handling September 2010 43 www.handling.de Kristina I.
Schunk Heinz-Dieter Schunk Henrik A.
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motek | HALLe 1 · StAND 1501 A L L E S I m b l a u e n b e r e i c h STAY IN THE blue ZOne Vernetzt in die Zukunft Editorial Heißa, das wird ein Zirkus.
Die Motek will an jedem Messetag demonstrieren, wie Innovation abläuft.
Nein, nicht auf den Ständen.
Die zeigen uns Fertiges, meinet- wegen auch Prototypen.
Da ist die Inno- vation bereits abgehakt, Stand der Tech- nik.
Es geht um den Entwicklungs- und Gedankenprozess.
Den möchte die Messe fortan im Eingangsbereich präsentieren.
Dazu haben sich das Kompetenznetzwerk Mechatronik, das Fraunhofer IPA und der Messeveranstalter P.E.
Schall zusammen- geschlossen.
Sie haben die Arena of Inno- vation kreiert und vier Aufgabenbereiche mit einer Jury identifi ziert, an deren Lösung aktiv während der Messelaufzeit gearbei- tet wird.
Das ist sozusagen Innovation live – zu besichtigen von allen Ausstellern und Besuchern in der Eingangshalle.
Am Ende der Messe sollen uns die ersten Ergebnisse vorgelegt werden.
Zur nächsten Motek im Oktober 2011 könnten die Entwicklungs- prozesse weitgehend abgeschlossen sein.
Kreative Köpfe, am liebsten Querden- ker, sind gefragt, ihr Wissen beizusteuern, wenn es beispielsweise darum geht, eine Türöffnungshilfe für Rollstuhlfahrer zu entwickeln oder eine Erinnerungshilfe für Gegenstände, die man gemeinhin liebend gern liegenlässt: Brillen, Mobiltelefone, Schlüssel, etc.
Unterstützung soll von Professionals aus den Unternehmen, vor allem den Ausstellern, kommen.
Sachhilfe ist ebenso erwünscht.
Das Konzept dieser Live-Veranstaltung ist komplett neu und noch nicht erprobt.
Die erste Ankündigung fand innovations- gerecht im Mercedes-Technikmuseum statt und stieß auf riesige Resonanz.
Was blieb, war einerseits deutliche Begeiste- rung und Staunen, andererseits an vielen Stellen erwartungsgemäße Skepsis.
Kann das so schnell klappen? Wer macht da denn schon mit? Was soll das Umsetz- bares bringen? Wie wird das Innovative geschützt? Das war Anfang Juli und nicht mehr weit bis zur Messe Mitte September.
Die Initiatoren laufen volles Risiko, mit dem Konzept auf dem Bauch zu landen, weil der Gedanke nicht leicht an den Mann zu bringen scheint.
Deswegen ist diese Idee zuvorderst mutig zu nennen.
Aber hinter diesem Mut steht zwin- gende Notwendigkeit.
Komplexität in der Aufgabenstellung ist ein wachsendes Pro- blem für die innovativen Unternehmen, die vor allem KMUs zunehmend überfor- dert.
Da kommt die Arena gerade recht.
Sie kann zeigen, was durch Netzwerken erreicht wird.
Eine Lehre für Manager, die auf persönlicher Ebene Networking groß- schreiben, ihr Unternehmen aber eher ei- genbröteln lassen – dieser Weg geht an der Zukunft vorbei.
Und die Idee ist zu loben, weil sie vorlebt, was auch in der Ideen- fabrik gefragt ist: Ein interdisziplinärer Zu- sammenschluss, der eingefahrene Bahnen einfach mal verlässt.
Schon die weiterfüh- rende Überlegung, die Entwicklungsarbeit nach der Messe virtuell in einer Web-Com- munity fortzusetzen, ist so außergewöhn- lich wie spannend.
Es wäre gut, blieben die Bremser bei dieser Idee in der Minderheit.
Würde sich diese Idee bewähren, könnte dies auch die Motek weiter beleben.
Das wäre doch in unserem Sinne.
Auf jeden Fall: Schauen Sie mal vorbei.
Bernd Waßmann ? Kennziffer 46