nardo da Vinci seien schon alle Maschinenelemente weitestgehend bekannt, erläutert Hans-Michael Weller.
Man müsse sie nur richtig mischen und in- telligent zusammenstellen, dann bekomme man ein neues Produkt.
Aus der Drucktechnik seien beispiels- weise Lösungen seit langem bekannt, um zwischen den Druckwalzen den Papierzug aufrechtzuerhalten.
„Das wird durch sogenannte Überlagerungsgetriebe realisiert“, erläutert der Hainbuch-Geschäftsführer, „in die eine zweite Drehzahl eingeleitet werden kann.
Das haben wir aufgegriffen.
Mit einem Überlage- rungsgetriebe haben wir den Vorteil, dass wir keine Regelungstechnik mehr für die Synchronisation benötigen.
Das ist der entscheidende Gag, der hinter der ganzen Entwicklung steckt.“ Raus mit der Hydraulik Die Werkzeugmaschine muss für den Hainbuch-Elekt- rospanner auch nicht in jedem Fall neu ausgelegt werden, denn es sind zwei Einsatzvarianten möglich.
Die erste: „Man bietet den Elektrospanner und alles, was dazu notwendig ist, wie Servo-Verstärker, ist in einer Black-Box“, erläutert Weller.
„Diese Lösung kann direkt gegen den Hydraulikspanner ausge- tauscht werden.
Das haben wir hier im Haus auch mit einer ganz normalen Standardmaschine realisiert.“ Diese Lösung stößt vor allem bei Herstellern von einfachen zyklisch gesteuerten Drehmaschinen auf großes Interesse.
Die werden in der Regel ohne Hy- draulik gebaut.
Doch es kommt nachträglich immer wieder der Wunsch bei Kunden auf, an der Maschine dann doch noch ein kraftbestätigtes Spannmittel einzusetzen.
„Dann müssen diese Hersteller eine sehr teure Hydraulik nachrüsten“, erklärt Weller.
„Für solche Fälle ist die elektrische Alternative natürlich ganz erheblich günstiger.
Bei der Ideenfindung haben wir eigentlich an solche Maschinen gar nicht gedacht.
Unser Fokus waren Produktionsmaschi- nen, bei denen es auf Schnelligkeit beim Spannen ankommt.“ Dieser Aspekt wird bei der zweiten Variante, die Hainbuch anbietet, wohl eher zum Tragen kommen: Dabei wird der Elektrospanner steuerungstechnisch in die Maschinensteuerung integriert.
Für die Neu- konstruktion ist das die sinnvollere Variante, wie auch Weller bestätigt: „Viele Maschinenhersteller, die sich das Konzept angesehen haben, sind von den damit verbundenen Möglichkeiten begeistert.
Denn sie können mit den Möglichkeiten, die der Elektro- spanner bietet, die Wertigkeit ihrer Maschinen noch steigern.“ Durch die Einbindung in die Maschinen- Software besteht zum Beispiel die Möglichkeit, im laufenden Bearbeitungsprozess die Spannkräfte dem Bearbeitungsstatus anzupassen: Höhere Spannung beim Schruppen oder geringere Spannung beim Be- arbeiten des dünnwandigen Endproduktes.
Zudem können durch das integrierte Wegmess- system Daten vom Spanner zur Steuerung zurück- gemeldet werden und dem Maschinenbediener mitgeteilt werden, dass er das Teil noch stärker spannen oder den Spanner noch einen Millimeter weiter öffnen muss.
„Theoretisch können wir damit www.scope-online.de Februar 2010 16 Produktionstechnik + Werkzeugmaschinen Titelthema Olivier Löbert , Team- leiter Produktmanage- ment bei Hainbuch: „Wenn das Werkzeug gespannt ist, hat der Elektromotor keine Ar- beit zu verrichten.“ Mit 1.580 Seiten ist die Bezeichnung „Handbuch” für das Springer Handbook of Mechanical Engineering ein wenig irreführend - aufs Gewicht bezogen.
Aber zutreffend, wenn es um den Inhalt geht.
Das englisch-sprachige Buch behandelt alle für Ingenieure wichtigen Grundthemen (Mechanik, Kinematik, Thermodynamik, Energie..) sowie Spezialthemen wie Mechatronik und Robotik, Transport und Logistik, Automobilbau, Biomechanik oder Optik.
Jedes Thema wird detailliert, aber dennoch gut verständlich behandelt.
Für den schnellen Informationszugriff ergänzt eine DVD das Buch.
Die Autoren, Prof.
Karl-Heinrich Grote und Prof.
Erik Antonsson, lehren an den Unis Magdeburg und Pasadena.
Grote ist zudem Autor des Dubbel.
Springer Verlag, 12/2009, 1.580 Seiten, 266,43 Euro