handling Juni 2012 46 www.handling.de Robotertechnik WPfl enn es stimmt, dass so manches änzchen am Besten im Verbor- genen blüht, dann trifft dies auch auf jene Maschinenbau- und Medizintechnik-Spe- zialisten zu, die sich im Laufe der Zeit rund um die Technologie-Region Tuttlingen an- gesiedelt haben.
Besonders gilt dies für das anspruchsvolle Medizintechnik-Ge- schäft, und hier speziell das Segment Chir- urgische Instrumente und Implantate aus Metall und Kunststoff.
Vor allem sind es viele kleine bis mittlere Familienbetriebe, die den hier global wettbewerbsfähig hergestellten Produkten buchstäblich zu Glanz verhelfen.
Ein Beispiel ist die mittel- ständische Firma Arbra Oberfl ächentech- nik, deren Gründung auf das Jahr 1987 zurückgeht.
In typischer Manier begann Arnold Bräunlinger, Geschäftsführender Gesellschafter, damals tatsächlich in der Garage und stellte im Nebenerwerb als Zulieferer hochwertige chirurgische Ins- trumente wie Bohrdraht und Lanzetten sowie Implantate, zum Beispiel Knochen- nägel, her.
Kompetenz, Know-how und Qualität überzeugte die Kunden, sodass Arnold Bräunlinger sich schließlich ganz dem Auf- und Ausbau seines Unterneh- mens widmete.
Es entwickelte sich gut – nach einer Zwischenstation bezog die Firma 2007 ein großzügiges Betriebsge- bäude in Emmingen-Liptingen.
Da viele Unternehmen in bestimmten Produktionsbereichen, zum Beispiel auch beim mechanischen Oberfl ächenfi nish, ungenügende Arbeitsvolumina erhalten, strebten sie zunehmend das Outsour- cing an.
Dies wiederum erkannte Arnold Bräunlinger als große Chance, sich auf diesem Gebiet weiter zu spezialisieren und entsprechende Investitionen vorzu- nehmen.
Zumal sich mittlerweile auch Zulieferer aus dem Bereich Automotive für die Arbra-Dienstleistungen Schleifen, Polieren, Scotchen, Entgraten, Hoch- glanzbearbeitung, Sand-, Kugel-, Schleu- derstrahlen sowie Auswaschen interes- sierten.
Bewegten sich die Stückzahlen in der Medizintechnik früher im kleineren Rahmen, können es heute ein paar Hun- dert pro Charge sein.
Das durch Schleifen und Polieren zu bearbeitende Teilespekt- rum nimmt Tag für Tag zu, sodass Ar- bra bis heute etwa 4.000 Artikel immer wieder zu bearbeiten hat.
Um die meist aufwändige Schleif- und Polierarbeit ab einer gewissen Stückzahl wirtschaftlich zu halten, setzt das Unternehmen auf einen Mix aus manueller Bearbeitung und Roboter-Schleifen beziehungsweise -Polieren.
Dafür hat Arbra vom Automa- tisierungs-Spezialisten SHL eine moderne Mit einer Roboterschleif- und Polieranlage stellt Arbra Ober- fl ächentechnik für die Kunden aus allen relevanten Industrie- bereichen präzises und wirt- schaftliches Oberfl ächenfi nish in reproduzierbarer Qualität sicher.
Glatte Sache Gebrauchtanlage wird zum modernen Roboterschleif- und Polierzentrum Eine SHL-Freiband- und Kontaktrollenschleifmaschine samt Kuka-Roboter für das Werk- stückhandling.
Eine Auswahl an typischen Werkstücken aus den Bereichen Medizintechnik und Au- tomotive, die bei Arbra durch Schleifen und Polieren ihr Oberfl ächenfi nish erhalten.