h www.scope-online.de Mai 2010 17 Diese hochfesten Schichtbleche bestehen aus bis zu 64 laminierten Metallfolien mit Dicken von 50 bis 100 µ.
Ihre dünnen Lagen lassen sich in der Monta- ge – oder eben in der Instandhaltung – einzeln mit einem Handmesser abschälen, bis die gewünschte Blechdicke für den Toleranzausgleich erreicht ist.
Wie sich im Getriebebau durch den gezielten Einsatz metallischer Zwischenlagen erhebliche Kos- tenspar-Effekte erzielen lassen, das haben die Inge- nieure von Georg Martin mal am Beispiel eines kom- pakten Universal-Kegelradgetriebes der Größe 100 ausgerechnet.
Dazu muss man wissen: Ein zentraler Faktor für die Effizienz und Standzeit eines Kegelrad- getriebes ist das paarweise Ausrichten der Flanken seiner Zahnräder und Ritzel, und hier insbesondere die Einstellung des Tragbildes des eintriebsseitigen Kegelrades.
„Wer das Thema Toleranzausgleich hier falsch anpackt, lässt viel Geld liegen“, sagt Ge- schäftsführer Christoph Martin.
Großvaters Methode Wer etwa die Positionierung der Eintriebsseite da- durch lösen würde, dass er den Anschraubflansch zunächst mit Aufmaß versieht, um ihn bei der Montage (und später in der Instandhaltung) auf das Wunschmaß nachzudrehen, arbeitet nach Großva- ters Methode.
Das gleiche gilt für den, der zwischen Anschraubflansch und Getriebegehäuse eine Dis- tanzscheibe legt, deren Dicke später durch Schleifen auf Maß gebracht wird.
In beiden Fällen addieren sich zum Aufwand für die Demontage und Montage (der Eintriebsseite) erhebliche Bearbeitungskosten.
„Selbst wenn das Zielmaß mit einmaliger Nacharbeit erreicht wird, entstehen hier Stückkosten von fast 34,- Euro – das sind über acht Prozent des Getriebe- preises.
Warte- und Lieferzeiten sind dabei noch nicht berücksichtigt“, betont Firmenchef Martin.
Und auch wenn man zwischen Kegelrad und Lager eine Pass- scheibe hinein konstruiert, liegen die Stückkosten immer noch bei über fünf Prozent des Getriebewerts.
Wer beim Toleranzausgleich von Kegelrädern ei- nen wirklich guten Schnitt machen will, der sollte schon bei der Getriebe-Konstruktion hochpräzise Zwischenlagen des Typs M-Tech L berücksichtigen.
Denn im Gegensatz zur herkömmlichen Passscheibe, die meist schwer zugänglich zwischen Kegelrad und Wälzlager liegt, wird die Zwischenlage reparatur- freundlich zwischen Flansch und Gehäuse eingesetzt, wobei der Monteur (oder auch der Instandhalter) die Folienlagen bis auf die ausgemessene Dicke per Hand abziehen kann.
Die Stückkosten für die Positionie- rung des eintriebsseitigen Kegelrades sinken so auf unter drei Prozent des Getriebepreises! Der Getrie- bebauer erhält mit dem Einsatz von Zwischenlagen also eine konkurrenzlos günstige Methode, um den Wirkungsgrad seiner Aggregate nachhaltig sicher zu stellen.
Und der Anwender darf sich über einen redu- zierten Instandhaltungsaufwand freuen.
Szenenwechsel – wenden wir den Blick weg vom Getriebebau, hin zur Konstruktion der Lagerstel- len von Arbeitswalzen für Walzwerke.
Kraft, Hitze, Feuchtigkeit – die Fertigungsstraßen der Stahlblech- Erzeuger arbeiten unter extremen Bedingungen alle Komponenten der Warmwalz-Anlagen sind hohen Anforderungen ausgesetzt, insbesondere die Lagerung der Arbeitswalzen.
Denn die schweren Walzen müssen nicht nur präzise laufen, sondern sich auch möglichst Metallische Zwischenlagen sind Schichtbleche, deren hauchdünne Folienlagen sich mit dem Handmesser maßgenau „abschälen“ lassen.
Typischer Fall: Zwi- schenlagen aus un- legiertem Edelstahl werden auf ein massives Getriebeelement der gleichen Geometrie auf- geklebt.
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