Editorial ? Kennziffer 4 FORMSACHE SÖHNER Kunststofftechnik GmbH Industriestraße 29, 74193 Schwaigern Tel.
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AUTOMATISIERUNG www.soehner.de ? Kennziffer 3 „Wir haben keine Lust das noch ein zweites Mal zu erleben“, postulierte jüngst Dr.
Thomas Lindner, liebe Leserinnen und Leser.
Der VDMA-Präsident erinnerte im Rahmen des Maschinenbaugipfels daran, dass die Real wirtschaft erst 2009 Opfer der Verschul- dungs- und Finanzkrise geworden war und nun der – hart zurückerarbeitete! – Erfolgs- kurs des Maschinenbaus erneut bedroht ist.
Zwar sei die Lage der Branche stabil – der Maschinenbau wächst weiter und strotzt vor Kraft.
Nicht wegen der politischen Rah- menbedingungen im Land, sondern trotz des politischen Wackelkurses, rief Lindner dem Auditorium in Berlin zu.
„Wir könnten zeigen, was in uns steckt, wenn man uns nicht dauernd in die Beine grätscht“.
Seine Deutlichkeit imponierte.
Er legte drei Thesen vor: Erstens sollte der Staatsanteil am Brutto- sozialprodukt auf 40 Prozent begrenzt wer- den.
Zweitens müsse die Brutto-Investition des Staates mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts betragen, weil sonst der Substanzverzehr staatlichen Vermögens nicht zu vermeiden sei.
Und drittens müsse staatliches Handeln deutlich effi zienter ge- staltet und ein systematisches Controlling eingeführt werden.
Lindner forderte pro- fessionelles Polit-Management und einen Masterplan.
Seine Kritik am Regierungskurs vernahmen denn auch in der ersten Reihe Dr.
Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicher- heit, sowie Dr.
Bernhard Heitzer, Beamteter Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Es waren we- nig schmeichelhafte Worte, die Lindner in Richtung Politik warf: Ineffi zienz, Kapriolen, Herumkurieren an Symptomen, scheinbare Orientierungslosigkeit, Spiel mit dem Feuer aus wahltaktischen Gründen – um nur eine Auswahl zu nennen.
Der Umweltminister returnierte durchaus furios und rhetorisch geschickt mit breiten Ausführungen über den tiefen Sinn der Nachhaltigkeit und ver- sprach der Branche Kooperation.
Indes ließ der Staatssekretär in seinem Statement eine echte Botschaft vermissen.
Schade.
Wer die Möglichkeit und Aufgabe hat, in Vertretung des Wirtschaftsministers vor der versammel- ten Führungsriege des deutschen Maschi- nenbaus zu sprechen – mithin jene also, die den Karren der Wirtschaft in die Zukunft zie- hen, in guten und in schlechten Zeiten, wie sie jüngst bewiesen haben –, könnte eine Vision formulieren, meine ich.
Respekt und Anerkennung jedenfalls zollte der VDMA- Präsident seinen Leuten und machte ihnen Mut.
Seine – gewiss rhetorische – Frage, ob die deutsche Politik quer über alle Parteien sich eigentlich bewusst ist, welchen Solitär sie mit der breiten industriellen Produktion in den Händen hält, wurde an jenem Vor- mittag jedenfalls beantwortet.
Wir bei handling wissen um das Juwel.
In dieser Ausgabe fokussieren wir Themen aus der Medizintechnik und natürlich Neuheiten zur anstehenden SPS/IPC/Drives.
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Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und erfolgreiche Messetage in Nürnberg, Ihre Petra Born Chefredakteurin handling born@hoppenstedt.de