handling Juni 2012 14 Edenaktuelle ine Konjunkturumfrage unter 350 Mitgliedern des VDMA-Lan- desverbandes Ost in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergab ein zuversichtliches Bild über die Lage des ostdeutschen Maschinenbaus.
Zwar wa- ren für zunehmend mehr Unternehmen die vergangenen Monate von Ungewiss- heit geprägt: „Die Kunden sind aufgrund der anhaltenden Euro- und Finanzmarkt- krise verunsichert.
Sie zögern Investitions- entscheidungen hinaus und verschieben zum Teil bereits geplante Projekte.
Dies und Finanzierungsschwierigkeiten der Kunden wirken sich nachteilig auf den Auftragseingang und die Kapazitäts- auslastung unserer Unternehmen aus“, erläutert Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost.
Die Kapazitätsauslastung lag weiter über dem langjährigem Durch- schnitt mit 89,9 Prozent im ersten Quar- tal des Jahres sie lag damit 1,5 Prozent unter der des vierten Quartals 2011, aber erneut deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von reichlich 86 Prozent.
Der durchschnittliche Auftragsvorlauf ging minimal auf 4,9 Monate zurück.
Auffallend ist hierbei die Bandbreite zwi- schen den Firmen: So stieg im Vergleich zum Vorquartal sowohl die Zahl der Un- ternehmen mit einer Auftragsreichweite von mindestens einem halben Jahr als auch die Zahl derer mit einem Vorlauf von maximal einem Monat.
Die Investi- tionszurückhaltung der Kunden und der schwankende Auftragseingang schlagen sich auch in der Umsatzrendite nieder, dem prozentualen Anteil des Gewinns am Umsatz eines Unternehmens.
So sank zu Jahresbeginn merklich die Zahl der Fir- men mit einer Umsatzrendite über fünf Prozent.
Fachkräfte dringend gesucht Neben der unbeständigen, kurzfristigen Auftragsvergabe sehen sich die Maschi- nen- und Anlagenbauer wie schon in den vergangenen Monaten mit einem starken Wettbewerb, langen Lieferzeiten der Zulieferer und stetig steigenden Ma- terial- und Energiekosten konfrontiert.
„Weiterhin im Fokus stehen auch die demografi sche Struktur des Personalbe- standes und die damit verbundene Suche nach geeigneten Fachkräften und Aus- zubildenden“, so Pätz.
Dennoch schaut der Großteil der befragten Unternehmen dem zweiten Quartal 2012 hoffnungsvoll entgegen: 86 von 100 Firmen erwarten gleichbleibende oder bessere Geschäfte.
Im Vergleich zum Vorquartal gehen dabei bedeutend mehr Unternehmer von einer besseren Geschäftslage aus – im ersten Quartal 2012 zeigten sich 28,1 Prozent der Befragten optimistisch, im Quartal zu- vor waren es nur 15,9 Prozent.
Mehr als ein Drittel der Unternehmen will außerdem im kommenden halben Jahr die Zahl der Beschäftigten erhöhen.
Gleichzeitig wollen weniger Firmen als bisher Personal abbauen.
„Dies lässt den Schluss zu, dass keine Negativ-Trendwen- de abzusehen ist.
Vielmehr sehe ich eine Stabilisierung auf einem guten Niveau“, betont Pätz.
pb Der ostdeutsche Maschinen- und Anlagenbau zeigt sich weiterhin stabil.
Zwar gingen zu Jahresbeginn die durch- schnittliche Kapazitätsauslas- tung, der Auftragsbestand und die Umsatzrendite leicht zu- rück.
Die Geschäftsaussichten und Personalplanungen zeigen jedoch nach oben, sagt der VDMA Ost.
Bessere Geschäfte Der ostdeutsche Maschinenbau ist zuversichtlich ? Kennziffer 20 Special: Wirtschaftsregion Mitteldeutschland Maschinenbau ? Kennziffer 37 VDMA Landesverband Ost, Leipzig, Tel.
0341/521160-0, Fax 521160-23, www.vdma.org Reinhard Pätz, Geschäftsführer des VDMA Ost, sieht eine Stabilisierung des ostdeutschen Maschinenbaus auf einem guten Niveau.
(Foto: VDMA)