Der Gesamtumsatz der Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) liegt hierzulande bei über 1 Milliarde Euro pro Jahr.
Er wird von etwa 250.000 Beschäftigten erarbeitet.
Angesichts dieser Zahlen wundert es nicht, dass diese Werkstätten neben dem sozialen Aspekt auch einen erheblichen Wirtschaftsfaktor darstellen.
Selbstverständlich sind auch hier Maßnahmen zum Arbeits- schutz zu treffen.
Dabei kommt der Ausstattung der Werkstätten eine besondere Bedeutung zu und im Hinblick auf die Betriebs- mittel auch dem Arbeitsschutz, der gemäß den einschlägigen Normen und Richtlinien auszuführen ist.
Auch die Behinder- tenwerkstätten Oberpfalz Betreuungs-GmbH in Cham unterliegt diesen Bestimmungen.
Dort hat man schon seit 1972 das Ziel, behinderte Menschen ins tägliche Leben und in die Welt der Arbeit einzubinden.
Die in Cham installierte Boschert Maschine vom Typ Compact Rotation Index ist eine günstige CNC-Stanze.
Sie hat einen Arbeitsbereich von 1060 x 2080 mm und eine Stanzkraft von maximal 280 kN.
Die maximale Blechdicke liegt bei 12,7 mm.
Die Maschine überzeugt durch ihre Vielseitigkeit.
Beispielsweise können mit Software-Funktionen (Drehen, Wenden, Nachsetzen etc.) auch größere Werkstücke gefertigt werden.
Eine stufenlose Drehung aller Werkzeuge bis zum Durchmesser 105 mm ist mög- lich.
Die Gefahrenpotenziale bei einer solchen Maschine liegen im sich bewegenden Werkstück, dem Blech, in der Zuführung, im Werkzeug sowie im Wechsler.
Die klassische, etablierte Si- cherheitslösung für diese Maschinenart ist die Zugangssicherung mit Mehrstrahl- Sicherheits-Lichtschranken – rundum oder mehrseitig, wie in Cham.
Zum Einsatz kommen hier die neuen Typ 4 Mehrstrahl- Sicherheits-Lichtschranken der Baureihe MLD 500 von Sensorhersteller Leuze Elect- ronic.
Er führt sie seit Anfang 2010 und die Anzahl der Installationen nimmt vor allem im Bereich der Blechbearbeitungsmaschinen stetig zu.
Hier sind mehrseitige Zugangssicherungen bzw.
Rundumabsi- cherungen mit Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken wegen des Kosten-Nutzen-Aspekts der Stand der Technik.
Josef Lankes, in den WfbM Cham zuständig für den Betriebsmittelbau, sagt dazu: „Bei uns wird großer Wert auf die Sicherheit gelegt.
Des- halb passieren hier mit unserem Personal sogar weniger Unfälle als im Otto-Normal-Betrieb.“ Umstieg auf CNC Den gestiegenen Anforderungen der Industrie begegnet er mit einer modernen Produktionslandschaft und durchorganisierten Prozessen.
So wurde in den 1990er Jahren der Umstieg auf die CNC-Technik im Betrieb vollzogen.
Zudem denkt Lankes erfolgs- orientiert.
Im Bezug auf die Arbeitssicherheitssensoren bedeu- tet das für ihn primär: „Die Funktion muss gewährleistet sein.“ Bei den MLD Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken kann er ganz sicher sein.
Auf diese Sensoren ist Verlass – selbst bei -30°C und bei Reichweiten bis 70 Meter arbeitet das Sender-Empfän- ger-System zuverlässig.
Freistehende optoelektronische Schutzeinrichtungen wie hier in Cham unterliegen besonderen Anforderungen hinsichtlich der Montage, Stabilität und Justagequalität.
Die UDC Befestigungs- säulen zusammen mit den UMC Umlenkspiegelsäulen von Leuze Electronic ermöglichen die stabile Montage der Lichtschranken www.scope-online.de Februar 2012 34 Elektrotechnik + Elektronik hh Allerlei verschiedene Werkstücke fertigen die Behinderten-Werkstätten in Cham.
Darunter befinden sich auch komplexe Vorrichtungen.
Entsprechend vielfältig ist der Maschinenpark – von der Säge über die Stanzmaschine bis hin zum Schweißgerät.
Das Thema Arbeitsschutz beleuchtet unser Beitrag beispielhaft am Einsatz von modernen Mehrstrahl-Sicherheits-Lichtschranken.
Unversehrt Unversehrt trotz Handicap Seit fast 50 Jahren befasst sich Leuze Electronic mit Optoelektronik und bietet darüber hinaus ein Komplettpro- gramm berührungslos wirkender Schutzeinrichtungen sowie Auswerte- und Signalgeräte an.
Stammsitz des Unternehmens ist Owen – ein weiterer Standort Fürstenfeldbruck.
Mit 763 Mit- arbeiter erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von 110 Mio.
Euro.
Weltweit ist es mit 16 Tochtergesellschaften vertreten.