die nur bei Betrieb der Filter zuta- ge treten.
Gerade für international tätige Unternehmen ist dies ein großer Vorteil: „Da wir unsere Filter weltweit auslie- fern, sind die Kundenentfernungen sehr groß“, sagt Dietz.
„Die Wartungseinsätze sind entsprechend langwierig und stel- len für die Kunden ein großes Problem dar, weil Anlagenstillstände und Repara- turen den Produktionsprozess unterbre- chen.“ Durch die Prüfanlage fallen Mon- teureinsätze weg, was beim Endkunden zu großen Zeit- und Kosteneinsparungen führt.
Schon im Werk lässt sich nun mit- hilfe der Neuentwicklung an mehreren Modulen gleichzeitig eine 8- oder 12 kV-Hochspannungsprüfung durchfüh- ren.
„Jetzt können wir sowohl beim Be- obachten von Serien als auch bei extre- men Einzelfällen eigene Erfahrungen ge- winnen.
Gleichzeitig haben wir die Basis für weitere Erprobungen geschaffen“, so Firmenchef Dietz.
ee www.scope-online.de Juli 2012 26 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen hh Elektrofilter Kennziffer Bristol T&G International, Dombühl, Tel.
09868/9826-0, Fax 9826-26, www.bristol-dombuehl.de Für komplexe Teile Die Fähigkeit, auch komplexe Teile zu drehen und zu fräsen sowie vielfältige Be- arbeitungen auf der gleichen Maschine auszuführen, steigert den Durchsatz, ver- ringert den Bedienaufwand und erhöht die Genauigkeit.
Das Haas ST-10Y ist ein Y-Achsen-Drehzentrum mit kleiner Stellfläche, das in der Y-Achse einen Verfahrweg von 101 Millimeter (± 50,8 Millimeter von der Achsenmitte) für außermittiges Frä- sen, Bohren und Gewindebohren bietet.
Zur Grundausstattung gehören angetriebene Werkzeuge mit erhöhtem Drehmoment und eine C-Achse mit Servo-Antrieb für viel- seitige 4-Achsen-Bearbeitungen.
Außerdem besitzt sie einen VDI-Revolver mit zwölf Werkzeugstationen.
Wie die Maschine arbeitet, erfahren Sie in einem Video unter www.scope-online.de mit Eingabe der Kennziffer.
ee Drehzentrum Kennziffer 90 Haas Automation, B-Zaventem, Tel.
0032/2/5229905, Fax 5230855, www.haascnc.com Dünn wie Folie Über kurz oder lang, so prognostiziert das auf Umformtechnik spezialiserte Un- ternehmen Schuler, wird der Elektro- motor voraussichtlich den herkömm- lichen Verbrennungsmotor als Antrieb in Autos ablösen.
Der Markt für Maschi- nen zur Produktion von Elektromotoren wird auch deshalb in den nächsten Jah- ren sprunghaft wachsen, heißt es weiter.
Das Unternehmen präsentiert daher mit der neuen Smartline SA-S eine Schnell- läufer-Presse, die sich insbesondere zur Herstellung von besonders energieeffizi- enten Elektroantrieben eignet.
Die Schnellläufer-Presse kann Elektro- motorenbleche ausstanzen, die gerade einmal 0,2 Millimeter dick sind.
„Da muss man schon fast von einer Folie sprechen“, verdeutlicht Hans Dieter Jung, Bereichs- leiter des Marktsegments Drives & Gene- rators bei Schuler.
Die einzelnen Bleche werden im gleichen Arbeitsschritt zu Pa- keten, die später den Kern des Elektro- motors bilden, zusammengeheftet: „Je dünner die Elektrobleche, desto nied- riger die Wirbelstromverluste.
Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad, und der Stromverbrauch sinkt.“ Der mehrere Ton- nen schwere Stößel der Maschine muss also auf hundertstel Millimeter genau ar- beiten – und das bei mehreren hundert Hüben pro Minute und einem Pressen- tisch, auf dem das Werkzeug aufgespannt ist, von bis zu 3,30 Meter Länge.
Allein durch die hohe Steifigkeit der Presse, die aus einem öltemperierten Gusskörper be- steht, sowie die spielfreie Stößelführung lässt sich eine solche Präzision nicht si- cherstellen.
Doch wie dann? „Die Elek- tronik der Eintauchtiefenregelung kont- rolliert den Abstand zwischen Stößel und Elektroblech bei jedem Hub und kor- rigiert ihn gegebenenfalls beim nächsten Hub“, erklärt Hans-Dieter Jung.
„Der un- tere Umkehrpunkt des Stößels bleibt so- mit konstant.
Das ist wichtig für das Pa- ketieren.“ Um die Elektronik vor gefähr- lichen Erschütterungen zu schützen, ist sie daher nicht im Stößel untergebracht, sondern im Pressenkörper.
Der gesamte Vorgang vom Messen bis zum Justieren dauert nur hundertstel Sekunden.
Der Schuler Konzern geht auf eine im Jahr 1839 von Louis Schuler gegründete Schlosserei im schwäbischen Göppingen zurück.
Bereits seit 1852 werden Blech- bearbeitungsmaschinen hergestellt.
Im Geschäftsjahr 2010/11 (30.09.) erzielte Schuler einen Umsatz von 958,5 Millio- nen Euro bei einer Ebitda-Marge von 8,8 Prozent.
ee Schnelläufer-Presse Kennziffer Schuler, Göppingen, Tel.
07161/66-0, Fax 66-233, www.schulergroup.com www