zum modularen Leichtbauarm umfasst der Systembaukasten eine Vielzahl von Komponenten, aus denen sich Manipu- latoren konstruieren lassen.
MetraLabs aus Ilmenau hingegen hat sich auf mo- bile Plattformen spezialisiert, die inner- halb von Betrieben frei und kollissions- frei navigieren können.
Nutzerfreundliche Programmierung Auch die Steuerungen zeigen Fort- schritte: So hat Keba aus Linz eine Steu- erung für Leichtbauarme entwickelt, mit der sich die Programmierung von Leicht- bauarmen auf einen halben Tag redu- ziert.
„Auch wenn die Steuerung bisher noch nicht von Laien bedient werden kann, sind dennoch bereits rund 30 Pro- zent des Weges zu diesem Ziel gegan- gen“, so Dr.
Michael Garstenauer von Keba.
Aktuell arbeitet das Unternehmen bereits an einer intuitiven Steuerung mit dem Namen „Direct Move“.
Sie ähnelt in der Handhabung der Bedienheit für die populäre Spielekonsole Wii.
Künfi g sollen verbindliche Industrie- standards von der ISO-Norm über die CE-Kennzeichnung bis hin zu nationalen Standards, wie sie derzeit in Südkorea entwickelt werden, den Marktzugang für Serviceroboter erleichtern.
Eine ers- te Grundlage liefert bereits die Sicher- heitsnorm DIN ISO EN 10218-1 (Indus- trieroboter – Sicherheitsanforderungen) für Roboter, in der Standards für eine Mensch-Roboter-Kooperation im indus- triellen Umfeld defi niert wurde.
Auch der Mensch passt sich an Dass sich nicht nur Serviceroboter dem Menschen anpassen müssen, sondern auch der Mensch sein Verhalten ändert, wenn Serviceroboter eingesetzt werden, zeigen aktuelle Forschungen aus Groß- britannien.
Prof.
Kerstin Dautenhahn von der Universität Herfordshire unter- sucht in einem „Robot-House“ wie sich Roboter im häuslichen Umfeld einsetzen lassen.
Dabei hat sich gezeigt, dass Menschen keineswegs naiv agieren, sondern sich an den Roboter, dessen Ei- genarten und Möglichkeiten anpassen.
Von ähnlichen Ergebnissen berichtet Prof.
Paolo Dario von der Scuola Superiore Sant’Anna in Pisa.
In Feldversuchen setzt er Ser- viceroboter bereits in der ita- lienischen Kleinstadt Peccioli ein, wo autonome Roboter zur Müllentsorgung und zur Straßenreinigung genutzt werden.
Auch hier ändern die Menschen ihr Verhalten abhängig von den Möglich- keiten, die der Servicerobo- ter bietet.
Experten gehen davon aus, dass sich mit einem Boom der Servicerobotik auch neue Betätigungsfelder in deren Umfeld entwickeln werden.
So sieht Prof.
Alois Knoll von der Technischen Universität München in der Servicerobo- tik ein großes Potenzial für Systemintegratoren.
Spezi- alisiert auf einzelne Anwen- dungsgebiete, könnten sie künftig die Lücke zwischen Herstellern und Anwendern schließen.
Ein weiteres Be- tätigungsfeld hat Dr.
Amos Albert von Robert Bosch identifi ziert.
Seiner Ansicht nach wird es in Zukunft im- mer mehr teilautonome Servicerobo- ter geben.
Fehlt ihnen eine eigene Lö- sungsstrategie, können sie von einem zentralen Support unterstützt werden.
Sogenannte „Click-Worker“ ließen sich ähnlich einem Call-Center organisieren.
Sie schalten sich bei Bedarf auf den Ro- boter auf, lösen das Problem und ent- lassen das Gerät anschließend wieder in seine Autonomie.
Noch weiter geht ein Konzept von Dr.
Markus Waibel von der ETH Zürich.
Er forscht an einem zentralen Wissens- speicher, in dem unzählige Daten, Mo- delle, Anwendungen und Programme hinterlegt sind, die Roboter bei Bedarf selbständig abrufen können.
Der Ge- danke dahinter ist verblüffend einfach: Sämtliche angeschlossenen Roboter, Entwickler und Systemintegratoren nut- zen gemeinsam einen Pool mit erfolg- reichen Lösungsstrategien und stellen ihrerseits selbstentwickelte Strategien in das System ein.
Christopher Parlitz/bw handling November 2011 7 www.handling.de Zur Sache P R O B L E M L Ö S E R Bearbeitung | Handling | Montage | Prüfung | Robotik Fon +49 (0) 7452/8466-0 | www.martinmechanic.com Serviceroboter ? Kennziffer 63 Schunk, Lauffen, Tel.
07133/103-0, Fax 103-2399, www.schunk.com Sicheres Greifen unterschiedlichster Objekte gilt als Herausforderung für Serviceroboter.
Die Universität Bologna hat dafür eine antopomorphe Geifhand ent- wickelt.