Bei der mechanischen Fertigung, insbesondere beim Gleit- schleifen und bei der Oberflächenbehandlung, fallen belastete Schlämme und Chemikalien an, die unter Umständen der Umwelt Schaden zufügen können.
Beim Federn-Hersteller Baumann Federn kommen 60 Prozent des anfallenden Abwassers von den Gleitschleifanlagen, 30 Prozent entfallen auf die Phosphatieran- lagen und zehn Prozent auf die Reinigungsanlagen.
Insgesamt sammeln sich so pro Woche 70 bis 100 m3 Abwasser an.
Daher gilt es, bezüglich des Abwassers den Grundsatz des Vermeidens, Verminderns und Verwertens zu bedenken.
Das bedeutet, für den ökonomischen und ökologischen Betrieb einer Anlage ist die Produktion mit der Abwasseraufbereitung immer optimal abzustimmen.
Ziel ist es, die gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für das Abwasser, das der kommunalen Abwasserrei- nigungsanlage zugeführt wird, nachweislich einzuhalten.
Aus diesem Grund betreibt das Unternehmen schon seit über 40 Jahren eine eigene Abwasservorbehandlung.
Anfang 2010 traten vermehrt Störungen auf: Ersatzteile für einen der drei vorhandenen Schaltschränke zur Steuerung der Anlage ließen sich nicht mehr beschaffen und darüber hinaus waren meh- rere pH-Messgeräte defekt.
Zudem führte die nicht ideale An- bringung der Dosierstationen dazu, dass sich das Nachfül- len der Dosiermittel schwierig und zeitaufwendig gestaltete.
Daher entschlossen sich die Verantwortlichen zu einer Mo- dernisierung der EMSR-Tech- nik der Abwasservorbehand- lung.
Mit der Baumaßnahme verfolgte man gleich mehrere Ziele: Die erhöhte Betriebs- und Arbeitssicherheit und die Dokumentation aller wichtigen Parameter insbesondere der Ablaufwerte in einer gemeinsamen Datenbank.
Darüber hinaus sollte es einen automatischen Alarm beim Überschreiten bestimmter Grenzwerte geben.
Bedienungsfreundliche Anlage Aufgrund der größeren Störanfälligkeit begannen Anfang 2010 auch erste Planungen für das Modernisieren der Abwasserbe- handlung.
Endress+Hauser nahm die bestehende Anlage sowie die Anforderungen des Kunden auf und entwickelte daraus ein Konzept zur Modernisierung und Optimierung der Automatisie- rungs- und Verfahrenstechnik inklusive Angebot und Kosten- plan.
Im Oktober 2010 erhielt der Spezialist dann den Auftrag zur Erneuerung der Anlage.
Zunächst bauten die Techniker neue pH-Elektroden des Typs CPS11D und den Messumformer Liquisys M ein.
Zudem installierten sie Füllstandmessgeräte (Prosonic S), Drucksensoren (PMC45) und sieben Dosierpum- pen inklusive Chemikalienstationen.
Außerdem baute man einen Schaltschrank mit Schaltgeräten, Speicherprogrammier- barer Steuerung und integrierter Visualisierung ein.
Darüber www.scope-online.de Juni 2012 48 Prozesstechnik/Messtechnik hh Das Fertigen von Federn und Stanzteilen belastet die Umwelt.
Insbesondere beim Gleitschleifen und bei der Oberflächen- behandlung fallen belastete Schlämme und Chemikalien an.
Um die Umwelt zu schonen, brachte Baumann Federn gemein- sam mit Endress+Hauser seine Abwasservorbehandlungsanlage auf den neuesten Stand der Technik.
Positiver Nebeneffekt: Die Betriebskosten konnten nachhaltig gesenkt werden.
Weg mit dem mit dem Dreck Dreck Gute Bilanz Endress + Hauser hat das Jahr 2011 weit über den Erwartungen abgeschlossen.
Ein überraschend starker Geschäftsverlauf sorgte für Bestmarken bei Umsatz, Beschäftigung und Gewinn.
Das Unternehmen stei- gerte den Umsatz um 16 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro.
Amerika zeigte noch größere Dynamik als Asien, doch auch in Europa wuchsen die Verkäufe zweistellig.
Hinter den Erwartungen zurück blieben lediglich Afrika und der Nahe Osten eine Folge der politischen Unruhen im arabischen und nordafrikanischen Raum.
Für das laufende Jahr erwartet die weltweit in der Prozessmesstechnik tätige Firmengruppe mit Sitz in Reinach (Schweiz) solides Wachstum.