handling August 2010 10 www.handling.de Handhaben D– ie Last auf viele Schultern verteilen das ist das Prinzip der von Schunk entwickelten Vielzahnführung.
Die Füh- rungsaufgaben bei Parallel- und Zen- trischgreifern wird nicht mehr von der klassischen T-Nut übernommen, sondern von mehreren, parallel angeordneten Prismenführungen.
Der Vorteil: Kräfte und Momente werden auf mehrere Füh- rungsfl ächen verteilt, sie sind daher höher belastbar.
Der Effekt: Bei gleicher Grei- fergröße können längere Greiferfi nger eingesetzt werden, ohne die Führung zu überlasten.
Durch das Plus an Führungs- fl äche wird die Flächenpressung und so- mit der Verschleiß auf ein Minimum re- duziert.
Die Vielzahnführung sorgt somit ein Greiferleben lang für geringstes Füh- rungsspiel.
Weniger Schubladeneffekt Mit den parallel angeordneten Prismen- führungen haben die Schunk-Ingenieure den so genannten „Schubladeneffekt“ deutlich reduziert.
Er tritt gewöhnlich dann auf, wenn eine konventionell fl ach geführte Schublade herausgezogen wird und dabei die Führungslänge L abnimmt, während die Führungshöhe H gleich bleibt.
Je kleiner das Verhältnis L/H, des- to größer sind die Winkelabweichungen zwischen Schublade und Führung und da- mit die punktuellen Belastungen.
Anders bei der Vielzahnführung: Kräfte und Mo- mente werden auf viele Führungsfl ächen verteilt und damit die Flächenpressung vermindert.
Die Führung wird dadurch präziser, steifer, stabiler und belastbarer.
Der Vorteil: Der Verschleiß sinkt, die Le- bensdauer steigt.
In der Simulation zeigt sich, dass bei ei- ner konventionellen T-Nuten-Führung im Bereich der Ecken lokal sehr hohe Span- nungen auftreten.
Im Vergleich dazu wer- den bei der Vielzahnführung die Span- nungen schnell verteilt und der Kraftfl uss ohne Umwege in den unteren, massiven Teil der Führung geleitet.
Die Leistungsfähigkeit seiner Kompo- nenten unterstreicht der Lauffener An- bieter mit einer bemerkenswerten Ga- rantiezeit: Alle pneumatischen Greifer mit Vielzahnführung haben eine 36-mona- tige Gewährleistung und eine 30-Jahre- Funktionsgarantie.
Die Longlife-Garantie sichert ein Greiferleben lang alle eventuell notwendigen Reparaturen zum Festpreis das ermöglicht eine präzise TCO-Planung der Gesamtkosten über die gesamte Le- bensdauer einer Anlage.
Die Vielzahnführung ist inzwischen in etlichen Greifervarianten realisiert.
Flaggschiffe sind die Baureihe der pneumatischen Parallelgreifer PGN-plus sowie die dreifi ngrigen Zentrischgreifer der Baureihe PZN-plus.
Mit ihnen lassen sich viele Handlingaufgaben für sowohl ganz leichte als auch schwere Lasten lösen.
pb Höchste Effi zienz und Zuver- lässigkeit sowie Langlebigkeit – in der Automation sind die Vorgaben klar.
Der Lauffener Spann- und Greiftechnikspezi- alist Schunk hat sein Produkt- programm darauf ausgerichtet und mit der Vielzahnführung Maßstab bei Greifern gesetzt.
Mehr Führung Der Trend bei Greifern geht zur Vielzahnführung Greifer mit Vielzahnführung ? Kennziffer 216 Schunk, Lauffen, Tel.
07133/103-0, Fax 103-2399, www.schunk.com Einfach gelöst Die Aufgabe: Das 200 Kilogramm schwe- re Triebwerk eines Hubschraubers sollte aus dem Motorraum herausgehoben und auf einer Palette auf dem Boden abgelegt werden.
Der erforderliche Nutzhub be- trug etwa 2.500 Millimeter, der Abstand von der Kufe bis zum Schwerpunkt des Triebwerks 1.200 Millimeter.
Die Lösung: IHF Jungenthal liefer- te das das mobile, elektrohydraulische Handhabungsgerät IHF-Storomat.
Die Energieversorgung über Batterie ermög- lichte das uneingeschränkte Bewegen des Gerätes ohne störende Schläuche oder Kabel.
Der IHF-Storomat hat eine Tragfähigkeit von 250 Kilogramm und einen Nutzhub von zweieinhalb Metern.
Die Hubrichtung und Hubgeschwindig- keit wird mit einem Hebel analog über eine Auf-Ab-Steuerung kontrolliert.
Auf störende Stützpratzen nach vorn kann durch die Verwendung von Gegenge- wichten verzichtet werden.
Neben der Triebwerksmontage wird das Gerät auch für den Anbau von Rotorstern, Kamera und Scheinwerfer genutzt.
pb Handhabungssystem IHF-Storomat ? Kennziffer 183 IHF Jungenthal, Kirchen, Tel.
02741/9591-0, Fax 9591-25, www.ihf-jungenthal.de Kräfte und Momente werden an der Viel- zahnführung verteilt – das ermöglicht eine höhere Greifkraft beziehungsweise den Einsatz längerer Finger.
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