In der Gestalt dünner Platten dienen sie als Sockel- Ausgleich bei der exakten Positionierung von Spritz- gießmaschinen in der Form flacher Ringe halten sie in Getrieben den definierten Abstand zwischen Antriebs- welle und Achse als winziger Stellring sichern sie die Justage des Spannkopfes in Werkzeugmaschinen und, und, und – metallische Zwischenlagen erfüllen heute ganz unterschiedliche Aufgaben.
Allgemein darf man vielleicht sagen: Wo immer Bauteile manuell montiert werden oder Relativbewegungen in Baugruppen der exakten Abstimmung bedürfen, gleichen sie im Diens- te von Effizienz, Sicherheit und Qualität selbst kleinste Toleranzen aus.
Und um es vorweg zu nehmen: Der systematische Einsatz von Zwischenlagen kann höchst erfreuliche Konsequenzen nach sich ziehen – und zwar gleich an mehreren Stellen der Wertschöpfungskette! Nähern wir uns dem Thema zunächst über einige konkrete Anwendungsfälle.
Zum Beispiel die An- triebstechnik: Für viele Hersteller dieser Branche gelten metallische Zwischenlagen längst als unver- zichtbare Zulieferteile.
Und das hat gute Gründe.
Zum einen lässt sich mit den Pass- und Schichtblechen der Toleranzausgleich direkt in die Baugruppen „hinein konstruieren“ zum anderen sind die Baugruppen auf diese Weise bestens vorbereitet für die zügige Mon- tage.
Das mittelständische Familienunternehmen Ge- org Martin liefert seine metallischen Zwischenlagen beispielsweise in Gestalt einbaufertiger Ringe und Ronden in den Getriebebau von Voith Turbo.
Laminierte Mikrometer Georg Martin gehört in Europa zu den führenden Entwicklern und Herstellern von Zwischenlagen in maßgefertigten Geometrien und Dimensionen.
Die Getriebebauer von Voith Turbo versorgt der Zulieferer mit kundenspezifisch ausgeführten Zwischenlagen seiner Produktlinie M-Tech L.
Sie bestehen aus un- legiertem Edelstahl, die auf ein massives Getriebe- element der gleichen Geometrie aufgeklebt werden.
www.scope-online.de Mai 2010 16 Zulieferer Titelthema hh Die Null-Toleranz-Konstruktion bleibt graue Theorie.
In der Praxis verzeich- nen montierte Baugruppen immer ein allerletztes Quentchen Restspiel.
Deshalb setzen viele Hersteller metallische Zwischenlagen aus Schicht- blechen ein, die diese Ungenauigkeiten ausgleichen.
Von Zulieferer Georg Martin erfuhr SCOPE-Redakteur Michael Stöcker, welche Auswirkungen der Einsatz maßgenau gefertigter Zwischenlagen für die gesamte Wertschöpf- ungskette haben kann.
Dünnes Zwischeneinander Das Unternehmen Die Georg Martin GmbH hat ihren Hauptsitz in Dietzenbach in Hessen.
Das mittelständische Familienunternehmen wurde 1945 gegründet und wird heute in zweiter und dritter Generation von Herbert Martin und seinem Sohn Chris- toph Martin geführt.
Es fertigt Laser-, Stanz- und Tiefziehteile und zählt im Bereich der metallischen Zwischenla- gen zu den europäischen Marktführern.
Zu den Hauptabnehmern der Blechteile gehören der Fahrzeugbau, die An- triebstechnik, die Luftfahrt- und Baumaschinen-Industrie sowie die Kraftwerkstechnik, die Fertigungstechnik und die Papiermaschinen-Industrie.
Das Unternehmen ist zertifiziert nach DIN EN ISO 9001:2000, DIN EN ISO 14001 und hat eine Lieferantenfreigabe nach DIN ISO 9100P (Airbus).
Außerdem verfügt es über Lieferanten-Zertifikate von Rolls Royce und Eurocopter.
Die Produktion erfolgt RoHS-, PFOS- und REACH-konform.
Martin erzielte 2009 ei- nen Umsatz von 7,6 Millionen Euro und beschäftigt derzeit 75 Mitarbeiter.
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