SCOPE: Herr Weiss, gegründet wurde die Weiss GmbH vor 40 Jahren in Ludwigsburg, heutiger Firmensitz ist Buchen im Oden- wald.
Was zog sie ins Outback? Weiss: Mein Vater hat die Firma im Alter von 25 Jahren im um- gebauten Kuhstall in Ludwigsburg gegründet.
Aber nach fast 20 Jahren dort hatten wir weder auf dem damaligen Gelände noch am Standort bezahlbare Expansionsmöglichkeiten.
Mein Vater hat sich dann – übrigens zusammen mit Willi Pfannenschwarz, dem Geschäftsführer des damaligen und auch heutigen Nach- bar-Unternehmens und Müsli-Herstellers Seitenbacher – auf die Suche nach Alternativen gemacht.
Fündig wurden beide in Buchen, wo sie mit offenen Armen empfangen wurden.
Beide Unternehmen haben sich seit dem Umzug erfolgreich entwi- ckelt, und auch die Familien haben bis heute engen Kontakt.
Glücklicherweise hatte der Bürgermeister meinen Vater dazu gedrängt, wesentlich mehr Grund zu kaufen, als der damals für die 12-Mann-Firma benötigte.
Heute, mit über 160 Mitarbeitern, sind wir froh über die Expansionsmöglichkeiten.
Und nach wie vor gestaltet sich die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sehr partnerschaftlich, wie wir auch bei der letzten Bau- erweiterung wieder be- merkt haben.
Für unseren Neubau hätten wir eine öffentliche Strasse unter- tunneln müssen.
Durch den Verkauf der Strasse hat uns die Gemeinde hier sehr geholfen.
So konn- ten wir die neue Halle logistisch optimal anschließen, die neue Strasse läuft nun um unser Gelände herum.
Im Übrigen scheint es zwar, dass wir hier in Buchen im Middle-of-Nowhere sind, aber eigentlich liegen wir recht zentral.
50 Prozent unserer Kunden sind im süddeutschen Raum.
Und in einer Stunde sind wir in Frankfurt und Stuttgart.
SCOPE: Sie haben, trotz erstmals rückgängiger Umsatzzahlen, in den letzten Monaten erheblich in die Produktion investiert und eine neue Produktionshalle gebaut.
Sind Sie zuversichtlich, dass die Krise bald ein Ende hat oder würden Sie die Investitionsent- scheidung heute so nicht mehr treffen? Weiss: Doch – heute vielleicht mit kleinen Einschränkungen.
Denn natürlich ist die derzeitige Lage eine Ausnahmesitu- ation.
Aber wir nutzen diese Zeit, um unsere Stärken weiter auszubauen.
Und dazu gehört eindeutig unsere 100-prozentige Fertigungstiefe.
Darin steckt auch ein Stück Autonomie, darin steckt auch Sicherheit für den Kunden: er hat zum Beispiel keine Anpassungsprobleme, wenn er Rundtische, Platten und Gestelle www.scope-online.de Februar 2010 12 Wortwechsel Mit „Technik, die begeistert“, wird man auf der Internetseite des Automatisierungsspezialisten Weiss begrüßt.
Dass das nicht nur ein leerer Slogan ist, bemerkte Chefredakteur Hajo Stotz beim Gespräch mit Uwe Weiss.
Der 36-jährige Geschäftsführer und seine Mannschaft sind überzeugt, dass Innovationen und Qualität auch in schwierigen Zeiten punkten.
„Das Blatt „Das Blatt wendet sich“sich“ wendet Wachs raus, Präzision rein Cirex ist ein Feingussunternehmen mit anspruchsvollen Kunden aus der ganzen Welt.
Bei der Revision der Gießstation für das eingesetzte Wachsausschmelzverfahren entstand ein Abkühlkarussell, das scheinbar wi- dersprüchliche Anforderungen an den als Basis verwendeten Drehtisch stellte.
Eine Spezialentwicklung aus dem Hause Weiss stellte sicher, dass eine der ältesten Gusstechniken auch weiterhin ihren Platz unter den industriellen Fertigungsverfahren behauptet.
Den vollständigen Anwenderbericht sowie die Weiss-Unterneh- mensdaten finden Sie unter www.scope-online.de mit Eingabe der Kennziffer 1401.
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