www.scope-online.de Juli 2012 35 h ren zum Schäumen von Thermoplasten.
Dabei wird während des Spritzguss-Prozesses Gas – meist Stickstoff oder Kohlenstoff – direkt in die Kunststoffschmelze geführt.
Das löst im Bauteil die Bildung mikrozellulärer Strukturen mit Zellgrößen unter 100 ?m aus.
Das Charmante daran: Die gebildeten Zellen haben eine gleichförmige Zellgröße und verteilen sich gleichmäßig.
Was aber macht gerade dieses physikalische Schäumverfah- ren ohne chemische Treibmittel so erfolgreich? „Es verbindet konstruktive und wirtschaftliche Zielsetzungen wie sonst kein anderes Verfahren.
Im Vergleich zum konventionellen Spritz- guss erzielt man mit MuCell eine höhere Dimensionsstabilität bei gleichzeitiger Eliminierung möglicher Einfallstellen“, sagt Dirk Stubbe.
Weiterhin können Bauteile mit heterogenen oder dünnen Wandstärken – sofern sie prozessspezifisch konstruiert sind – effizienter hergestellt werden.
Doch das eigentliche Plus ist die Gewichtsreduzierung im Bauteil, die – wie schon erwähnt – bei durchschnittlich zehn Prozent liegt.
Das MuCell-Verfahren beruht letztlich auf Entwicklungen des Massachusetts Institute of Technology (MIT), Boston, und wird von der US-amerikanischen Trexel Inc.
als lizenzpflichtige Technik angeboten.
Für die Zuführung des Gases und seine homogene Verteilung in der Kunststoffschmelze muss eine Spritzgießmaschine besonders ausgerüstet werden – etwa mit Gasinjektoren und einer speziellen Steuerung.
Grundsätzlich lassen sich alle Thermoplaste im MuCell-Verfahren verarbeiten.
Die Auswirkungen auf den Fertigungsprozess sind zudem signi- fikant.
„Über die geringere erforderliche Nachdruckzeit lässt sich eine reduzierte Fertigungszeit realisieren.
Außerdem wird Material eingespart“, berichtet Dirk Stubbe.
Nicht zuletzt kann auf kleineren Maschinengrößen produziert werden.
Vor allem weil Kunststoffverarbeiter Pöppelmann die Bau- teile-Entwicklung und die Serienfertigung aus einer Hand an- bietet, kann das Unternehmen den Kunden auf der Grundlage von MuCell einige Vorteile weitergeben.
Und da man inzwischen eine ganze Reihe von Zulieferteilen mit diesem Verfahren pro- duziert hat, liegen in Lohne auch ausreichend Erfahrungen über die Grenzen dieser Spritzgieß-Variante vor.
„Wir wissen genau, welche Werkstoffe sich dafür besonders gut eignen und welche nicht, und welche Anforderungen daraus an den Werk- zeugbau entstehen.
Nicht jeder Artikel eignet sich für MuCell.
Wichtig ist aber die richtige Bewertung gemäß Bauteile-An- forderung und -konstruktion“, sagt Dirk Stubbe abschließend.
Michael Stöcker Mit MuCell lassen sich Kunststoff-Bauteile mit anspruchsvollen Geometrien und reduziertem Teilegewicht wirtschaftlich produzieren.
MuCell-Spritzgussteile Kennziffer Pöppelmann, Lohne, Tel.
04442/982-0, Fax 982-112, www.poeppelmann.com Spindel- und Lagerungstechnik Fraureuth GmbH Fabrikgelände 5 08427 Fraureuth Tel.: +49 (0) 37 61 / 80 10 Fax: +49 (0) 37 61 / 80 11 50 E-Mail: slf@slf-fraureuth.de www.slf-fraureuth.de SLF.
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