Ein Unternehmen kann heute nur bestehen, wenn es sich den hohen technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen stellt – angefangen von der Entwicklung einer Anlage bis hin zum Betrieb.
Nun sind hierzu aber umfangreiche Informationen notwendig, um in jeder Phase auch die richtigen Entschei- dungen treffen zu können.
Um dies zu unterstützen hat Endress + Hauser ein internetgestütztes Konzept zur Effizienzsteigerung entwickelt, das den Anwender über den gesamten Lebenszyklus von Feldgeräten und Systemen unterstützt – bei Engineering, Beschaffung, Installation, Inbetriebnahme und Betrieb.
Dieses leistungsfähige W@M-Anlagenmanagementsystem stellt sicher, dass die verantwortlichen Mitarbeiter zu jedem Zeitpunkt mit den richtigen Informationen versorgt werden.
Zum Beispiel hält ein kundenspezifischer Onlineshop den Ein- käufer über firmeneigene Preise und tagesaktuelle Lieferzeiten auf dem Laufenden.
Der Techniker kann die Produkte bequem konfigurieren und ist durch die übergreifenden Produktinfor- mationen wie Ersatzteillisten, Betriebsanleitungen oder den Produktstatus auf dem aktuellsten Stand.
Aufgrund der Lie- ferstatusabfrage via Internet ist eine hohe Planungssicherheit gegeben.
Jederzeit sind Sendungsverlauf, Frachtbriefnummer, Abholdatum, Bestimmungsort, Datum und Uhrzeit transparent dargestellt.
Zur Messstelle gehörende Dokumentation wie Ka- librierprotokolle oder Materialbescheinigungen sind jederzeit abrufbar.
Die Anwendung dieses Anlagenmanagementsystems bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech zeigt, wie effizient diese Lösung ist.
Das weltweit tätige Unternehmen hat sich auf die Erzeugung von Grobblechen für längsnahtgeschweißte Lei- tungsrohre und artverwandte Gebiete spezialisiert.
Auf der Grobblechstraße wird ein mehrstufiges thermomechanisches Walzverfahren angewendet.
Damit spezielle technologische Eigenschaften und ein Korrosionsbeständigkeit erreicht wer- den, sind eine sorgsame Kombination aus chemischer Zusam- mensetzung und Umformgrad in jeder Walzphase erforderlich.
Hinzu kommt eine geeignete Temperaturführung während der Walz- und Kühlprozesse.
Gerade bei der Erwärmung der Bramme ist eine hohe Präzision gefragt.
Eine ausgeklügelte Temperatursteuerung sorgt für das optimale Temperaturprofil innerhalb des Rohteils.
Dass solch eine anspruchsvolle Steuerung notwendig ist, wird deutlich, wenn man sich die gewaltige Masse der Stahlbramme vor Augen führt: Bis zu 25 Tonnen schwer, 320 Millimeter dick und 2,5 Meter lang.
Dieser wuchtige Block muss im Hubherdofen durch- gängig auf über 1.150 °C erhitzt werden, damit er sich zu einem 40 Millimeter dicken Blech walzen lässt.
Das Aufheizen im Ofen erfolgt nach einem prozessrechnergesteuerten Ofenführungs- modell und gezieltem Gaseintrag.
Messtechnik aus einer Hand „Hier kommen die Differenzdruckmessgeräte PMD 70 von Endress + Hauser ins Spiel“, erklärt Markus Janczewski, verantwortlicher Techniker der Salzgitter AG.
„Sie geben die langzeitstabilen und www.scope-online.de Juni 2011 34 Automatisierung/Steuerungstechnik hh Um bei der Entstehung einer Anlage in jeder Phase qualifizierte Entscheidungen treffen zu können, sind umfassende Informa- tionen notwendig.
Um dies zu gewährleisten, hat Endress + Hauser ein Anlagenmanagementsystem entwickelt, das den Betreiber mit wichtigen Fakten versorgt – vom Engineering über die Installation bis hin zum Betrieb.
Wie effizient diese Lösung ist, zeigt die Anwendung zusammen mit Differenzdruck-Mess- umformern bei der Salzgitter Mannesmann Grobblech GmbH.
Ausreichend Ausreichend informiert? informiert? Das Unternehmen Endress + Hauser wurde 1953 von Georg H.
Endress und Ludwig Hauser gegründet.
Die Firmengruppe ist seit 1975 im Alleinbesitz der Familie Endress und eine der international führenden Anbieter von Lö- sungen für die industrielle Verfahrenstechnik.
Das Portfolio reicht von Sensoren und Messgeräten, über Systeme für Füllstand-, Durchfluss-, Druck- und Temperaturmessung bis hin zur Flüssigkeitsanalyse und Messwertregistrierung.
Die Firmengruppe erwirtschaftete 2009 mit über 8.400 Beschäftigten weltweit einen Umsatz von rund 1,1 Milliarden Euro.