die passende Stelle des Blechs aufzuset- zen.
Da der Korpus aus designtechnischen Gründen gerippt ist, bedarf es einer Ap- plikationsgenauigkeit von 0,2 Millimeter.
Die Plasma-Vorreinigung erhöht die Ad- häsionskraft.
Edelstahlbleche kleben auf dem Gehäuse Die Edelstahlbleche, in diesem Fall 0,8 Millimeter stark, werden also nicht ver- schraubt, sondern auf das Kunststoffge- häuse aufgeklebt.
Dazu werden die Flach- stücke, also Tür oder Rückwand, jeweils in den ersten Arm der 2D-Presse und das passende Blechstück in den zweiten Arm geschoben.
Blech und Kunststoff werden wie in einem Waffeleisen mit der geregel- ten Kraft einer halben Tonne aufeinander- presst.
Das geschieht mit Hilfe einer Ku- gelroll-Gewindespindel.
Vollendet wird die Fügeoperation mit Klammern, die Blech und Kunststoff zusätzlich verbinden.
In die 3D-Presse wandert der Korpus aus Seitenwänden, Boden und Deckel.
Damit er beim Verpressen nicht beschädigt wer- den kann, wird er in seinem Innern mit einem druckfesten Füllstück ausgekleidet.
Der Korpus wird in der Presse zweimal gedreht, damit so auch die beiden Sei- tenwände und der Deckel mit Blech ver- kleidet werden können.
Rückwand und Tür des Probennehmers werden später von Hand montiert.
Die Rückwand wird dazu verdeckt verbaut, um die komplette Konstruktion vor Vandalismus zu schüt- zen.
Denn die Geräte stehen oft über einen längeren Zeitraum unbewacht im freien Gelände.
Nach außen ist durch das Verkleben keine Verschraubung sichtbar.
Mit einfachen Werkzeugen können die Schränke nicht zerstört werden.
Keine doppelte Lagerhaltung nötig Leere und beladene Werkstückträger wandern nach Erfüllung ihrer Aufgaben über einen Lift ins „Untergeschoss“ der Fertigungslinie.
Über ein zweites Rollen- Transportband kehren sie von dort an den Ausgangspunkt der Fertigungsstraße zu- rück und werden über einen Lift wieder in die Höhe gehoben.
Über den Hebekran werden die fertigen Teile dann entladen.
Gut zehn Monate haben die Ingenieure von MartinMechanic an ihrer Neuentwicklung ent- wickelt und gebaut.
Die Wahl für diese anspruchsvolle Auf- gabe war vor allem deshalb auf die Nagolder Ideenschmiede gefallen, weil sie sowohl das Handling biegeschlaffer Teile beherrscht als auch das Fü- gen und die Robotik.
Sieben bis acht Schränke verlassen die MBS 21928 bei Endress+Hauser im Schnitt pro Tag.
Eine Steigerung der Pro- duktion wäre durch den Einsatz eines drit- ten Roboters und eine Verlängerung der Anlage jederzeit möglich.
pb www.handling.de MartinMechanic ist ein von Friedrich Martin gegründetes mittelständisches Unter- nehmen, das seit über 40 Jahren Standard- und Sonderanlagen plant und baut.
Heute führen die Söhne Claus und Frank Martin den Familienbetrieb in Nagold.
Das Spektrum realisierter Lösungen reicht von kleinen Vorrichtungen bis hin zu kom- plexen Anlagen.
Das Alles-aus-einer-Hand-Prinzip der schwäbischen Tüftler beinhal- tet sowohl Projektierung und Konstruktion als auch Teilefertigung, Schlosserei und Steuerungsbau sowie die mechanische und elektrische Inbetriebnahme.
Vor ihrer Aus lieferung durchläuft jede Anlage einen umfassenden Testlauf bei MartinMechanic unter realitätsnahen Bedingungen.
Der Fügestempel des zweiten Roboters zieht die drei mal drei Zentimeter großen Klebepads von einer Kleberolle ab und setzt sie millimetergenau auf die passende Stelle des Blechs.
(Fotos: MartinMechanik) Blechmontageanlage MBS 21928 ? Kennziffer 214 MartinMechanic Friedrich Martin, Nagold, Tel.
07452/8466-0, Fax 8466-566, www.martinmechanic.com Messtechnik ? Kennziffer 215 Endress + Hauser, Weil am Rhein, Tel.
07621/975-01, Fax 975-555, www.de.endress.com Visions become real.
Liebshausener Straße 3 l 55494 Rheinböllen Tel.
+49 (0) 6764 / 9022-0 l Fax +49 (0) 6764 / 9022-101 info@hahnautomation.com l www.hahnautomation.com n Robotertechnik Als Hersteller und Systemintegrator von Linear- und Knickarmrobotern aller bekannten Fabrikate, sind wir für jede Aufgabe bestens gerüstet.
n Montagetechnik Ob Handarbeitsplatz oder vollautomatisierte Montagelinien, wir besitzen das Know-how, Ihnen aus einer breiten Vielfalt erfolgreich abgewickelter Projekte eine optimale Lösung zu realisieren.
n Prüf- und Kameratechnik Unsere Kompetenzen erstrecken sich vom Laboreinsatz, bis hin zu vollautomatisierten entwicklungs- und fertigungsbegleitenden Prüfvor- richtungen für die Produktion.
? Kennziffer 20