Antriebsteller von 500 Kilonewton dyna- misch und 1.000 Kilonewton statisch, eine Mittenöffnung von zwei Metern und ein frei programmierbarer Antrieb.
Als Mitglied der CR-Familie sollte der Neue natürlich deren Charaktereigenschaften erben: fl ache Bauweise, Spielfreiheit und optimale Kraftübertragung sowie ein weit außen liegender Antrieb, der sich zur ein- fachen Inbetriebnahme selbstverständ- lich mit der herstellereigenen Application Software versteht.
Axial, radial – oder beides Damit der Neue diesen Anforderungen gerecht werden konnte, waren einige technische Hürden zu bewältigen.
Dank der hohen Eigenfertigungstiefe kann Weiss nicht nur die Qualität kontrollieren und garantieren, sondern auch Großteile mit langen Lieferzeiten schneller beschaf- fen.
Ein solches Teil war das Lager, das Herzstück des Drehtisches, das so na- türlich in keinem Katalog zu fi nden ist.
Doch die Entwicklung eines sogenannten YRT-Lagers, einer Kombination aus zwei Axial- und einem Radialla- ger, ist eine zeitaufwändige Sache.
Um den Prozess zu beschleunigen, haben die Konstruktionsingenieure bei der Entwick- lung der Lagerkäfi ge mit Kollegen beim Lagerlieferanten Schaeffl er zusammenge- arbeitet.
So konnte die gesamte Entwick- lungszeit für den CR 2600 auf ein halbes Jahr gedrückt werden.
Manfred Hahl war zufrieden, als er im Februar 2010 „seinen“ Schwerlasttisch im Werk Eisenach der EDAG in Betrieb nehmen konnte und lobt die Zusammen- arbeit bei der Entwicklung: „Unsere Un- ternehmen verbindet eine recht ähnliche Philosophie: Wir schätzen beide techno- logiegetriebene Entwicklungen mit einem hohen Grad an Eigenfertigung.
Mit Qua- lität, Innovation und Prozessoptimierung im eigenen Unternehmen zeigen wir, dass eine Fertigung in Deutschland mehr als wettbewerbsfähig ist.“ Beweis dafür ist sicherlich auch die Fer- tigungsanlage, in der der erste CR2600 seinen Dienst versieht.
Durch seine große Öffnung in der Mitte ist der Neue quasi eine in dieser Größe einmalige Kombinati- on eines klassischen Drehtischs und eines Shuttle-Systems, bei dem Roboter von beiden Seiten auf das Werkstück zugrei- fen können.
Derzeit arbeitet das System mit zwei Werkzeugen für zwei Bauteile, sodass auf einem Tisch Heckklappen und Hauben im Mix gefertigt werden kön- nen.
Doch das ist nur eine mögliche Kom- bination für die Anlage, die nach der Er- probung in der eigenen Fertigung von der EDAG als komplettes Produktionssystem unter dem bezeichnenden Namen Com- pact Flex angeboten werden soll.
Die freie Programmierbarkeit des Tisches sowie die Flächeneinsparung durch die Möglich- keit, selbst große Roboter in dessen Zentrum zu positionieren, regen die Phantasie an: Wo mit zwei Me- tern Öffnungsdurchmesser Platz für einen großen Roboter ist, ist natürlich ebenso Platz für zwei oder mehrere kleine Roboter.
Und statt wie derzeit zwei plus zwei können natürlich auch vier oder mehr verschiedene Werkzeuge eingesetzt werden.
Entweder um bei der Kleinse- rienfertigung vier verschiedene Türvarianten auf einer Anlage zu fertigen oder, ähnlich einem Revol- ver bei einem Bearbeitungszentrum, vier verschiedene Werkzeuge in kurzer Folge bereitzustellen – und das mit ei- ner Drehgeschwindigkeit von gerade mal acht Sekunden für 180 Grad.
„Selbst- verständlich lassen sich die freien Positi- onen für die Logistik und das Rüsten der Werkzeuge nutzen“, fügt Manfred Hahl hinzu, „wobei uns die geringe Bauhöhe des Schwerlasttischs von gerade mal 300 Millimeter sehr entgegenkommt.
Denn neben der automatischen Beladung ist damit außerdem die manuelle Bestü- ckung ergonomisch günstig ohne Stufen möglich.“ bw handling Dezember 2011 45 www.handling.de Special Automotive Drehtisch ? Kennziffer 159 Weiss, Buchen, Tel.
06281/5208-0, Fax 5208-99, www.
weiss-international.com Schwerlasttisch CR: Roboter eingelocht.
Wo Platz für einen ist, ist auch Platz für zwei.
Einzeln entnehmbar Türinnenverkleidungen für Pkw sollen vom Zulieferer zum Automobil-Hersteller transportiert werden.
Konkrete Anforde- rungen des Kunden standen am Anfang der Entwicklung von W.
Feil.
Eine hohe Verpackungsdichte und die optimale Ausnutzung der Jumbo-Höhe beim Lkw- Transport zum Automobil-Hersteller bei größtmöglichem Schutz der Bauteile wa- ren die Vorgaben.
Dabei ging es in erster Linie um eine sichere und wirtschaftliche Lösung mit speziellen Funktionsmerkma- len.
So wurde erstmals ein drei Meter hohes, rollbares Gestell entwickelt und produziert, dass in vier Ebenen optimal auf Lkw-Jumbomaße abgestimmt war.
Geschützt in Stoffgefachen ist jede Tür- innenverkleidung zur weiteren Verwen- dung einzeln herausnehmbar.
Gesichert wird das Transportgut mit Türen.
Zum Be- und Entladung beim Hersteller wird das Gestell auf einer Bühne abgesenkt.
Die ergonomische Höhe ermöglicht einfache Bestückung und Entnahme.
Die Vorteile dieser Verpackungslösung ergeben sich aus der höheren Verpackungsdichte, ge- ringeren Verpackungszeiten sowie we- niger Transportschäden.
Das alles spart Kosten.
bw Transportgestell ? Kennziffer 168 W.
Feil, Bestwig, Tel.
02904/980-0, Fax 4873, www.feil.eu Auch diese Ausgabe fi nden Sie als E-Paper im Netz unter www.handling.de