handling Dezember 2011 30 www.handling.de Ident- und Kommunikationstechnik Mder it kompakten RFID-Readern wird Einsatz der Funktechnologie in der Montage von Kleinkomponenten nun besonders einfach.
Vielerorts sind RFID- Systeme der Schlüssel zu vielseitiger und leistungsfähiger Variantenfertigung, wo auf ein- und derselben Produktionsstraße eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte gefräst, gebohrt, gelötet, lackiert oder montiert werden.
Für jedes Produkt wird der Werkstückträger mit einem RFID- Transponder ausgestattet.
Dieser Funk- chip beinhaltet den kompletten Bauplan für das Erzeugnis und kann durch RFID- Reader kontaktlos ausgelesen werden.
Die Daten werden dann den lokalen Automatisierungsgeräten zur Verfügung gestellt, sodass eine SPS, beispielsweise die Simatic S7, die individuellen Bearbei- tungsschritte steuern kann.
Andererseits ist auch das Beschreiben der Transpon- der praktisch beliebig oft möglich, um zum Beispiel den Produktionsfortschritt direkt am Produkt festzuhalten.
Gerade bei der Herstellung besonders kleiner Erzeugnisse wie Metall-Bauteilen oder Elektromodulen ist der Abstand zwischen RFID-Transponder und -Rea- der gering (weniger als 20 Millimeter), da die Werkstückträger (und damit der RFID-Transponder) exakt und nahe über die Förderstrecke geführt werden – schon allein deshalb, weil die Bearbei- tungsmaschinen eine möglichst genaue Positionierung erfordern.
Hier werden aus konstruktiven Gründen sehr kleine RFID-Reader benötigt, die möglichst nah an der Fördertechnik eingebaut wer- den müssen.
Bislang übliche Systeme wie die Hochleistungs-Reader Simatic RF300 mussten hierzu mit einer exter- nen Antenne versehen werden, um den Anforderungen der Mechanik-Planer zu entsprechen.
Oder es wurden Reader mit größerer Reichweite eingesetzt, die aber für die Aufgabe eigentlich überdimensi- oniert sind.
Kompakte Reader zur Steuerung der Produktion Mit Simatic RF200 hat Siemens ein RFID- System entwickelt, das in die bisherigen Antennen-Gehäuse einen kompletten RFID-Reader integriert.
Mit den Abmes- sungen M30 mal 71 Millimeter (RF220R) beziehungsweise M18 mal 71Millime- ter (RF210R) können die Geräte auch in räumlich beengten Verhältnissen ein- gesetzt werden.
Durch das Schraubge- häuse ist nur eine einzige Bohrung not- wendig, sodass die Montage schnell und problemlos erfolgen kann.
Die Reich- weite beträgt bis zu 40 Millimeter beim RF220R selbst der kleine RF210R schafft noch bis zu 18 Millimeter.
Der Reader wird dann an seiner Rückseite mit einem M12-Anschlusskabel, das gleichermaßen zur Kommunikation und zur Spannungs- versorgung dient, an die Steuerung be- ziehungsweise an ein Feldbus-Kommuni- kationsmodul (Communication Module) angeschlossen.
Damit können die Geräte unter anderem an Profi bus- und Profi net- Netzen betrieben werden.
Eine rundum Immer mehr unterschiedliche Produktvarianten zu immer geringeren Kosten herstel- len: Dank Radio Frequency Identifi cation (RFID) können Fertigungsbetriebe dieses scheinbare Dilemma lösen und vollautomatisch bis zur Losgrö- ße eins produzieren.
Kleine Reader ganz groß Neue Systeme vereinfachen den RFID-Einsatz in der Produktion Besonders praktisch: Die dreifarbige LED ermöglicht eine einfache Inbetriebnahme und Diagnose – hier mit dem Transponder MDS D422.