Systemgerecht denken Zuführsysteme richtig planen handling Dezember 2009 18 www.handling.de Know-how Edie s macht wenig Sinn, einen Elevator für Teilezuführung in einem Montage- system zu platzieren, wenn die Losgrößen zwischen 100 und 1.000 Stück angesie- delt sind.
Das automatische Ordnen ist dann nicht mehr wirtschaftlich.
Die Teile müssen in solchen Fällen bereits geordnet bereitgestellt werden.
Das erhöht natür- lich den Aufwand an Magazinen oder Flachpaletten.
Dabei geht es nicht mehr nur ums Rechnen, sondern auch darum, welche Alternativen überhaupt nutzbar wären.
Werkstückart wesentlich für Bereitstellvariante Bei einer Wochenproduktion von 10.000 Einheiten ist eine Vollautomation mit spezialisierter Handhabungstechnik aus Baukastenmodulen meistens tragbar.
Wechselnde Produktvarianten und nur seriengroße Aufträge erfordern dagegen Flexibilität in Hard- und Software.
Bild 1 skizziert, welche Bereitstellvarianten un- tersucht werden könnten.
Ganz wesent- lich wird jede Wahl von der Spezifi k des Handhabungsgutes beeinfl usst.
Bei Vari- ante A werden die Teile bereits beim Her- steller magaziniert.
Daraus erwächst die Überlegung, ob der Rücklauf der Magazi- niermittel zum Teilehersteller kostengüns- tig möglich ist.
Zwar gilt der Grundsatz, dass man eine einmal erreichte Ordnung nicht wieder aufgeben soll, aber die Praxis zeigt, dass es auch sinnvoll sein kann, die Teile im Haufwerk zu transportieren und vor Ort neu zu ordnen.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, Kleinteile in Kommissi- onierbereichen durch Schwingförderung zu ordnen (Variante B).
Man lässt die Teile über eine Flachpalette mit Formnestern laufen.
Zufallsabhängig füllt sich die Pa- lette allmählich.
Überzählige und falsch orientierte Teile laufen durch und werden Der Ingenieur, Hochschuldozent und Fach- buchautor Dr.Ing.
habil.
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