handling August 2010 28 www.handling.de Lineartechnik Sbremsen, tarten, bremsen, erneut anfahren, am Ende wieder zurück- fahren – ob bei kleineren Apparaten am Roboter, Pick-and-Place-Anwendungen, schnellen Pressen-Feedern, großen Regal- bediengeräten oder klassischen Förder- bändern: Herkömmliche Handling- und Transport-Anwendungen kommen oft nicht ohne Leerfahrt beziehungsweise unproduktive Rückfahrt aus.
Dazu hat Igus in Köln jetzt die erste kontinuierlich umlaufende Energiekette der Welt entwi- ckelt.
Das einbaufertige Komplettmodul eröffnet neue Perspektiven in der Ma- schinenkonstruktion und ermöglicht mit Geschwindigkeiten bis zu acht Meter pro Sekunde schnellste Maschinentaktzeiten.
Die neue „C-Kette“ besteht aus einer abriebfesten Kunststoff-Energiekette mit angeschlossener Drehdurchführung.
Sie verfährt leicht und vibrationsfrei, falls er- forderlich mit unterstütztem Obertrum.
Das System bietet ausreichend Platz zur Befüllung etwa mit einer Servo/Motorlei- tung, einer Steuer-, Bus- oder auch LWL- Leitung es schützt und führt Luft und Gas.
Alle erforderlichen Leitungen und Schläuche für Last, Daten und Medien sind in einem kompakt gebauten Füh- rungssystem untergebracht.
Der Herstel- ler liefert es gemäß aller kundenspezi- fi schen Eckdaten als Komplettmodul, das beim Kunden direkt an die Maschine, das Förderband oder eine andere Anlage an- gebaut werden kann.
Es ist in verschie- denen Einbaulagen einsetzbar.
Jeder Wagen ist einzeln adressierbar Mit dem C-Kettensystem lässt sich zum Beispiel ein Handling-, Regalbediengerät oder Feeder ähnlich einer „Raupenkette“ gestalten.
Auf ihr können umlaufende Wagen mit verschiedensten Funktionen befestigt werden.
Die Wagen werden von einer Energiekette mit daran angeschlos- sener Drehdurchführung mit Information, Energie und Medien versorgt.
Das funktio- niert so: Leicht und verschleißfrei kreist die Kette im Führungsgehäuse hin zur ersten Wagen-Station.
Dort speist sie eine umlau- fende Ringleitung, an die alle Wagen der „Raupe“ angeschlossen sind.
Mit Elektro- nik und Bustechnik lässt sich dann jeder Wagen einzeln adressieren.
Er wird mit ent- sprechenden Signalen versorgt, um dann beliebig arbeiten zu können, zum Beispiel mittels Pneumatikventil, Elektromotor oder Sensor.
Jeder Wagen ist einzeln ansteuer- bar und kann in vordefi nierter Position so- fort seine Aufgaben übernehmen.
Abhängig von Kundenvorgaben ist ein Verfahrweg von 30 Metern und mehr möglich.
Zahlreiche unterschiedliche Wa- gen lassen sich auf der kontinuierlich um- laufenden Kette anschließen.
Das können rotierende Greifer, Sauger oder Elektro- magneten sein, die permanent Werkstücke aufnehmen, halten, justieren und wieder ablegen.
Oder auch Werkzeuge zur Bear- beitung, etwa zum Drehen, Spannen, Kle- ben und Bohren.
Ebenso kann Regelungs- und Steuertechnik auf den Wagen sein, kompakt versorgt mit Information und Leistung aus einem stabilen Führungssys- tem – vom Barcode- oder Farberkennungs- leser bis hin zum RFID-Lesegerät.
Neben dem zentralen konstruktiven Durchbruch – dem Verzicht auf Leerfahrten – können Transport-, Pick-and-Place- und andere Handlinganlagen jetzt schlanker gebaut werden.
Die neue Kette lässt sich einfach integrieren in kleine Einbauräume.
pb Die „C-Kette“ von Igus versorgt – rund umlaufend – Greifer, Sensorik und andere Einheiten mit Energie, Daten und Medien.
Ohne überfl üssige Vor- und Rückfahrten kann direkt die nächste Position angefahren und dort permanent be- und entladen, geklebt oder gebohrt werden.
Eine runde Sache Erste kontinuierlich umlaufende Energiekette Keine Leerfahrten mehr: Igus hat die erste kontinuierlich umlaufende Energiekette der Welt vorgestellt.
Sie versorgt Greifer, Sensorik und andere Wagen mit Informa- tion, Energie und Medien.
(Foto: Igus) Kontinuiertlich umlaufende Energiekette ? Kennziffer 210 Igus, Köln, Tel.
02203/9649-0, Fax 9649-222, www.igus.de