Material kurz vor dem Aufschlagen auf das bereits in Ruhe befi ndliche Halbzeug abbremsen kann.
Eine Fangklinke ist mit einem Stoßdämpfer verbunden, der die kinetische Energie absorbiert.
Bis zum Aufschlag auf das ruhende Halbzeug steigt die Geschwindigkeit nur noch un- wesentlich an.
Diese Maßnahme schont natürlich auch die Mechanik der Einrich- tung.
Lärmarme Geräte und Zuführsyste- me haben eine längere Lebensdauer.
Weil man über die Länge der Stangen außer- dem mehrere Fangklinken anordnet, rich- ten sich die Materialstangen auch aus, womit ein vielleicht vorliegender leichter Schräglauf wieder aufgehoben wird.
Fallgeräusche Werden Teile von einer Maschine aus- geworfen und landen sie dann in einem Blechcontainer oder auf einer Zuführrin- ne, dann werden diese Maschinenkompo- nenten zu mechanischen Schwingungen im akustischen Frequenzbereich (Körper- schall) angeregt.
Daraus resultieren dann Luftschallabstrahlungen.
Was kann man dagegen tun? – Fallhöhe reduzieren (geringere Stoßge- schwindigkeit) – Aufprallfl äche mit elastischem Belag ausstatten (Vergrößerung der Stoßzeit) oder Kunststoffplatten vorsehen – Eingangsimpedanz der Anschlagstelle erhöhen (Massenerhöhung des gesto- ßenen Körpers) Zur letztgenannten Maßnahme zeigt das Bild 4 ein Beispiel.
Es wurde eine Prall- platte als Zusatzmasse eingebaut.
Außer- dem wird die Prallplatte über elastische Elemente von der Werkstückrinne ent- koppelt.
In einem solchen Fall erreichte man eine Reduzierung des Impulsschall- druckpegels um 10 dB(A).
Das ist eine deutliche Senkung des Lärmpegels.
Fallgeräusche entstehen häufi g, wenn Metallteile einen Schieberzuteiler (Ver- einzeler) durchlaufen.
Die Teile, bei- spielsweise Aluminiumdosen oder Mes- singhülsen, rücken im Zuführkanal alle gleichzeitig um einen Werkstückdurch- messer nach und prallen dann auf den Zuteilschieber.
Zumindest bei leichten Teilen kann man einen Rotor mit Bürsten- kammern vorsehen, wie er in Bild 5 ab- gebildet ist.
Es gibt keine Berührung mit metallischen Leitelementen.
Außerdem hat man eine einzigartige Schonung der Oberfl äche des Arbeitsgutes.
Ein Versuch wird zeigen, welche Borsten und wel- che Borstenhärte die Aufgabe am bes- ten lösen können.
Die Standzeit des Borsten- materials ist größer als allgemein angenom- men wird.
Schwingungen Unangenehmer Lärm durch Schwingungen wird seit jeher beim „Zitterpott“ beklagt.
Vibrationswendelförde- rer werden häufi g we- gen ihres einfachen Aufbaus für die Zu- führung und das Ordnen von Kleinteilen eingesetzt.
Doch es wurden schon Lärm- pegel bis 95 dB(A) gemessen.
Weil sich die Teile in Mikrosprüngen wendelauf- wärts bewegen, gibt es stets Aufschlag- geräusche.
Auch gegenseitig schlagen die Werkstücke aneinander.
Zur Lärmminde- rung gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Das sind: – lärmschluckende Beschichtung der Wendel – lärmabsorbierende Haube mit Deckel – kunststoffbelegte Nachfüllrutsche – Gummifüße zur Entkopplung gegen das Gestell Eine vollständige Kapselung der Vibra- tionszuführeinheit ist ratsam, aber nur dann voll wirksam, wenn man Dichtigkeit erreicht (Fugen mit Moosgummi ausle- gen).
Als Beschichtungsmaterial kom- men Polyurethan in Stärken von 2 bis 10 Millimeter infrage, Förderbürstenteppich mit einer Dicke von 1 bis 12 Millimeter und auch Habasit und Vulkollan.
Solche Beschichtungen erfüllen neben der Lärm- minderung auch noch andere Aufgaben.
Das sind Verschleißschutz des Förderauf- satzes samt Wendel, Schutz des Förder- gutes, Erhöhung der Fördergeschwindig- keit und Beeinfl ussung des Laufverhaltens des Vibrationswendelförderers.
he handling November 2010 19 Handhabungstechnik www.handling.de Stoßdämpfer, Rotationsbremse ? Kennziffer 215 ACE Industrie-Stoßdämpfer, Langenfeld, Tel.
02173/9226-10, Fax 9226-19, www.ace-ace.de Rundbürste mit Bürstenkammer ? Kennziffer 217 Mink, Göppingen, Tel.
07161/4031-0, Fax 4031-50, www.mink-buersten.com Vibratorwendelbeschichtung ? Kennziffer 218 ISB Automation, Wolfenbüttel, Tel.
05331/881731, Fax 881732, www.isb.info Wendelfördererbeschichtung ? Kennziffer 219 FMB Industrieautomatisierung, Braunschweigq, Tel.
0531/88505-0, Fax 85263, www.fmb.de Bild 3: Zuteilen von Stangenmaterial.
1 Ab lagemulde, 2 Zuteil- schieber, 3 Materialstange, 4 Auffangklinke, 5 Stoßdämpfer.
Bild 4: Stahlblechrinne mit Zusatzmasse.
1 Werkstück, 2 Blech rinne, 3 Prallplatte, 4 Elastomerkörper, 5 Anbauwinkel.
Bild 5: Rotorzuteiler mit Bürstenkammern (Mink).
1 Werkstück, 2 Führungsschacht, 3 Bürstenrotor, 4 Abführkanal.