Kennziffer 189f Zur Sache Zwei Welten werden eins Effektivitätssteigerungen in der Automation.
Welche Innovationslinien treiben die Automatisierungstechnik? Im Zeitalter der Mechatronik betrifft diese Frage alle im Maschinen- und Anlagenbau tätigen Unternehmen.
Foto: Fotolia/electriceye Seit Jahren wird unter der Überschrift „In- ternet der Dinge“ die nahtlose Verschmel- zung von realen Dingen, Vernetzung, Software und Simulation diskutiert.
Die Fertigungsautomatisierung agierte dazu aber bisher sehr zurückhaltend.
Seit dem Frühjahr 2012 hat sich das geändert: Das Zukunftsprojekt „Industrie 4.0“ bündelt alle Aktivitäten zur Fertigungsautomatisierung und Industrieproduktion.
Im März 2012 wurden die „Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des Zukunftsprojekts Industrie 4.0“ von der Forschungsunion vorgelegt.
Auf der Hannover Messe 2012 wurden in- tensive Diskussionen um dieses Thema geführt.
Informationsdurchgängigkeit quer durch die Automatisierungspyramide ist seit Jahren Realität, die Durchgängigkeit der Informationen im Engineering-Prozess ist noch eine Herausforderung: Deshalb spielen sich die derzeit sichtbaren Inno- vationen vor allem im Softwarebereich ab.
Die Unterstützung aller Prozessschritte des Engineerings in einem Engineering- Tool und die nahtlose Integration der Feldgeräte-Technologien ist der Hebel zu schnellerem und sicherem Engineering.
Siemens zum Beispiel geht den Schritt zur Feldgerätetechnologie und integriert in das TIA-Portal neben den Werkzeugen zur SPS- und HMI-Programmierung nun sukzessive Bausteine zur elektrischen An- triebstechnik (Sinamics).
Auch bei Bosch- Rexroth ist das Programmierwerkzeug In- draWorks auf dem Weg zum „Engineering Framework“.
Es bietet dem Nutzer die In- tegration des Engineerings hydraulischer und elektrischer Antriebstechnik über Indramotion MLC.
B&R nimmt die funkti- onale Integration von Regelungstechnik, Motion, Robotik, CNC und Visualisierung in das Automation Studio vor.
Beckhoff bietet zum Entwurfswerkzeug TwinCat technolo- gieorientierte Funktionsbibliotheken weit über den in der IEC-Sprachnorm defi- nierten Umfang an.
Prozessintegration im Engineering Bislang waren Anlagenengineering (etwa Schaltpläne, Schaltschränke) und Auto- matisierungsdesign (SPS Programme, 10 I handling