laufen auf einer Profi lschiene.
Die Ar- beitsplatte ist auch hier auskragend vorhanden.
Damit sind auch Monta- geoperationen von unten ausführbar.
Besonders interessant ist der Schnellein- zug der Werkstückträger in die Arbeits- station.
Eine Schneckenwalze erfasst den Werkstückträger an einer Rolle.
Die Einzugsschnecke hat eine Doppelfunk- tion: Einziehen eines Doppelwerkstück- trägers und Genaupositionieren in der Station.
Das erreicht man durch einen Kurvenabschnitt mit Steigung null.
In dieser Rastfunktion wird der Schne- ckenantrieb zeitweise abgeschaltet.
Da- mit erspart man sich die sonst notwen- digen Stopper- und Indexiereinheiten.
Es wird eine Positioniergenauigkeit von ±0,03 Millimeter erreicht.
Für das Ein- ziehen und Positionieren der Werkstückträger werden 0,6 Sekunden verbraucht.
Das Abnehmen eines Werkstück- trägers von der Schiene oder Herausfahren aus dem End- los-Schienenoval ist nicht vor- gesehen und nicht möglich.
Ein wirklicher Nachteil ist das aber in der Kleinteilmonta- ge nicht.
Im Standardumlauf werden Geschwindigkeiten von 19 oder 26 Meter je Mi- nute erreicht.
Die maximale Zuladung je Werkstückträger liegt bei vier Kilogramm.
Selbstfahrende Werkstückträger Das durchgestylte Transfersys- tem nach Bild 4 basiert auf einem Werkstückträger, der Sensorik, Antriebsmotor und Steuerelektronik an Bord hat.
Die Laufschiene führt die ab- nehmbaren Shuttles und ist gleichzeitig Stromschiene.
Das System verfügt über Weichen, so dass man auch verzweigte Schienenwege mit Bypass- Strecken aufbauen kann.
Wie bei den anderen Systemen kann grundsätzlich nur vor- wärts gefahren werden.
Aller- dings ist es möglich , innerhalb einer Station in kleinen Schrit- ten vorwärts zu rücken.
Die Emission elektrischer Störfelder ist sehr gering, der Einsatz in Reinräumen ist möglich.
Auf zwei Schienen bewegen sich dagegen die als „Trans- portroboter“ bezeichneten selbstfahrenden Wagen, wie sie in Bild 5 in einer Beispiel- anwendung gezeigt werden.
Hier wird gerade ein Wendelförderer in einem Montage- system mit Schütt- gutteilen aufgefüllt.
Ist die Lieferposition erreicht, öffnet sich eine Bodenklappe und gibt den Inhalt frei.
Das Shuttle be- zieht seine Energie aus mitgeführten Hochleistungskon- densatoren, die an der einen oder an- deren Arbeitsstati- on sekundenschnell wieder aufgeladen werden.
Sie treiben einen Gleichstrommotor an.
Es gibt für den Shuttle aufgesattelte Querförder- bänder, mit denen Lasten aus eigener Kraft aufgeladen und abgegeben wer- den können.
Sogar eine Version mit aufgebautem Kleinroboter ist erhältlich.
Damit könnte man beispielsweise ein Kommissioniersystem für Kleinteile oder Kartonpackungen aufbauen oder eine Prüfanlage bedienen, bei der an verschie- denen Stellen in größeren Zeitabständen Beschickungs-, Endlade-, Sortier- oder Magazinieroperationen auszuführen sind.
Stefan Hesse handling September 2010 23 Handhabungstechnik www.handling.de Bild 3: Linientransfer mit Schnelleinzug der Werk- stückträger (Weiss).
1 Arbeitsplatte, 2 Laufrolle, 3 Führungsprofi l, 4 Rolle für Schnelleinzug, 5 gefe- derter Gleitschuh, 6 Transportgurt, 7 Einzugsschne- cke, 8 Zahnriemen, 9 Schneckenantrieb, 10 Druckfe- der.
Bild 4: Einschienen-Transfersystem (Montech).
1 Arbeitsplatte, 2 Treibrolle, 3 Aluminium-Fahrschie- ne, 4 Gehäuse mit Antriebsmotor und Elektronik, 5 Stromabnehmer.
Bild 5: Werkstückträger in der Funktion eines Trans- portroboters (Servus).
1 Schüttgutbehälter, 2 Senso- rik, 3 stationärer Wendelförderer, 4 Laufschiene, 5 Werkstückträger.
MRT Transfersystem ? Kennziffer 72 HeMaTech, Schwaikheim, Tel.
07195/13690, Fax 136929, www.hermatech.de Linearmontagesystem ? Kennziffer 73 Weiss Sondermaschinentechnik, Buchen, Tel.
06281/5208-0, Fax 5208-99, www.weiss-gmbh.de Montrac-Transfersystem ? Kennziffer 74 Montech, CH-Derendingen, Tel.
+41/32/68155-00, Fax 6815588, www.montech.com Transportroboter ? Kennziffer 75 Servus Robotics, A-Dornbirn, Tel.
0043/5572/22000-600, Fax 22000-900, www.servus.info