Kennziffer April 2012 8 Magazin hh Positiver Ausblick Für deutsche Unternehmen gibt es der- zeit trotz anhaltender Schuldenkrise und Rezession in der Peripherie der Eu- rozone sowie geringerer Wachstumsra- ten in Deutschland keinen Anlass zur Sorge.
Der Deutschland-Index des Wirt- schaftsinformationsdienstes Hoppens- tedt360 prognostiziert auch im Febru- ar abermals weniger Unternehmensaus- fälle für die kommenden zwölf Monate.
„Aktuell befinden sich die Unterneh- men in einer Pufferzone“, erläutert Martin Zuberek, Direktor und Risikoex- perte bei Hoppenstedt360.
„Durch die guten Jahre 2010 und 2011 haben die Unternehmen genügend Grundlage, die leichte Schwächephase ohne Probleme – sprich ohne steigende Anzahl an In- solvenzen – zu überstehen.“ Der Deutschland-Index lag im Febru- ar 2012 bei 91,1 Prozent und damit 0,8 Prozentpunkte niedriger als im Vormo- nat.
Konkret heißt das: Zum Februar 2012 verzeichnet der Wirtschaftsinfor- mationsdienst einen Rückgang der Aus- fallrate deutscher Unternehmen um 8,9 Prozentpunkte, bezogen auf den Refe- renzwert 100 am Ende des Jahres 2010.
Nach einer längeren Seitwärtsbewegung im 2.
und 3.
Quartal 2011 sank die Aus- fallrate von Dezember 2011 bis heu- te noch einmal deutlich.
Das Risiko für die Unternehmen, binnen der folgenden zwölf Monate auszufallen, ist damit ge- ringer als noch vor einem Jahr, und das trotz schwächerer Wachstumsaussichten für das laufende Jahr.
Das zeuge ein- deutig davon, dass die Unternehmen in Deutschland bestens aufgestellt sind.
„Nach dem leichten Minus von 0,2 Prozent beim Wirtschaftswachstum im letzten Quartal 2011 und den Unwäg- barkeiten bezüglich der Euroschulden- krise und ihrer Bewältigung können wir für das jetzige Quartal wohl mindestens mit einer schwarzen Null beim Wachs- tum rechnen“, prognostiziert Zuberek.
Weiter heißt es: Sowohl die stabile Bin- nennachfrage als auch die weiterhin guten Aussichten bei den Exporten wer- den binnen Jahresfrist für ein geringes Wachstum von 0,4 Prozent sorgen, was jedoch ausreiche, Unternehmen und Beschäftigung in Deutschland zu si- chern.
kf Deutschland-Index Kennziffer Hoppenstedt360, Darmstadt, Tel.
06151/380-0, Fax 380-360, ww.hoppenstedt360.de Leserbrief Gekürzt und anonymisiert: „In 30 Jahren als selbstständiger Konstrukteur im Maschinen- und An- lagenbau war einiges an Anforderungen und Bandbreite vertreten und ich habe auch immer gerne und viel gearbeitet.
Nun ist das Maß voll bis Oberkante Unterlippe und ich werde das Handtuch werfen.
Warum? Trotz (angeblichem) Fachkräftemangel und (ebenso gelogen) vollen Auftragsbü- chern erhalten Freelancer wie ich, trotz guter Referenzen, keine kostende- ckenden Aufträge mehr.
Und 35 Euro, was derzeit gehandelt wird, sind für 3D-Konstrukteur-Jobs (ProE/ Catia V5) in den o.g.
Bereichen nicht mehr kostendeckend für einen Selbstständigen, der davon alle Kosten wie KV, RV, Hard- und SW, Schulungen sowie Reisekosten und Steuern bestreiten muss.
Schuld sind diese Sklavenhändler, die durch das Verramschen von „Spezialisten“ dafür sorgen, dass die Preise permanent fallen - nach Ab- zug der Kosten, die ein Freelancer hat, unter ein Niveau, bei dem sich ein Teilezusammenstecker am Band nur ein müdes Lächeln abringt.
Und das dann noch ohne Risiko.
Nein, jetzt ist Schluß.
Wenn die Tätigkeit des Kons- trukteurs auf Prostitutionslevel absinkt, wo es dann nur noch drum geht : mit oder ohne Gummi, bin ich aussen vor.
Wenn diese Einkäufervollpfosten in den Firmen ihre Entscheidung nur noch an einem möglichst niedrigen Stundensatz festmachen, dann ist das nicht mehr meine Welt.“ Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis Die Schaeffler AG hat 2011 bei Umsatz und Ergebnis die Spitzenwerte von 2010 über- troffen.
Der Umsatz konnte zum ersten Mal in der Firmengeschichte die zehn Milliar- den Euro Marke überspringen und stieg um 13 Prozent auf rund 10,7 Milliarden Euro.
Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um zwölf Prozent auf rund 1,7 Milli- arden Euro.
Der Vorstandsvorsitzende der Schaeffler AG, Dr.
Jürgen M.
Geißinger, sagte anlässlich der Bilanzpressekonfe- renz: „Nach dem bereits sehr guten Vorjahr konnten wir unser Ergebnis in 2011 in al- len Bereichen nochmals verbessern.
Dies unterstreicht den großen Einsatz unserer Mitarbeiter weltweit.
Als global ausgerich- tetes Unternehmen sind wir mit unserem breiten Portfolio von Komponenten und Systemen für die Automobilindustrie und die industriellen Sektoren strategisch sehr gut aufgestellt.“ Die Entwicklung für das Gesamtjahr 2012 sieht das Unternehmen verhalten optimistisch.
„Der zu Beginn des zweiten Halbjahres 2011 beobachtete Trend hat sich fortgesetzt.
Wir sehen der- zeit eine Eintrübung der Nachfrage auf den europäischen Märkten.
Weltweit entwickelt sich unser Geschäft aber weiter positiv.
Wir rechnen gegenwärtig damit, dass das glo- bale Wirtschaftswachstum im Jahresver- lauf 2012 anziehen wird“, sagte Dr.
Geißin- ger.
„Wachstumsimpulse erwarten wir ins- besondere aus Nordamerika sowie aus Chi- na, Indien und Russland.
Auf dieser Basis streben wir in 2012 ein Umsatzwachstum von mehr als fünf Prozent an.“ Mehr De- tails lesen Sie unter www.scope-online.de mit Eingabe der Kennziffer.
lg Dr.
Jürgen M.
Geißinger Wälzlager Kennziffer Schaeffl er, Herzogenaurach, Tel.
09132/82-0, Fax 82-4933, www.schaeffl er.de www