www.scope-online.de Juli 2011 10 Das Porträt hh Fleiß und Ideen In vier Geschäftsbereichen fertigt Pöppelmann heute technische Schutzelemente aus Kunststoff, Spritzgussteile für Automobil- und Maschinenbau, Verpackungen für Lebensmittel-, Pharma- und Kosmetikindustrie sowie Pflanztöpfe für den kommer- ziellen Gartenbau.
Und das mit großem Erfolg seit 1949.
Lesen Sie das Porträt eines traditionsreichen Familienunternehmens, das heute zu den führenden Herstellern der Kunststoff verarbeitenden Industrie in Deutschland zählt.
Häufig sind es die vermeintlich kleinen Unternehmungen der deutschen Nach- kriegszeit, die (bis) heute große Erfolge erzielen.
Als beispielsweise Hubert und Josef Pöppelmann im Jahr 1949 an die Stadtverwaltung Lohne ihren Antrag auf Genehmigung zur Eröffnung einer Kor- kenfabrik stellten, konnten sie wohl kaum ahnen, dass ihr Unternehmen schon we- nige Jahre später ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders werden würde.
Und kurios ging es los: Denn zunächst einmal kam die Gebrüder Pöppelmann Korkenfab- rik mit ihren ersten drei Mitarbeitern im Hühnerstall des elterlichen Bauernhofs in Brockdorf-Querlendorf unter (großes Bild).
Nach dem Ausscheiden seines Bru- ders stellte sich dann Josef Pöppelmann alleine der unternehmerischen Heraus- forderung: „Aller Anfang ist schwer, aber Ideenreichtum und Unternehmungsgeist lassen Erfolge erwarten“ – im Geiste die- ser Grundhaltung, folgten der Umzug des Unternehmens in die Bakumer Straße und der Beginn der Kunststoff-Verarbeitung.
Der erste Coup Gleich mit dem ersten, serienmäßig her- gestellten Produkt setzte das junge Un- ternehmen 1955 einen Meilenstein auf dem Weg vom Kork zum Kunststoff.
Die ebenso einfache wie clevere Innovati- on: Der Griffkorken – eine handliche Kunststoffkappe im festen Verbund mit einem Korken.
Diese neue Verschluss- möglichkeit für Spirituosen-Flaschen setzte sich schnell am Markt durch – wir kennen sie heute alle.
Angesichts dieser erfolgreichen Entwicklung konnte Pöp- pelmann die Produktion von Stopfen und Kappen für die industrielle Fertigung systematisch ausbauen.
Die offizielle Eintragung der Marke Kapsto erfolgte beim Deutschen Patentamt schließlich am 18.
Januar 1961.
Heute – 50 Jahre später – findet dieses vielseitige und sehr umfassende Produktprogramm an Kunststoff-Schutzelementen zum Schutz vor Beschädigung, Verschmutzung bei Transport, Lagerung, Lackierung in fast allen Industriezweigen überall auf der Welt Anwendung.
Längst repräsentiert es einen eigenständigen Geschäftsbereich.
Um der Nachfrage von Kunststoffpro- dukten „made by Pöppelmann“ weiterhin gerecht zu werden, expandierte das Un- ternehmen 1966.
Nur wenige Meter von der alten Adresse entfernt, bezog es ein neues, deutlich größeres Werksgelände In vier Geschäftsbereichen bietet Pöppelmann heute Kunststoff- Schutzelemente (Kapsto), technische Spritzgussteile für die Automobil-, Elektro- und Solarindustrie sowie Ma- schinen- und Apparatebau (K-Tech), Funktionsteile und Verpackungen für Lebensmittel-, Pharma-, Kosmetikin- dustrie und Medizintechnik (Famac) sowie Pflanztöpfe und Anzucht- systeme für den kommerziellen Gartenbau (Teku).