SCOPE: Herr Schrank, Parker Hannifin hat den selbstgestellten Anspruch, in jedem Markt, auf dem Sie aktiv sind, die Nummer eins zu sein oder zu werden – wie nahe sind Sie diesem Ziel in Deutschland? Schrank: In Deutschland sind wir die starke Nummer zwei, welt- weit sind wir bereits seit langem die Nummer eins.
Fest steht, dass Parker eine zentrale Position in Deutschland einnimmt, und nach den USA ist es der wichtigste Markt für uns.
Im di- rekten Vergleich der Beschäftigten in Europa belegen wir mit rund 4.500 Mitarbeitern die Spitzenposition und wachsen stets – personell aber auch in Bezug auf Innovationen, die wir zügig in den Markt einführen.
So kommen wir unserem Ziel ständig näher, auch in Deutschland die Nummer eins zu werden.
SCOPE: Wie sind Sie in Deutschland aufgestellt? Schrank: In Deutschland sind wir, wie gesagt, sehr stark ver- treten.
In Kaarst bei Düsseldorf liegt das Herz der deutschen Parker-Organisation, hier sitzt die Zentrale für den Vertrieb.
Der Bereich Dichtungstechnik von Parker Prädifa befindet sich in Pleidelsheim und Bietigheim in der Region Stuttgart.
Insgesamt gibt es über 20 Standorte in Deutschland, in Bremen haben wir zum Beispiel ein Werk für Hydraulikzylinder.
Hier werden u.
a.
innovative Zylinder aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK) gefertigt, die um bis zu 80 Prozent leichter als Stahlzylin- der sind.
In Mainz-Kastel ist die Zentrale der europäischen Luftfahrtindustrie.
Auch in der Luft- und Raumfahrt ist Parker ein führendes Unter- nehmen und bekannt als Zu- lieferer für Hydraulik, Flug- steuerungs- und Kontrollsys- teme und für Treibstoffsyste- me und Komponenten.
SCOPE: Welcher der von Ihnen geführten Bereiche generiert denn den größten Umsatz? Schrank: In Deutschland halten sich der Verbindungstechnik- und der Hydraulikbereich ungefähr die Waage, mit einem kleinen Plus bei der Hydraulik.
Aber auch der Automatisierungsbereich, hier sind bei uns Pneumatik und Elektromechanik zusammenge- fasst, wächst kontinuierlich.
Durch die Integration der Marken Domnick Hunter, Hiross, Zander, Legris, KV, Rectus und Origa verfügt Parker inzwischen über eines der größten Angebote an pneumatischen Produkten und Systemlösungen im Markt.
SCOPE: Welche Branchen haben Sie hauptsächlich im Fokus? Schrank: Wir sind organisatorisch entsprechend der wichtigen Marktsegmente aufgestellt.
Das sind der industrielle Sektor, der mobile Sektor, die Automation, die Prozesssteuerung und Life Science.
Im Industriesektor decken wir im Wesentlichen die Werkzeug- maschinen, die Kunststoffmaschinen, den Automotivebereich und Marine sowie Power Generation ab.
Nach wie vor sind wir im Bereich der konventionellen Energieerzeugung tätig, wobei der Bereich Erneuerbare Energien derzeit stärker ausgebaut wurde.
Vor kurzem haben wir das globale Centre of Excellence für erneuerbare Energien in Kaarst eröffnet.
Hier handelt es sich um ein Kompetenzzentrum für Systementwicklung, Markt- www.scope-online.de April 2012 16 Wortwechsel hh Mit einem Jahresumsatz von über zwölf Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2011 ist Parker Hannifin der weltweit führende diversifizierte Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechno- logien und -systemen.
Über die Bedeutung des Unternehmens in Deutschland sprach SCOPE-Chefredakteur Hajo Stotz mit Günter Schrank, Geschäftsführer von Parker Hannifin in Kaarst.
„Die Nase vorn“ „Die Nase vorn“ Für 55 Länder in sechs Kontinenten Das Unternehmen Parker Hannifin entwickelt und konstruiert ausgereifte Lösungen für eine Reihe von mobilen, industriellen sowie Luft- und Raumfahrtmärkten.
Sein Hauptsitz befindet sich in Cleveland, Ohio.
Mit einem Jahresumsatz von über zwölf Milliarden US-Dollar im Geschäftsjahr 2011 ist das Unter- nehmen der weltweit führende diversifizierte Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnologien und -systemen.
Es beschäftigt rund 58.000 Mitarbeiter in 47 Ländern.
Das breit gefächerte Angebot von Pro- dukten und Dienstleistungen steht für 55 Länder in sechs Kontinenten zur Verfügung.