Kennziffer 20 „Fortschritt ist unser wichtigstes Produkt“ – der Slogan von General Electric aus den 1970ern steht noch immer für typische Investitionsgü- ter-Werbung.
Technische Erfolge und verbesserte Produktmerkmale stehen im Mittelpunkt.
Die Ansprache des Kunden erfolgt rein rational.
Ganz anders die Konsumgüter-Werbung.
Hier sind Emotionen pur gefragt.
Besonders erfinderisch bei der „Ge- fühlserweckung“ der Kunden ist die Autoindustrie.
Die Autobauer spie- len auf der Gefühlsklaviatur ihrer Zielgruppe wie einst Jimi Hendrix auf seiner Les Pauls und sprechen mit der Verheißung von Sportlich- keit und Dynamik eine immer ältere Kundschaft an.
Das Durchschnitts- alter des Neuwagenkäufers liegt inzwischen bei 50,9 Jahren! Der Anteil der Käufer, die jünger als 40 Jahre sind, sank von 23,3 (2006) auf 20,2 % (2011).
Gleichzeitig stieg der Anteil der Ü-70-jährigen von 9,5 auf 11,4 %.
Herausragend ist Mercedes mit einem Durchschnittsalter des Neuwagenkäufers von 55,8 Jahren.
Getoppt wird das nur noch von Jagu- ar (56,1 Jahre).
Mit stattlichem Ein- satz versuchen die Schwaben daher ihr Senioren-Image zu entstauben.
Das geschieht mit „sportlicheren“ Modellen wie der neuen A-Klasse, die nicht mehr als Rentner-Porsche wahrgenommen werden soll, sowie jugendlich-sportlichen und – für Mercedes-Verhältnisse – „frechen“ PR-Botschaften.
Sowas kann aber auch ins Auge gehen.
Ausgerechnet in den USA warb Daimler-Boss Dieter Zetsche mit der Parole „Viva la revolu- ción!“ vor dem übergroßen Konterfei von Che Guevara.
Der Kubaner mit wehenden Locken, Macho-Blick und anstelle des roten Sterns prangte an seiner Mütze ein Daimler-Stern.
Ein wahrlich grandioser Einfall! Der dann auch gründlich in die Hose ging: Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (wo Teilen Kommunismus heißt) löste er einen Sturm der Entrüstung aus, insbesondere unter Exil-Kubanern.
Daimler musste sich entschuldigen und versichern, nicht mehr mit Che‘s Konterfei zu werben.
Auch hierzulande trat der Au- tobauer bei einem Versuch, sport- lich-schnoddrig zu werben, einer einflussreichen Gruppe auf die Hufe: „Mehr als 200 Pferde und weniger Emissionen als eine Kuh“ – so hatte er Anfang 2012 für seine M-Klas- se geworben.
Für den Deutschen Bauernverband ein „unerträglicher Fehlgriff“: „Die Kuh ist der ideale Ressourcennutzer (...), eine Leis- tung, mit der Ihr Geländewagen (...) nicht konkurrieren kann.“ Wieder musste Daimler zurückziehen.
Bisweilen freilich kommt Werbung der Wahrheit unbequem nahe.
Etwa wenn Haarwuchsmittel-Hersteller Alpecin („Doping für ihr Haar“) Jan Ulrich am 7.
Februar als Marken- botschafter präsentiert und eben jener zwei Tage später vom Sport- gerichtshof CAS als Doping-Sünder verurteilt wird.
In die Hose Editorial Hajo Stotz, Chefredakteur E-Mail: stotz@hoppenstedt.de Kennziffer Intelligente Wärme.
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