tionsleiter Steiner.
„Zum anderen kommt es beim Papier- und Kartonagehandling auf Sauberkeit an.
Wegen der Schmier- mittelfreiheit kann nichts tropfen und das Produkt verschmutzen.
Deshalb spre- chen alle Argumente für die wartungs- freien, leichten Kunststoffkomponenten, mit denen wir vor allem die notwendigen Gewichtseinsparungen verwirklichen.“ „DryLin“-Lineartechnik Der erste Kontakt der beiden Unterneh- men fand vor einigen Jahren auf der Motek statt.
„Wir hatten die Einsatz- möglichkeiten von Kunststoffl inearfüh- rungen geprüft und für gut befunden“, erinnert sich Max Steiner.
„Zwar sind un- sere Kunden eher traditionell orientiert, doch haben wir sie von den Vorteilen der tribo-optimierten Lineartechnik schnell überzeugt.
Ihre Maschinen laufen trotz höchster Auslastung jetzt vollkommen problemlos im Zwei- und Dreischichtbe- trieb.“ In den Füllhöheneinrichtungen kom- men fl exible Führungssysteme „DryLin W“ mit einer Linearspindel oder kom- biniert als kompakter Spindellineartisch „DryLin SLW“ zum Einsatz.
Darüber hinaus beweisen robuste „DryLin T“- Profi lschienenführungen ihre Stärke.
Als Werkstoff bewährt sich in allen Fäl- len „iglidur J“.
Er wurde speziell für Li- nearanwendungen in Verbindung mit hartanodisierten Aluminiumoberfl ächen entwickelt.
Weitere Eigenschaften sind Wartungsfreiheit, lange Lebensdauer, geringer Reibwert sowie sehr gute Ver- schleißfestigkeit.
10.000 Streifen pro Stunde In einem aktuellen Projekt, einem Sili- konpapierspender, bewährt sich eben- falls „DryLin W“.
Mit diesem Spen- desystem kann man bis zu 10.000 silikonisierte Papierstreifen pro Stunde positionsgenau auftragen.
Das Spende- gerät wird unter anderem in Faltschach- telklebemaschinen eingebaut und für die Produktion beispielsweise von Ver- sandumschlägen aus Karton verwendet.
Die Kosteneinsparung ist deutlich und beträgt bis zu 70 Prozent im Vergleich zum Auftragen von doppelseitigem Kle- beband.
„Bei einer Platzvorgabe von maximal zehn Millimeter werden eine Vielzahl von Achsen mit den Lineargleit- lagern bestückt.
Mit ihnen können die geforderten Geschwindigkeiten – von 40 bis 150 Meter pro Minute – auf sehr kurzen Wegen völlig problemlos reali- siert werden“, verdeutlicht Konstrukti- onsleiter Max Steiner.
„DryLin“ von igus in Köln, ist ein ausgereiftes Programm schmier- und wartungsfreier Lineargleitlager.
Im Vor- dergrund stehen neben dem völligen Verzicht auf Öl und Fett immer auch Ro- bustheit und Unempfi ndlichkeit gegen äußere Einfl üsse, etwa Wasser, Schmutz, Chemikalien, Hitze oder Stöße.
Die Li- neargleitlager arbeiten im Gegensatz zu den Kugelumlaufsystemen mit Glei- telementen.
Dadurch entsteht eine we- sentlich größere Kontaktfl äche, die eine geringere Flächenpressung zur Folge hat.
Dadurch ist der Einsatz nicht gehärteter Wellen möglich es sind sogar nichtme- tallische Gegenlaufparameter einsetzbar.
Ein Fressen und damit Maschinenstill- stände sind mit dieser Lösung ausge- schlossen.
Kugelumlaufführungen raus Die bei Bernhardt Maschinenbau unter anderem eingesetzte „DryLin T“-Baureihe basiert auf T-Profi lschienen.
Durch iden- tische Anschlussmaße wie die meisten handelsüblichen Kugelumlaufführungen ist die geometrische Austauschbarkeit gegeben.
Die einstellbaren Wagen glei- ten auf einer T-Schiene aus hartanodi- siertem Aluminium.
Der eloxierte Alumi- niumwagen greift um die Schiene und wird dabei durch insgesamt drei einstell- bare Gleit elementepaare geführt.
Sie er- möglichen die Spieleinstellung zur Füh- rungsschiene.
Das schmierfreie System ist auf Robustheit bei unterschiedlichen – auch extremen – Umgebungsbedin- gungen ausgelegt.
Die „DryLin W“-Baureihe wird von igus als kostengünstiges konfektioniertes System angeboten.
Das Design bietet höchste Flexibilität und einfache Monta- ge, wahlweise mit Einzel- oder Doppel- schienen.
Hartanodisiertes Aluminium wird als Schienenmaterial verwendet.
„DryLin W“ bietet niedrigste Reib- und Verschleißwerte im Trockenlauf sowie Gewichtsersparnis und leisen Lauf, und ist einfach zu montieren.
Lebensdauerberechnung online Zum Auslegen der Sonderlösungen für die Falt- und Klebemaschinen nutzt Max Steiner entweder den umfangreichen Kata log oder geht ins Internet (www.
igus.de/DryLin).
Hier erstellt ein neuer Konfi gurator in vier Schritten einen Funk- tionscheck und berechnet die voraus- sichtliche Lebensdauer der Anwendung.
Das auf die Anforderungen vor Ort be- rechnete Linearlager kann anschließend angefragt oder direkt bestellt werden.
„Das Online-Werkzeug von igus ist nicht nur einfach zu bedienen, sondern auch äußerst hilfreich.
Ich bekomme nach der Eingabe aller notwendigen Parameter sofort die richtige Lagerempfehlung“, so Max Steiner.
handling August 2010 5 www.handling.de Titelstory „DryLin“-Trapezgewindemutter aus dem Werkstoff „iglidur J“ (links) in Füllhöhen- einrichtung mit Falztasche.
Detailansicht Querverstellung mit Spin- delmutter aus tribologisch optimiertem Kunststoff von igus GmbH, Köln.
Die wartungsfreie „DryLin W“-Linearfüh- rung mit Handklemmung in der Querver- stellung der Füllhöheneinrichtung trägt zur Gewichtsoptimierung der Verpa- ckungsmaschine bei.
Lineargleitführungen ? Kennziffer 3 Igus, Köln, Tel.
0203/9649-0, Fax 9649-222, www.igus.de