handling Dezember 2009 44 www.handling.de Material handling SThüringer üdlich des Saaletales liegt in reizvoller Landschaft die Hohenwar- tetalsperre – die zweitgrößte Talsperre im Oberen Saale-System und die viertgrößte in ganz Deutschland.
Hier betreibt Vatten- fall Europe Generation das Pumpspeicher- kraftwerk Hohenwarte I, das über zwei Turbinen 63 Megawatt Energie erzeugt.
Zur Wartung der beiden Turbinen dient ein Portalkran, der das Kraftwerkshaus, in dem sich die Turbinen befi nden, wie ein Portal überspannt.
Die Stützen des Krans laufen auf zwei parallelen Schienen.
Längs der Kranbrücke verfährt die Laufkatze mit den Hubwerken: Der 160-Tonnen-Kran hat zwei Haupthubwerke mit je 80 Ton- nen und ein Hilfshubwerk mit zehn Ton- nen Tragfähigkeit.
Die Besonderheit der Haupthubwerke ist ein zweiter Antrieb in der zweiten Getriebestufe zum Erreichen einer weiteren Hubgeschwindigkeit bei gleichzeitiger Traglastreduzierung auf 30 Tonnen.
Um eine Überlast der Krananlage zu vermeiden, ist der Katzfahrbereich in verschiedene Lastbereiche eingeteilt.
Das Kranfahrwerk wurde bisher über vier Elektromotoren angetrieben, die nach dem Prinzip der „elektrischen Welle“ ge- koppelt waren.
An dem mehr als 50 Jahre alten Portalkran nagte der Zahn der Zeit, deshalb entschied sich der Betreiber für eine Rundum-Modernisierung.
Im ersten Schritt stand die Erneuerung der gesam- ten Elektronik auf dem Programm.
Hier überzeugte das Modernisierungspaket von Konecranes, das die Leistungskapa- zität des Krans erheblich verbesserte.
Die gesamte Elektrik samt Verkabelung wurde auf neueste Frequenzumrichterantriebs- technik in Verbindung mit datenbusver- netzter SPS umgestellt.
Außerdem erhielt der Portalkran zwei neue Haupthubwerke mit je zwei Antrieben mit 55 Kilowatt Leis- tung und integriertem Synchronlauf.
Auf diese Weise ließ sich eine Geschwindig- keitserhöhung von 20 Prozent erreichen.
Außerdem bekam der Kran einen neuen Katzfahrantrieb mit elf Kilowatt und vier Kranfahrantriebe mit je 15 Kilowatt Leis- tung verpasst.
Das Kranfahrwerk wurde mit einer Master-Slave-Funktion und separater Gleichlaufüberwachung ausgestattet.
Bei allen Arbeitsschritten hatte Konecranes stets auch künftige Anforderungen im Blick, deshalb wurde die Elektrik so konzi- piert, dass Erweiterungen jederzeit mög- lich sind.
Obwohl lang anhaltender Regen beim Auftragen des Korrosionsschutzes den Projektfortschritt zu behindern drohte, konnte Konecranes den vorgege- benen Zeitplan einhalten: Der Kran war rechtzeitig fertig und kann wie geplant für Wartungsarbeiten eingesetzt werden.
2010 sollen seine Hub- und Fahrwerke mechanisch überarbeitet werden – auch hier will Konecranes wieder mit voller En- ergie an die Arbeit gehen.
pb Modernisierung und Umrüs- tung spielen im Lebenszyklus von Krananlagen zentrale Rollen.
Denn daraus resultieren eine längere Nutzungsdauer sowie mehr Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Sicherheit.
Mit einem stimmigen Moder- nisierungskonzept verhalf Konecranes einem Portalkran am Pumpspeicherkraftwerk Ho- henwarte I zu neuer Energie.
Volle Energie Kran-Modernisierung an der Hohenwartetalsperre Kranmodernisierung ? Kennziffer 59 Konecranes, Dreieich, Tel.
06103/7333-0, Fax 7333-115, www.konecranes.de Kraftwerkshaus mit Portalkran nach der Modernisierung.