Als Vorreiter einer Technologie für flexible Werkzeugsysteme galten Micro Kom M040 Feinverstellköpfe schon vor über 20 Jahren: Sie waren seinerzeit die ersten von Komet ent- wickelten Feinverstellköpfe, bei denen die Mikroelektronik Anwendung fand.
Die ursprüngliche Motivation der manuellen, feinjustierbaren Schneidenverstellung mit dem Feinbohrsystem wurde durch Integration eines Wegmesssystems, das die Verstellung des Schiebers direkt in einem eingebauten LC-Display darstellt, erheblich komfortabler und präziser gestaltet.
Fortan konnten Einstellungen direkt in der Maschine durchgeführt und eine Auflösung von 1 ?m exakt abgelesen werden.
Einstell- und Ab- lesefehler wurden damit reduziert.
Bis heute sind die robusten Feinverstellköpfe beliebte Werkzeuglösungen im Bereich des Feinbohrens – und gehen mit der Zeit.
Bluetooth vernetzt per Funk Geräte über kurze Distanzen und ist mittlerweile Standard für mobile Kleingeräte wie Mobiltele- fone oder PDAs.
Zu den häufigsten Anwendungsbereichen zäh- len heute Computer mit deren Peripheriegeräten, wo Bluetooth ganze Kabelverbindungen ersetzt.
Das Unternehmen aus Be- sigheim nutzt nun diese Funkvernetzung beim Einstellen der Feinverstellköpfe und sorgt dort für mehr Sicherheit.
Dem Einsatz von Bluetooth in den Feinverstellsystemen der Serie Blu Flex vorausge- gangen ist die Intention der Werkzeugentwickler, das Dis- play vom Feinverstellkopf zu entkoppeln, um damit hohe Drehzahlen zu erreichen und eine komfortablere und viel- seitigere Ablesemöglichkeit zu schaffen.
„Wir wollten ein externes Anzeigegerät, das der Bediener beim Einstellen des Feinverstellkopfes, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, beliebig in seinem Blickfeld anbringen kann“, berichtet Eduard Mangold, Produktmanager der Komet Group.
Dazu erforderlich ist eine Verbindung für die Datenübertragung vom Wegmesssystem, beziehungsweise dem Feinverstellkopf, zum Anzeigegerät.
Mit einem speziell konzipierten Verstellschlüssel mit integrierter Bluetooth-Schnittstelle wurde hierfür eine elegante Lösung geschaffen.
Neben der ergonomischen Anbringung des Anzeigegerätes, die über einen Magneten an dessen Rückseite leicht zu bewerkstel- ligen ist, erleichtern größere Zahlen und eine Beleuchtung des Displays das Ablesen der Einstellwerte.
„Insgesamt also auch ein Beitrag zur Fehlervermeidung“, meint Mangold.
Ratioeffekt durch Entkopplung Die Entkopplung des Displays vom Feinverstellkopf bietet darüber hinaus auch einen Ratioeffekt – insbesondere dann, wenn Anwender mehrere Feinverstellköpfe im Einsatz haben.
/Kennziffer Mai 2010 46 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen hh Beim Feinbohren sorgen Feinverstellköpfe als Schnittstelle zwischen Maschine und Werkzeug für äußerste Präzision.
Neuerdings richtet Komet seine Feinverstellsysteme mit Bluetooth aus.
Die moderne Funkvernetzung macht die Systeme komfortabler und flexibler.
Fern-Bohren Ein Unternehmen als Bildungsträger Kreativer Austausch und Fachweiterbildung in allen Themen rund um die Bohrungsbearbeitung mit dem Ziel der permanenten Prozess-Optimierung in der Fertigung sind die zentralen Aufgaben der im August 2008 gegründeten Ideen-Fabrik+.
Die Komet Group bietet damit auf mehr als 2.000 m² Fläche einen ak- tiven Beitrag zum Bildungs- und Wissenschaftsstandort Deutschland.
Seit kurzem werden nun auch zerti- fizierte Seminare zur beruflichen Weiterbildung mit technischen Inhalten im Zusammenhang mit Prozes- sen der Metallbearbeitung wie Vollbohren, Aufbohren, Feinbohren, Reiben und Gewinden, nach dem Recht der Arbeitsförderung angeboten und von der Bundesanstalt für Arbeit auch gefördert.