Kennziffer Juli 2011 6 Magazin hh Ohne Rückenwind Für das dritte Quartal des laufenden Ge- schäftsjahres 2011 rechnet Siemens er- neut mit einem Wachstum bei Auftragsein- gang und Umsatz.
Der Auftragseingang wird voraussichtlich in diesem Zeitraum getrieben durch den ICx-Großauftrag im Vergleich zum Vorjahr stark zulegen.
Beim Umsatz erwartet das Unternehmen einen deutlichen Anstieg im Vergleich zum Vor- jahreszeitraum.
Das Ergebnis nach Steu- ern (fortgeführte Aktivitäten) sollte im dritten Quartal bereinigt um den Ergeb- nis-Effekt aus der Areva-Zahlung leicht über dem Vorjahr liegen.
„Wir investie- ren weiterhin stark in Innovation und den Ausbau unserer weltweiten Märkte.
Unsere Wachstums-erwartungen haben sich auch im dritten Quartal bestätigt“, sagte Finanzvorstand Joe Kaeser.
Wie er- wartet seien im zweiten Halbjahr im We- sentlichen durch Basiseffekte erste An- zeichen für eine Beruhigung des Wachs- tums auszumachen.
„Der Rückenwind der Krisenerholung ist nun wohl vorbei.
Jetzt sind wieder stärkere Anstrengungen zum Erreichen von Wachstum erforderlich“, sagte Kaeser.
In Zahlen: Der Auftragsein- gang des Konzerns wird voraussichtlich im Vergleich zum Vorjahr von rund 19,2 Mil- liarden Euro stark steigen und auch den Wert des zweiten Quartals von rund 20,7 Milliarden Euro übertreffen.
Positiv beein- flusst wird diese Entwicklung durch den im Mai 2011 gebuchten Auftragsanteil für die Fernverkehrszüge ICx im Volumen von rund 3,7 Milliarden Euro.
Der Umsatz dürf- te sich auf dem Niveau des Vorquartals von rund 17,7 Milliarden Euro stabilisieren.
ee Leserbriefe SCOPE-Mai (50-Jahre-Jubiläumsausgabe), „Streit anfangen mit einer Zeitschrift“, Seite16 „Interessante Rückschau“ Herzlichen Glückwunsch zum 50er-Jubiläum! Sehr interessante Rückschau auf diese Zeit! Weiterhin alles Gute und vielen Dank.
Martin Bähr, Dresden SCOPE-Juni, Editorial, „Wein statt Wasser“, Seite 4 Nix auf der Rückseite Vielen Dank für Ihre offenen Worte im Editorial.
Diesen kann ich nur noch anfügen: Es ist egal wie man es nennt – ob CSR, Compliance, Unternehmer- oder Unterneh- menskultur oder (ganz) früher war auch mal „Betriebsklima“ ein oft gebrauchter und auch missbrauchter Begriff.
Und ist es auch heute noch.
Nach über 40 Jahren im Berufsleben wird mir immer deutlicher: je mehr sich die Unternehmen damit selbst schmücken und ihr Image aufpolieren, desto weniger ist tatsächlich davon vorhanden.
Erfolgreich sein kann man auf zwei Arten: entweder durch harte Arbeit und Leistung oder man tut nur so.
Die erste Möglichkeit ist der zweiten theoretisch vorzuziehen, da hier der Wettbewerb wegen mangelnder Konkurrenz nicht so groß ist.
Aber das ist ein Trugschluss, denn wirkliche Leistung wird doch kaum noch zur Kenntnis genommen.
Wie auch und vor allem von wem? Denn offensichtlich gewinnt in unserer Gesellschaft die Schaumschlägerfraktion immer mehr die Oberhand.
Und nur selten, Beispiele muss ich keine anführen, fallen diese auf die Schnauze.
Das alles erinnert an die Ku- lissen der „Main-Street“ für einen Western.
Tolle Fronten, aber außer einigen Stütz- pfeilern ist auf der Rückseite nix.
Glück Auf! Und machen Sie weiter so.
Ich freue mich jeden Monat auf Ihren Text.
Roland Gelzleichter 20 Jahre Ideen Das Fraunhofer-Institut für Werkzeug- maschinen und Umformtechnik IWU be- geht in diesem Jahr sein 20-jähriges Ju- biläum und gibt den Startschuss für die Forschungsfabrik »Ressourceneffiziente Werkzeugmaschinen und Produktion«.
Ge- meinsam mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Forschung fand im Juni die Grund- steinlegung für den Neubau statt.
Im An- schluss daran wurde das Institutsjubiläum im Rahmen eines Festaktes gefeiert.
Ein effizienterer Umgang mit Ressour- cen wird immer wichtiger.
Vor diesem Hin- tergrund strebt das Institut die Realisie- rung einer quasi energieautarken Produk- tion an - einer Fabrik also, die ohne Strom von Außen auskommt.
„In der Zukunft ist unser Ziel, Wertschöpfung und Produkti- on mit hocheffizienten Technologien zu sichern und dabei die Vision einer ener- gieautarken, emissionsneutralen, ergono- mischen Fabrik als Exportschlager für die deutsche Produktionstechnik zu entwi- ckeln“, so Prof.
Reimund Neugebauer, der das Fraunhofer IWU leitet.
In Chemnitz wird damit bundesweit erst- malig ein Forschungszentrum für eine en- ergieeffiziente Fabrik gegründet.
Auf ei- ner Fläche von 1.640 Quadratmetern ent- steht ein neues Zentrum.
Das Gebäude wird dann Platz für mehr als 50 Wissen- schaftler bieten.
Für die Industrie bedeu- tet das: Lösungen aus einer Hand.
Die For- schungsarbeiten fokussieren sich auf die ganzheitliche Planung und Konzeption ressourceneffizienter Prozessketten.
Auch wird die Entwicklung und Anwendung in- novativer Herstelltechnologien, Werk- zeuge, Fertigungseinrichtungen sowie Lo- gistikkonzepten vorangetrieben.
Im Früh- jahr 2013 ist die Fertigstellung der For- schungsfabrik geplant.
Investiert werden mehr als 20 Millionen Euro aus Mitteln der EU, der Fraunhofer-Gesellschaft sowie des Bundes und des Landes Sachsen.
lg Forschungsfabrik Kennziffer Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik, Chemnitz, Tel.
0371/5397-0, Fax 5397-1404, www.iwu.fraunhofer.de Wachstumserwartungen Kennziffer 194 Siemens, München, Tel.
089/636-00, Fax 6363-2825, www.siemens.com Joe Kaeser