stieg dem Tüftlerdasein mit der Gründung einer eigenen Firma im Jahr 1863, der IMS, und trug entscheidend dazu bei, dass die Uhrenfertigung im Schwarzwald konkur- renzfähig war.
Er nutzte die Mühle von Ei- senbach und ihr Wasserrad als Antrieb für seine Maschinen und errichtete 1893 an Ort und Stelle ein dreistöckiges Gebäude, das Stammhaus „auf dem Höchst“.
Dieses Haus überdauerte alle folgende Zeit bis in die Gegenwart und wurde erst vor gut einem Jahr im Zuge einer Gebäudeerwei- terung abgerissen.
Auch Johann Morat hatte acht Kinder vier seiner Söhne trugen den Unterneh- mensgedanken sowie das Wissen von Vater und Großvater über die Jahrhundert- wende: Herrmann übernahm den Bereich Verzahnungstechnik der IMS, Josef war für den Maschinenbau zuständig.
Die nach außen hin getrennte Taschenuhrenfabrik gründete Alois 1903.
Und Franz (1876 bis 1953) beschloss eine eigene Fertigungsstät- te und gründete schließlich 1912 die Franz Morat GmbH mit Sitz im Stammhaus.
Hier begann nun eine bemerkenswerte tech- nische und wirtschaftliche Entwicklung.
Der Enkel des alten Wälder-Tüftlers fer- tigte Manometerwerke, Federlaufwerke, Zählwerke, Registrierwerke, Kontrollap- parate, kleine Drehteile und verschiedene Zahnräder für die Uhrenindustrie.
In den 50er-Jahren avancierte die Firma zum Ver- zahnungsspezialisten, in den 80er-Jahren resultierte daraus die Herstellung ganzer Antriebseinheiten.
Der Getriebebau rückte zunehmend in den Fokus.
Kunden aus al- len Produktionsbereichen verbauen heute Maschinenemente aus dem Schwarzwald- dorf – sogar im Weltall waren Getriebe aus Eisenbach: Als im Dezember 1983 das Spacelab mit der Raumfähre Columbia wohlbehalten von seiner Mission zur Erde zurückkehrte, war an Bord nicht nur der deutsche Astronaut Ulf Merbold, sondern auch eine Antriebseinheit aus dem Hause Morat es verrichtete zuverlässigen Dienst bei einem Versuchsaufbau im Weltraum- labor.
Vollbeschäftigung mit Verzahnungstechnik Der Sohn von Franz Morat, Franz Morat jun.
(1911 bis 1986) übernahm nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges die Firma und übergab sie 1948 seinem Vetter Josef.
Seine Geschäftsanteile ver- machte Franz jun.
seinen Kindern Gisela Brake-Morat und Franz Armin Morat.
Dieser wie- derum übergab seinen Part seinen Söhnen Daniel und Robert Morat und widmet sich selbst seither dem Mo- rat-Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, eine Stif- tung in Freiburg.
Seit 2011 sind Robert Morat und Dr.
Daniel alleinige Gesellschafter.
370 Mit- arbeiter sind hier beschäftigt, rund 500 Mitarbeiter sind es in der Franz-Morat- Gruppe insgesamt.
Zwölf Unternehmen mit 1.600 Arbeitsplätzen gibt es in Eisen- bach mit seinen 2.200 Einwohnern – alles dreht sich um das Thema Verzahnung.
Vollbeschäftigung, wo andere Urlaub ma- chen: Unmittelbar vor der Haustür liegen die schönsten Ski- und Wanderregionen, das Elsass, der Kaiserstuhl, Freiburg, der Titisee, der Schluchsee, die Alpen zum Greifen nahe.
Ein Arbeitsplatz wie aus dem Bilderbuch.
Petra Born handling Juni 2012 39 www.handling.de Weitereim InformationenInternet! finden Sie isel Germany AG Bürgermeister-Ebert-Str.
40 D-36124 Eichenzell Tel.: (0 66 59) 981-0 Fax: (0 66 59) 981-776 E-Mail: automation@isel.com www.isel-germany.de 970213 AD009 // KW 21/2012 Preiswert Geräuscharm Leichtgängig Spielfrei einstellbar Kugel- gewinde- triebe made by isel ® Gutes Preis/Leistungsverhältnis,16x5iffenundgeschl z.
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(Foto: Framo Morat) Verzahnungstechnik ? Kennziffer 43 Framo Morat, Eisenbach, Tel.
+07657/88-0, Fax 88-33, www.framo-morat.com ? Kennziffer 75 [ ] „Bei is uf daset Meter Höh´, do git es keine Bure meh, nu mager Feld un hintschig Vieh, mir lebe von d‘Ìnduschtrie.“ (Eisenbacher Spruch, aus der Heimatgeschichte von Eisenbach)