wieder in den Bunker zurückgebracht.
Die Montageanlage ist dann für die Tei- lezuführung mit Hilfe dieser Paletten ein- zurichten.
An vielen Montageautomaten wird erfolgreich die Variante C praktiziert.
Die Teile werden an der Station mit Vibra- tionswendelförderer, Schöpfsegmentbun- ker oder Zentrifugalförderer geordnet, vereinzelt, vom Roboter übernommen und sofort verbaut.
Eine gewisse Flexibi- lität ist erreichbar, wenn zum Beispiel der Vibrationswendelförderer plus Vereinzeler über Schnellwechselelemente komplett austauschbar ist.
Beim Greifen aus der ungeordneten Menge (Variante D) unter fl exiblen Bedin- gungen fi ndet keine Anpassung der Hard- ware an die neue Situation statt, sondern nur in der bildverarbeitenden Software, wenn man einmal vom Robotergreifer absieht.
Die Teile werden durch Schwin- gungen in den Sichtbereich der Kamera gebracht.
Der Rechner sucht ein Teil mit seitenrichtiger Orientierung und übergibt die Daten an die Robotersteuerung.
Der Roboter greift das sich bewegende Teil und verbaut es.
Die Stufen in der schwin- genden Gleitfl äche dienen dazu, die Teile durch Abkippen in eine andere Orientie- rung zu bringen.
Überzählige und falsch orientierte Teile laufen durch und wan- dern wieder in den Bunker zurück.
Sie dürfen erneut starten.
Schwingend magazinieren Wie ein System der Variante B aussehen könnte, zeigt Bild 2.
An der Montage- anlage werden die Bauteile weitgehend aus Magazinpaletten entnommen.
Ein Handhabungsgerät erledigt die Montage.
Es kann bereits ein Pick-and-Place Gerät genügen, wenn keine Flexibilität verlangt wird.
Ansonsten wäre ein Industriero- boter zu planen.
Die Basisteile befi nden sich auf taktweise zu transportierenden Werkstückträgern.
Das System ist nur für Kleinteile verwendbar.
Das Magazinier- system sollte weitere Montageanlagen mit Teilen versorgen, um die Leistungs- fähigkeit auszunutzen.
Hat man nur ein Montagesystem zu versorgen, dann wäre die Teilezuführung aus Vibrationswendel- bunkern günstiger, wie es in der Variante C defi niert wurde.
Hybride Montageanlagen Unter dem Begriff hybride Montageanla- gen versteht man Montagesysteme, bei denen Automatikstationen mit Handar- beitsplätzen kombiniert sind.
Wie das Bild 3 vermittelt, liegen diese Systeme in den Gebrauchseigenschaften irgendwo in der goldenen Mitte.
Flexibilität und Pro- duktvarianz stehen bei solchen Mischsys- temen im Vordergrund.
Bei der Planung nimmt man das reine manuelle Montie- ren zum Ausgangspunkt.
Als Bauformen kommen Rundtakt-, Linienmontage in U-Form und Systeme mit Halbkreisaufbau zum Einsatz.
Bild 4 zeigt ein hybrides Montage- system mit einer Zwölf-Stationen- Rund takteinheit.
Es eignet sich nur für Baugruppen mit einer vergleichsweise kleinen Anzahl von Fügeteilen, weil der Platz für die Teilebereitstellung begrenzt ist.
Der Montageablauf kann so einge- richtet werden, dass sowohl stückweise (in der Montagestation wird eine Bau- gruppe komplett behandelt) als auch verrichtungsweise montiert wird.
Ver- richtungsweise heißt, dass der Werker den gleichen Vorgang mehrfach hinter- einander ausführt.
Nach mehreren Um- läufen der Rundtaktscheibe sind dann alle gerade aufgelegten Baugruppen fer- tig.
Dieser Ablauf ist zeitgünstiger, weil sekundäre Vorgänge, zum Beispiel „Teil aus Greifbehälter holen“, effektiver aus- geführt werden können (Greifen gleich mehrerer Teile).
Ein Vorzug des hybriden Montierens ist auch, dass der Werker Bauteile und Ba- sisteile in die Hand nimmt und dabei eine Sichtkontrolle ausführt.
Prozesskontrollen wie Einpresstiefe und Einpresskraft, Ein- schraubmoment, Klebstoffauftrag und andere Aktionen werden automatisch ausgeführt.
Dafür sind dann Arbeitssta- tionen und die erforderliche Prüftechnik einzuplanen.
Stefan Hesse handling Dezember 2009 19 Handhaben www.handling.de Bild 2: Montageanlage mit Magazinpaletten-Bereitstellung: 1 Montagebaugruppe, 2 Linearschwingsystem, 3 Vibrationswen- delförderer, 4 Magazinpalette, 5 Transferstrecke, 6 Werkstückträ- ger, 7 Montageroboter, 8 Bauteilbereitstellung.
Bild 3: Leistungsmäßige Einordnung von Hybrid-Montagesystemen (nach Lotter).
Bild 4: Hybrides Rundtaktmontagesystem: 1 pneumatische Mon- tagepresse, 2 Fettdosierung, 3 Kontrolle und Schlechtteileaus- wurf, 4 Sammlung der Schlechtteile, 5 Greifbehälter für Monta- geteile, 6 Rundschalttisch, 7 Prüfstation.