handling Dezember 2011 46 www.handling.de Dgistik-Magazin S Automotion erhielt von LMS Lo- Saarlouis den Auf- trag über die Installation eines neuen Fahrerlosen Transportsystems, das eine Altanlage ersetzen sollte.
Die zur Ferro- staal Automotive gehörende LMS ist ein Dienstleister mit etwa 420 Mitarbeitern.
Werksleiter Helmut Karpinski: „Im Auf- trag von Automobilherstellern – in die- sem Fall vor allem vom Saarlouiser Ford- Werk – und auch Zuliefer-Unternehmen übernehmen wir Teile der Montage, komplettieren von außerhalb angeliefer- te Komponenten und liefern komplette Module, die wir aus Einzelteilen zusam- menbauen, just-in-time respektive just- in-sequence in den Prozess der Fahr- zeugendmontage.
Zu diesen Modulen zählen beispielsweise Motoren, Mittel- konsolen, Vorderachsen-Module, Kühler und Türverkleidungen.“ LMS ist im so genannten Ford-Supp- plier-Park in unmittelbarer Nähe des Au- tomobilwerks angesiedelt.
An diesem Standort von Ford werden alle „Focus“- Modelle für Westeuropa produziert.
Dank des Zuliefererparks kann die Firma Ford ihre Energie auf Entwicklung, Endmon- tage und Vertrieb der Fertigprodukte und Komponenten konzentrieren.
Die Auftei- lung der Verantwortung ermöglicht es dem Unternehmen, höhere Stückzahlen sowie eine größere Varianten- und Typen- vielfalt zu geringeren Kosten zu produzie- ren.
Es versteht sich von selbst, dass alle Zulieferer eng mit den Band-Laufzeiten vertaktet sind.
So zum Beispiel bei der Motorenendaufrüstung durch LMS: Alle 32 Sekunden muss ein Motor an den End- montagebändern im Ford-Werk zur Ver- fügung stehen.
Karpinski macht deutlich: „In der Regel beträgt der Vorlauf eine Stunde.
Manchmal ist es aber auch nur eine halbe Stunde.
“ Enge Kurve – wenig Fläche Hilfreich ist dabei das neue Fahrerlose Transportsystem von DS Automotion.
„Bei unseren Investitionen wie dem FTS setzen wir vor allem auf standardisierte und somit auf erprobte Technik,“ betont Helmut Karpinski.
So war es nur folgerich- tig, in Saarlouis 43 fahrerlose Fahrzeuge (FTF) des überarbeiteten Typs Clever Max einzusetzen.
Es ist ein einfaches Fahr- zeug mit bewährter Technik und einem standardisierten, modulartigen Aufbau.
Der Fahrkurs lässt sich durch den Be- treiber individuell gestalten.
Das Gerät ist als Tragfahrzeug oder als Schlepper lieferbar.
Es dient zur Warenkommissio- nierung und Verteilung ebenso wie zur Materialversorgung von Montagelinien und Produktionsmaschinen oder – wie im vorliegenden Fall – als mobile Mon- tageplattform.
„Um den Werkern einen ergonomischen Arbeitsplatz zu bieten, erhielt jedes der neuen Fahrzeuge einen Scherenhubtisch mit 500 Millimeter Hub, um an den Motoren bequemer arbeiten zu können“, verdeutlicht der Werkleiter.
„Zudem sprach für den CleverMax, dass er eine 90-Grad-Kurve mit einem Radius von 1.000 Millimetern durchfahren kann.
Das spart uns wertvolle Flächen.“ Die FTF, die bei LMS 500 Kilogramm tragen können, fahren mit einer Ge- schwindigkeit von maximal einem Meter pro Sekunde auf einem rund 250 Meter langen Rundkurs, an dessen Beginn die von extern angelieferten Motoren per In einem sehr engen Zeitfens- ter bauten der Logistikdienst- leister LMS im Saarland und der FTS-Lieferant DS Automo- tion den Bereich der Montage von Motoren für Ford um.
Hybrider Träger und Schlepper FTS bei der Motorenproduktion für Ford Special Automotive Helmut Karpinski, LMS-Werkleiter: „Die größte Herausforderung bei der Installation der Anlage war die Zeit.“