handling August 2010 4 www.handling.de Titelstory EKonstruktion iner unserer Schwerpunkte ist die von Falt- und Klebema- schinen“, berichtet Max Steiner, Kons- truktionsleiter der Bernhardt Maschinen- bau oHG in Neunkirchen am Brand.
Diese sind für die Verarbeitung von Materialien zwischen 180 und 600 Gramm pro Qua- dratmeter geeignet.
Mit den Maschinen lassen sich zum Beispiel CD-Hüllen, Digi- Packs, Faltschachteln, Flugtickettaschen oder Präsentationsmappen mit einer Ge- schwindigkeit bis 300 Meter pro Minute falten und kleben.
Einstieg ins 3D-Kleben Füllhöhenprodukte liegen voll im Trend.
Dabei handelt es sich üblicherweise um Faltschachteln mit der Besonderheit, dass sie keinen fl achen Zuschnitt haben und nicht wie die so genannten Aufricht- schachteln zeitaufwändig und teuer in einem weiteren Arbeitsgang per Hand aufgerichtet werden müssen.
Vielmehr können sie direkt in einem Durchlauf ge- faltet, geklebt und befüllt werden.
„Wir haben zwei Faltschachtelklebemaschinen mit Füllhöheneinrichtung nach Russland verkauft, die Tag und Nacht an sieben Ta- gen in der Woche 3D-Kartons für DVDs produzieren“, so Max Steiner.
„In den Füllhöhenbereich sind wir mit Münzschachteln für Sammler einge- stiegen und haben eine Prototypanlage für 250.000 Schachteln gebaut“, blickt Max Steiner zurück.
Technische Anfor- derungen sind dabei – grundsätzlich –, dass die Maschinenbediener die Anlagen schnell und unkompliziert auf neue An- forderungen einstellen müssen.
Auch die Umgebungsbedingungen sind nicht immer einfach: Der Zellulosestaub kann sich in Verbindung mit Luftfeuchtigkeit schnell zu einer klebrigen Masse verbin- den, die zu Störungen des Ablaufs füh- ren könnte.
Es kommt daher auf robuste und vor allem wartungsfreie Technik an.
Gewicht sparen mit Gleitlagern Um Produktionsausfälle und unnötige Stillstände der Falt- und Klebemaschinen zu vermeiden, werden hohe Anforde- rungen an die zum Einsatz kommenden Maschinen elemente gestellt.
Wartungs- und Schmiermittelfreiheit, Schmutzun- empfi ndlichkeit, lange Lebensdauer und Wirtschaftlichkeit spielen eine große Rolle.
In den Verstelleinheiten der Son- deranbauten setzt das Unternehmen ausschließlich auf „DryLin“-Lineargleit- lagersysteme der igus GmbH, Köln.
Sie ersetzen schon seit Jahren komplett die früher üblichen Kugelum laufführungen.
Da die jeweiligen Maschinengestelle und ihre Individualaufbauten beim Kunden nicht immer unverrückbar an einer Stelle stehen oder vor Ort umgebaut werden, spielt auch das Gesamtgewicht der kom- pletten Anlage eine wichtige Rolle.
Auch hier punktet der im Vergleich sehr leichte Werkstoff Kunststoff im Gegensatz zur Stahlführung.
„Zum einen hat uns der Preis der Li- neargleitlager überzeugt“, so Konstruk- Produktinformationen werden heute immer häufi ger unkom- pliziert aus dem Netz bezogen.
Das gilt auch für Maschinen- komponenten und Zukaufteile, um Prozesskosten zu sparen.
Bei der Auslegung von kun- denspezifi schen Faltschach- telklebemaschinen setzt Son- dermaschinenbauer Bernhardt Maschinenbau auf schmierfreie Lagertechnik von igus.
Im Internet konfi guriert, dann technisch gut beraten – eine Geschichte aus dem Konstruk- teursleben 2010.
Konfi gurieren im Netz Schmierfreie Lagertechnik für Falt- und Klebemaschinen Faltklebemaschine „Multi PRO1000-FH“ mit Füllhöhen- einrichtung von Bernhardt Maschinenbau.
Die Maschine hat eine Leistung von bis zu 5.000 Takten pro Stunden.
Flach gebaute, schmierfreie „DryLin N“- Führung im Betrieb in einem Füllhöhen- aufsatz.