www.scope-online.de Februar 2010 15 Synchronisation sowie der Unterhaltskosten zahlen sich die rund 8.500 Euro für den Elektrospanner sehr schnell aus – in eineinhalb Jahren hat sich unser Spanner amortisiert“, rechnet Produktmanager Lö- bert vor.
„Denn das ganz Besondere, was uns auch von anderen Elektrospannern abhebt, ist, dass nur dann wirklich Strom verbraucht wird, wenn er betä- tigt wird.
Wenn das Werkzeug gespannt ist, hat der Elektromotor keine Arbeit zu verrichten.“ Elektrospanner sind eigentlich schon lange be- kannt, bereits das erste Patent von 1936 zitiert noch ältere Konstruktionen.
„Es gibt am Markt zwar bereits etliche Elektrospanner“, erklärt auch Geschäftsfüh- rer Weller.
„Doch die haben mit unserer Entwicklung nichts gemeinsam.
Die verfügen über einen zweiten Elektromotor, der im Prinzip nichts anderes macht, als synchron die Drehzahl der Spindelmotoren zu halten.
Wenn man dann ein Stück weiter spannen will, dann gibt der zweite Elektromotor ein wenig mehr Gas.“ Wenn man sich aber vorstelle, wie hoch- dynamisch heute solche Maschinenspindeln die Drehzahlwechsel fahren, könne man nachvollziehen, welche Anforderungen entstehen, um das synchron zu halten.
Weller: „Spätestens wenn die Drehrichtung zum Beispiel geändert werden muss, stoßen diese Konstruktionen an ihre Grenzen.
Bei unserem Elekt- rospanner ist das überhaupt kein Thema.
Der funkti- oniert wie ein hydraulischer Spannzylinder – bis auf die enormen Vorteile der Energieeinsparung und die Möglichkeit, die Spannkraft im laufenden Betrieb zu verstellen.
Auch bei Not-Aus ist das System absolut sicher, das Werkstück bleibt gespannt.“ Kein zweiter Antrieb Erreicht haben das die Schwaben durch einen grundsätzlich anderen Konstruktionsansatz.
Von allen bereits am Markt befindlichen Elektrospannern unterscheidet sich der Spanner aus Marbach durch den Verzicht auf einen zweiten Antriebsmotor, der normalerweise synchron zur Spindel die Stellmutter der Spanneinheit antreibt.
„Diese Drehzahl synchron zu halten, wäre vor zwanzig Jahren noch unmöglich und vor fünf Jahren immer noch ein großes Problem gewesen“, beschreibt Geschäftsführer Weller die Pro- blematik.
„Die Steuerungstechnik war einfach noch nicht dynamisch genug.
Heute geht das.“ Doch das Problem konventioneller Elektrospanner sei bis heute der Stromausfall.
„Bei Not-Aus hebt sich die Synchronisation auf“, erklärt Weller, „und dann löst sich der Spannzylinder.
Das darf er natürlich nicht.
Daher war unsere Überlegung: Wie kommt man von dieser Synchronisationsaufgabe weg?“ Als Lösung kamen die findigen Hainbuch-Ingeni- eure schließlich auf die Idee, auf den zweiten Motor zu verzichten und stattdessen den Spindelmotor als Synchronisationsmotor zu nutzen.
Weller: „Deshalb hat unser Spanner einen zweiten Riemen.“ Seit Leo- Die neue Hohlspannzylinder-Generation von Hainbuch kommt völlig ohne Hydraulik aus.
Und verbraucht da- durch auch deutlich weniger Energie.
(Bilder: Hainbuch) Hans-Michael Weller, Technischer Geschäfts- führer, Hainbuch: „Auch bei Not-Aus ist das System absolut sicher, das Werkstück bleibt gespannt.“