handling Dezember 2011 35 www.handling.de Robotertechnik Automatisch dicht Das Auftragen von Kleb- und Dichtstoffen ist ein wichtiger Prozessschritt innerhalb der Montage von Produkten.
Oft müssen diese Stoffe an mehreren Stellen punktför- mig oder bahnförmig als Raupe appliziert werden.
Damit dies qualitativ einwandfrei geschieht, ist ein perfektes Zusammenspiel zwischen Dosier- und Robotertechnik er- forderlich.
Hirata Engineering Europe hat in Zusammenarbeit mit Herstellern von Do- siergeräten die ersten 1K- und 2K-Dispen- ser entwickelt.
Bei einigen ausgeführten Anlagen wird die gelegte Raupe sogleich mittels Lasermessgerät vermessen und defi nierte Qualitätsmerkmale überprüft.
Die Maschinen wurden hauptsächlich für Kunden aus dem Automobilzuliefererbe- reich gebaut und werden zum Vergießen von elektronischen Baugruppen (Potting) und zum Auftragen von Dichtungsmas- sen eingesetzt sie lassen sich aber auch in anderen Bereichen mit ähnlichen Aufga- benstellungen einsetzen.
Kernstück dieser Dispenser sind drei- und vierachsige Line- arachsensysteme von Hirata, die den Dis- penser- beziehungsweise Lasermesskopf bewegen und positionieren.
Es wurde eigens ein universelles Maschinengestell konstruiert, sodass die Dispenser sowohl als Stand-alone-Anlage sowie als Inline- Version in eine verkettete Fertigungslinie eingesetzt werden können.
Weitere op- tionale Prozesse wie Reinigen und Ioni- sieren des Werkstücks sowie Wiegen des dosierten Materials und die automatische Positionskorrektur bei Nadelwechsel lassen sich integrieren.
Auch das Thema Product- Tracing ist berücksichtigt worden – es las- sen sich Barcodes oder Datamatrix-Codes einscannen und mit dem Leitrechner der Dosierzelle ? Kennziffer 182 Hirata, Mainz, Tel.
06131/9413-0, Fax 9413-13, www.hirata.de Fertigung relevante Produktionsdaten aus- tauschen.
Das Gestell ist kompakt gebaut – 1.200 Millimeter breit und 1.800 Milli- meter tief.
Es sind 400 mal 200 mal 200 Millimeter große Werkstücke verarbeitbar.
Die multitaskingfähige Zellensteuerung von Hirata kann bis zu zwölf NC-Achsen sowie die gesamte Peripherie der Anlage steuern.
Die Bedienung erfolgt über ein Touch-Screen-Bedienpanel.
pb Roboter in Rente Nach 15 Jahren wurde der alte Scara- Roboter, der bei Nordmilch am Stand- ort Zeven Kaffeesahne-Riegel in Kartons verpackte, aus dem Dienst entlassen.
Die Beschaffung von Ersatzteilen war inzwi- schen nahezu unmöglich, die Anfälligkeit hoch.
Mit der Modernisierung beauftragt wurde de Man Industrie-Automation.
Der Automatisierungsspezialist tauschte den alten Roboter gegen einen Sechsachs- Roboter von Kuka aus.
Dank der guten Wartung konnte de Man das Greifwerk- zeug sowie sämtliche Komponenten wie Retrofi tting ? Kennziffer 180 de Man, Borgholzhausen, Tel.
05425/9497-0, Fax 5774, www.deman.de Günstige Familie Epson stellt mit der LS-Serie eine neue Rei- he effi zienter Scara-Roboter vor.
Das erste verfügbare Modell besitzt eine Reichweite von 400 Millimeter und eine Tragkraft von einem Kilogramm nominal beziehungs- weise drei Kilogramm maximal.
Diese Ro- boterfamilie wurde auf günstige Kosten bei gewohnter Qualität und Leistungsfähigkeit ausgelegt und ist wahlwei- se in Stan- dard- oder Reinraum- Konfi gura- tion erhält- lich.
Parallel zu den LS- Robotern geht der Controller Epson RC90 an den Start.
Er bietet Standardschnittstellen wie USB, Ethernet sowie 24/16 I/O-Kanäle und eig- net sich wegen seiner Kompaktheit für kleinere Arbeitszellen.
Die neue Serie er- gänzt das bestehende Epson Scara-Port- folio und ist bei qualifi zierten Händlern, Distributoren und Integratoren verfügbar.
Anwender, die sich mehr Produktionseffi - zienz und Flexibilität wünschen, etwa in der Produktion und Montage kleinerer Komponenten, dürften sich für diese Ma- schine interessieren.
pb Scara-Roboter LS ? Kennziffer 123 Epson Deutschland, Meerbusch, Tel.
02159/538-0, Fax 538-3000, www.epson.de Schäden erkennen pi4_robotics stellt eine Weltneuheit vor: den pi4-elporti, erster portabler Modultes- ter für die Elektrolumineszenz-Inspektion von Photovoltaik-Modulen.
Der pi4-elporti visualisiert Schäden an Solarmodulen vor Ort – ideal also für Gutachter, Installations- betriebe, Systemhäuser und Modulherstel- ler.
Das ermöglicht eine Qualitätskontrolle vor der Installation, bei Wartungsarbeiten oder beim Einfahren neuer Fertigungsma- schinen.
Es handelt sich um ein portables Gerät in zwei Transportkoffern, das be- quem in einen Pkw-Kombi passt.
Es lässt sich von einer Person aufbauen und betrei- ben.
Tests von mono- und polykristallinen Solarmodulen sowie Dünnschichtmodu- len sind damit durchführbar Mikrorisse, Zellbruch, Hot-Spots, inaktive Bereichen sowie Zellen unterschiedlicher Leistung lassen sich damit erkennen.
Die Ergebnisse werden in einer Datenbank gespeichert, die Ausgabe der Prüfergebnisse erfolgt als Protokoll.
Optional ist die Erfassung der Dunkelstrom-Kennlinie möglich.
Es ist Kauf, Leasing oder Miete des pi4-elporti möglich, teilt der Anbieter mit.
pb Solarmodultester pi4-elporti ? Kennziffer 119 pi4_robotics, Berlin, Tel.
030/464044-64, Fax 464044-65, www.pi4.de die Zu- und Abführbänder übernehmen.
Neben der Anbindung des neuen „Mit- arbeiters“ an die alte Steuerung stattete de Man die Anlage nach den Richtlinien der Ende 2009 in Kraft getretenen neuen Maschinenrichtlinie 2006/42/EG mit um- fassender Sicherheitstechnik aus.
Nach nur zwei Tagen Einbauzeit konnte der Produktionsbetrieb weitergehen.
bw