Das Porträt hh Innovativer Rhythmus Das Unternehmen Helmut Rübsamen zählt im Bereich der Blechumformung zu den führenden deutschen Zulieferern.
Es ist bekannt für ein hohes Qualitätsniveau und bedient inzwischen Kunden in der ganzen Welt.
Im vergangenen Jahr beging es in aller Stille sein 50-jähriges Bestehen.
SCOPE-Redakteur Michael Stöcker beschreibt die Entwicklung des Familienunternehmens.
In Ägypten öffnet der Assuan-Staudamm seine Schleusen, in der Sowjetunion feiert man die glückliche Heimkehr der Sputnik-Hunde Belka und Strelka aus dem All und in Deutschland erleben krei- schende Teenies das erste Live-Konzert der Beatles in Hamburg.
Etwas ruhiger geht es im rheinland-pfälzischen Luft- kurort Bad Marienberg zu, wo am 19.
November 1960 der Handwerksmeister Helmut Rübsamen seinen gleichnamigen Betrieb gründet.
Im Keller seines Wohn- hauses beginnt er damit, Metallbleche nach einem der ältesten Kaltumfor- mung-Verfahren – der Metalldrücktech- nik – umzuformen.
Zunächst sind es Geschenkartikel und Vereinspokale, die auf diese Weise in Handarbeit entstehen.
Dabei sollte es allerdings nicht lange bleiben.
Rübsamen perfektioniert sein Handwerk, entdeckt seinen unterneh- merischen Ehrgeiz und findet den Mut zu ersten Investitionen: 1963 errichtet er im Garten neben dem Wohnhaus die erste Fertigungshalle mit einer Nutzfläche von immerhin 100 Quadratmetern.
Rübsamens Engagement trägt Früch- te.
Das Unternehmen wächst heran und mausert sich zu einem Zulieferbetrieb, der damit beginnt, industrielle Produkte zu fertigen.
1970 beschäftigt die Firma bereits eine kleine Schar erster Mitarbei- ter.
1972 tritt auch sein Schwiegersohn Joachim Theiß ins Unternehmen ein, der später mit seiner Frau Doris die Firmen- leitung übernehmen wird.
In dieser Zeit macht zudem die technische Entwick- lung des Unternehmens einen Sprung nach vorne: Rübsamen nimmt den ers- ten schablonen-gesteuerten Drückau- tomaten in Betrieb.
Diese Investition markiert den Wandel des Unternehmens vom Handwerksbetrieb zum industriell geprägten Zulieferer.
Die folgenden Jahre sind geprägt von stetem Wachstum.
In dieser Zeit entsteht auch das Firmenmotto Metall in Bestform und deutet an, wohin der Weg des Unter- nehmen zukünftig gehen wird: Richtung Präzision, Qualität und Kompetenz.
1974 steht ganz im Zeichen der wei- teren Expansion.
Die erste große Pro- duktionshalle mit Bürotrakt wird einge- weiht.
Weitere Drückautomaten kommen ins Haus, neue Exzenterpressen und erste Hydraulikpressen.
Der Maschinen- park wird größer und vielseitiger – eine Entwicklung, die sich weiter fortsetzt.
Es zeichnet sich ein Innovationsrhythmus ab: Etwa alle drei Jahre vollzieht Rüb- samen einen Technologie- und Wachs- tumsschub.
„Ich bin überzeugt davon, dass die stetigen Modernisierungen bis heute ein maßgeblicher Teil unseres Erfolges sind.
Denn sie erhalten unsere Wettbewerbsfähigkeit und ermöglichen es uns immer wieder, den Kundenkreis zu erweitern und neue Marktsegmente zu erschließen“, sagt Geschäftsführer Joachim Theiß.
Mit dem Einstieg ins Exportgeschäft, das 1980 mit Lieferungen nach Italien, England und Israel seinen Anfang nahm, www.scope-online.de Juni 2011 12 Große Stärke im Portfolio: Rotationssymmetrische Prä- zisionsbauteile für den en- ergie- und klimatechnischen Anlagenbau.