Dinternationale er deutsche Maschinenbau baut seine Führungsrolle weiter aus: Die vom VDMA einmal jährlich aus- gewerteten Daten für den internationalen Maschinenaußenhandel der wichtigsten 42 Lieferländer zeigen für 2008, dass der deutsche Maschinenbau seine Rolle als Exportweltmeister nicht nur erfolgreich verteidigt, sondern seine Führungsrol- le sogar leicht ausgebaut hat.
Demnach lag der Welthandelsanteil 2008 bei 19,2 Prozent nach 19 Prozent in 2007.
Die beiden größten Wettbewerber – die USA auf Platz zwei und Japan auf dem dritten Platz, haben demgegenüber jeweils zwei Zehntelpunkte ihres Anteils eingebüßt und kamen auf 11,7 beziehungsweise 10, 7 Prozent.
Italien erreichte 9,1 Prozent und hat gegenüber dem Vorjahr ebenfalls ganz marginal verloren.
Große Verände- rungen gab es indes auf Platz fünf: Die VR China steigerte ihren Anteil deutlich von 7,2 Prozent in 2007 auf 8,6 Prozent in 2008.
Das ist ein mehr als achtbarer Erfolg, meint Witteinstein: „China mau- sert sich immer mehr zum auch interna- tional bedeutenden Wettbewerber“.
Der VDMA-Präsident weist allerdings darauf hin, dass die chinesischen Maschinen- exporte in nennenswertem Ausmaß aus Unternehmen stammen, die sich im Aus- landsbesitz befi nden.
Die Ergebnisse des internationalen Maschinenaußenhandels attestierten der Branche eine starke Wettbewerbspositi- on.
„Doch darauf können wir uns nicht ausruhen.
Unsere Position ist nicht ge- setzt.
Wir müssen sie jedes Jahr neu er- kämpfen“, so der VDMA-Präsident.
„Wir stellen uns darauf ein, dass die VR China mit großen Schritten weiter aufholt“.
Um die Position der deutschen Maschinen- bauer erfolgreich zu verteidigen, „müssen wir unsere Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung sogar noch erhöhen.
Doch allein können wir das nicht schul- tern.
Der gesetzliche Rahmen muss stim- men“, mahnt Wittenstein.
Die deutschen Maschinen- und Anla- genbauer wünschen sich deshalb von der neuen Bundesregierung ein „klares Be- kenntnis zum Industriestandort Deutsch- land“.
Konkret fordert der Verband eine steuerliche Forschungsförderung, wie sie bereits in zwei Drittel der OECD-Staaten und 15 EU-Mitgliedsstaaten existiert.
„Die steuerliche Forschungsförderung bietet immense Chancen – wenn sie branchenspezifi sche Besonderheiten wie die hohen Anteile von Konstruktion und Produktion in unserem Innovationspro- zess berücksichtigt.
Sie wirkt in die Breite, ist themenoffen und stimuliert das im- mense Innovationspotential, das gerade auch in den kleineren Unternehmen noch schlummert“, so Wittenstein.
Die Pro- duktion brauche mehr Forschung – auch fächerübergreifend.
Wittenstein kritisiert, dass die BMBF-Produktionsforschung im nächsten Jahr um zehn Millionen auf dann nur noch 62 Millionen Euro gekürzt werden soll.
„Für Deutschland wäre das ein Armutszeugnis“, meint der Präsident.
„In die Produktionsforschung muss mehr Geld fl ießen, die Mittel müssen mit Au- genmaß, aber kontinuierlich steigen“, so seine Forderung an die Regierung.
Der VDMA rechnet für das kommen- de Jahr mit einem leichten Wachstum der Maschinenproduktion.
Diese Zuver- sicht kommt aus der Tatsache, dass nam- hafte Wirtschaftsindikatoren weltweit eine zyklische Erholung signalisieren.
In Anbetracht des Niveaus, auf dem diese Erholung stattfi ndet, könne von einem Aufschwung aber nicht die Rede sein.
Allerdings habe sich die globale Industrie- produktion, wenn auch moderat, „von ihren Tiefstpunkten lösen können“.
pb Der Verband deutscher Maschi- nen- und Anlagenbau (VDMA) rechnet für 2010 mit einem leichten Wachstum der Ma- schinenproduktion.
Vorausset- zung: Die Wettbewerbsfähig- keit stimmt.
International weiter führend Maschinenbauer erwarten 2010 leichtes Wachstum der Maschinenproduktion Maschinenexporte der wichtigsten Lieferländer – Anteile in Prozent am gesamten Maschi- nenexport (42 Berichtsländer, die 95 Prozent des Welthandels mit Maschinen repräsentieren).
(Grafi k: VDMA) Maschinenbau ? Kennziffer 217 VDMA, Frankfurt, Tel.
069/6603-0, Fax 6603-1511, www.vdma.org VDMA-Präsident Dr.
Manfred Wittenstein gibt sich optimistisch und deklariert: „Die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer wünschen sich von der neuen Bundesre- gierung ein klares Bekenntnis zum Indus- triestandort Deutschland“.
(Foto: VDMA) handling Dezember 2009 3 www.handling.de Zur Sache