Pkw-Hersteller geben ihren Fahrzeugen gerne eigenwillige Ge- sichter oder schaffen ein ansprechendes Interieur.
Dafür stehen ihnen etliche Möglichkeiten zur Verfügung, unter anderem das von der Firma HBW-Gubesch entwickelte und patentierte IMD-Pro Verfahren.
Breits seit Mitte 2009 wird diese Inmould- Decoration-Technik bei Skoda im Octavia, Superb und Yeti in der Serie eingesetzt.
„Skoda hat viel Vertrauen in uns gesetzt und profitiert nun auch von den Vorteilen, die dieses Verfahren bie- tet“, meint Udo Berschneider, Geschäftsführer des Spezialisten für Kunststoff-Engineering.
Vorteile, wie zum Beispiel die Kos- tenreduktion für foliendekorierte Formteile im Vergleich zum Insert-Moulding dank weniger Verfahrensschritte um 35 Prozent und mehr.
Außerdem bietet die Technik neue Möglichkeiten in 3D.
In den Yeti wird das größte IMD-Pro-Teil eingebaut.
Für das Teil wird mehr als ein halber Quadratmeter Folien verbraucht, es hat einen außergewöhnlich großen Verstreckungsgrad.
Ber- schneider: „Die Möglichkeit, ein so schwierig geformtes Bauteil mit IMD-Pro zu dekorieren, macht dieses Verfahren besonders attraktiv und bietet unseren Kunden eine neue Möglichkeit, dem ständig wachsendem Kostendruck zu begegnen.“ Darüber hinaus gehören zu den Leistungen des Unterneh- mens aus dem mittelfränkischen Wilhelmsdorf Entwicklung, Prototypenbau, Konstruktion und Formenbau bis hin zum Spritzgießen von Kunststoffteilen.
„Unsere besondere Stärke liegt darin, dass wir auf allen Ent- wicklungs- und Fertigungsstufen profundes Know-how bieten und alle Schritte aufeinander abge- stimmt sind“, führt Berschneider aus.
„Die Design-Abteilung setzt die Vorstellungen der Kunden in CAD-Konzepte oder Herstellbar- keitsanalysen um.
Die CAD-Daten können aber auch von außen kom- men.
Mit 20 Mitarbeitern im Prototypenbau erstellen wir Proto- typen nach den Methoden FDM (Fused Deposition Modeling), SLS (Selektives Lasersintern), STL (Stereolithografie) und Va- kuumgießen.
Die Stärke liegt jedoch im Simultanen Fünf-Achs- Fräsen von Teilen aus Aluminium, Titan und Kunststoffen.“ Hauptsache fein Die Anforderungen im Formenbau haben sich geändert und damit verstärkte sich auch der Wunsch des Unternehmens, die Betriebsmittel zu erweitern.
„Wir haben eine fünfachsige Maschine gesucht, die eine starke Fräsleistung und auch im Rippenbereich hohe Genauigkeit bietet“, erläutert Berschnei- der die Anforderungen.
„Mein Ziel war es, dass wir Formplatten und Einsätze bis etwa 600 Millimeter Kantenlänge komplett, das heißt einschließlich Kühlungsbohrungen und Gewinden, fertig von der Maschine nehmen können.
Wir wollten die Ar- beitsschritte reduzieren und mehr fräsen.
Das heißt nicht, dass wir die Technologie Senkerodieren vernachlässigen.
Da sind die Abläufe weitgehend automatisiert.
Doch für das Fräsen brauchten wir Neues.
Und neben harten Stahleinsätzen (bis 52 HRC) und Aluminium wollen wir auch Kunststoff fräsen können.
Schließlich haben wir die fünfachsige CNC-Fräsmaschine Mikron HPM 800 U HD von Agie Charmilles gekauft.
Das war im Herbst www.scope-online.de Juli 2011 28 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen hh Leistung, Genauigkeit, Vielseitigkeit und Automation sind beim Fräsen von Spritzgießformen für Kunststoffteile gefordert.
Daher setzt HBW-Gubesch für die Herstellung von LED-Beleuch- tung und die Ausstattung von Automobilen mit Kunststoffteilen das Hochleistungs-Bearbeitungszentrum Mikron HPM 800 U HD von Agie Charmilles ein.
Licht in dunkler Nacht dunkler Nacht Die Lösung Die HPM Maschinen von Agie Charmilles sind für die universelle Produktion von hochwertigen Teilen mit 3, 4 oder 5 Achsen ausgerichtet.
Moderne Motorspindeln, direkt angetriebene Rund- und Schwenkachsen und der stabile Maschinenkörper bieten die Voraussetzungen, um mit modernen Werkzeugen wirtschaft- lich und präzis zu produzieren.
Verschiedene Module des Smart Machine Baukastensystems gewährleisten einen optimalen Prozess: Mehr Genauigkeit, gesteigerte Oberflächengüte und Formgenauigkeit sowie verbesserte Sicherheit, die besonders im mannlosen Betrieb eingesetzt wird.