handling September 2010 28 www.handling.de Montagetechnik Kxible unden und Anwender erwarten fl e- und wirtschaftliche Montage- systeme mit hohen Qualitätsstandards.
Denn sie müssen auf kurzfristige Stück- zahlschwankungen reagieren und eine steigende Variantenvielfalt bis hin zur Losgröße eins abdecken können.
Damit spielt das Lean Production Prinzip eine wichtige Rolle zusammen mit Modularität und Erweiterbarkeit von Montageanlagen bei optimaler Ausnutzung der verfüg- baren Produktionsfl äche.
Zunehmend in den Vordergrund rückt zusätzlich eine Mi- nimierung der Total Costs of Ownership (TCO) durch Wiederverwendbarkeit der einzelnen Einheiten sowie die Reduzie- rung des Energieverbrauchs.
Die Konzep- tion der Fertigungseinrichtungen muss außerdem kurzfristige Verlagerungen an andere Produktionsstandorte ermögli- chen, um globalisierten Produktionsstruk- turen gerecht zu werden.
Preh entwickelte entsprechend die- ser Anforderungen den Systembaustein „PrehFlex“, der speziell für den Aufbau von U-förmigen Montagesystemen aus- gelegt wurde.
Hierbei sorgen schmale Prozessmodule für kurze Greif- und Gehwege für die Werker, die nach dem Prinzip des One-Piece-Flow einzelne Mon- tageeinheiten im Inneren der U-Form be- und entladen.
Gleichzeitig erfolgt von au- ßen die Beschickung der Anlage mit dem Montagematerial durch den Logistiker.
PrehFlex-Einheiten bestehen prinzipiell aus einem standardisierten Grundgestell mit integrierter Steuerung und können bedarfsweise mit manuellen Montagevor- richtungen und halbautomatischen Pro- zessmodulen bis hin zu vollautomatischen Prüfsystemen ausgerüstet werden.
Au- ßerdem lassen sich durch den Einsatz von Schnellwechselsystemen variantenspezi- fi sche Maschinenkomponenten in kürzes- ter Zeit ohne Verwendung von Werkzeu- gen austauschen.
Zur Grundausstattung solcher Systeme gehören weiterhin eine Plausibilitätskontrolle (Poka Yoke) manu- ell durchgeführter Operationen mittels entsprechender Sensoren oder Bildver- arbeitungssysteme sowie eine lückenlos überwachte NIO-Strategie.
Zur Überwachung des Work Flows und Erfassung von Qualitäts- und Maschi- nendaten steht zusätzlich das Traceabi- litysystem PrehTrace zur Verfügung, das die Produktverfolgung per Data Matrix Scanner oder RFID-Datenträger ermög- licht.
Über spezielle Analyseplätze kön- nen NIO-Teile begutachtet und nach einer Reparatur wieder an defi nierter Stelle in den Prozessablauf eingeschleust werden.
Ein weiterer Systembaustein für vollauto- matisierte Montage- und Prüfprozesse ist die bewährte Montage- und Roboterzelle PrehCell.
pb Preh in Bad Neustadt an der Saale, Systemlieferant für fl exible Montage- und Auto- matisierungsanlagen, setzt den Fokus auf die Umsetzung des Lean Production Prinzips für die Montage von Automotive- Produkten.
Kurze Wege Flexible Montage mit Systemelementen Preh ist eine weltweit tätige Unter- nehmensgruppe mit rund 2.100 Mit- arbeitern in Deutschland, Portugal, Frankreich, Mexiko, Rumänien, USA und China.
Stammsitz des Unterneh- mens ist Bad Neustadt a.
d.
Saale.
Das Unternehmen wurde 1919 ge- gründet und erwirtschaftete im Ge- schäftsjahr 2009 einen Umsatz von rund 249 Millionen Euro.
Die Ent- wicklungsaktivitäten und Schlüssel- technologien liegen vornehmlich bei innovativen Mechatroniklösungen für renommierte Automobilhersteller.
Rund 96 Prozent des Umsatzes wur- den bisher im Bereich Automotive erwirtschaftet.
Eine aus PrehFlex-Systembausteinen bestehende Montagelinie nach dem Lean Production Prinzip.
(Foto: Preh) Montagesysteme ? Kennziffer 117 Preh, Bad Neustadt, Tel.
09771/92254, Fax 92898, www.preh.de