handling Juni 2012 18 www.handling.de DTeilen as Handling und die Zuführung von gewinnen in Produktions- prozessen immer mehr an Bedeutung.
Anlagen der IWB Industrietechnik in Go- tha kommen daher zum Beispiel auch vermehrt in Spritzgießereien für Kunst- stoffteile zum Einsatz hier sorgen sie für mehr Prozessstabilität und einen hö- heren Automatisierungsgrad in der Pro- duktion.
Die IWB, einst klassischer Ma- schinenbauer, will nun auch im Bereich der Medizintechnik verstärkt Fuß fassen.
Denn Fördertechnik für Anwendungen in der medizintechnischen Fertigung wird zunehmend nachgefragt.
Ein aktuelles Projekt bezieht sich auf die Montage von Dialysefi ltern: Für einem namhaften Her- steller sollen mehrere spezielle Anlagen zur Montage der Filter konzipiert und gebaut werden.
„Dieser Auftrag ist auch für uns nicht alltäglich.
Üblicherweise arbeiten wir in der Automatisierung mit Aluminium und lackiertem Stahl.
Hier dürfen wir jetzt fast nur Edelstahl ver- wenden.“ Grund dafür sind die strengen Anforderungen des Reinraum-Einsatzes.
Die erste Anlage zur Montage von Dialy- sefi ltern ist jetzt fertig und steht vor der Übergabe.
Schoko-Düsen, Kassenbänder Ein anderer, nicht minder anspruchsvoller Fertigungsauftrag kommt von einem Süßwarenhersteller: Hier werden große Aluminiumteile mit vielen Bohrungen und Konturen und hoher Genauigkeit hergestellt, die in Dosieranlagen für Scho- koladenmasse zum Einsatz kommen.
So mussten beispielsweise 13.000 präzise Bohrungen auf einer Platte von zwei Qua- dratmetern angebracht werden, die spä- ter als „Düsen“ für den Guss von Schoko- kugeln dienen.
Weniger rein und speziell, dafür mehr mit großen Stückzahlen verbunden, ist ein weiterer Auftrag: Transportbänder für die Supermarkt-Kasse sowie Bear- beitungstische hinter Flaschenrücknah- meautomaten: Nachdem der Automat das zurückgegebene Leergut verschluckt und den Bon ausgespuckt hat, wirft er die Flaschen im Hinterraum auf einen Tisch, von wo sie dann manuell wegs- ortiert werden.
„Ein stark kommendes Geschäft für uns“, freut sich Ralf-Peter Kroschel.
Denn hier geht es um große Stückzahlen.
So begegnet auch der Ver- Am logistisch vorteilhaften Standort Gotha in Thüringen entstehen komplexe Frästeile und Sonderanlagen – zuneh- mend auch für die Medizin- und Lebensmittelindustrie.
Neu hinzugekommen sind auch Förderanlagen, die jeder aus dem Supermarkt kennt: Das Band an der Kasse und hinter Flaschenrücknahmeautomaten.
Nichts von der Stange IWB Industrietechnik ist seit 20 Jahren am Markt Special: Wirtschaftsregion Mitteldeutschland Zwei Jahrzehnte Die IWB Industrietechnik GmbH ent- stand 1992 als klassischer Maschi- nenbauer.
Firmenstandort war zu- nächst Neudientendorf, seit 2007 ist es Gotha.
Von Anfang an gab es eine enge Kooperation mit dem Unter- nehmen IEF Werner in Furtwangen.
Ralf-Peter Kroschel ist Geschäftsfüh- rer seit 2000 und leitet das Unterneh- men gemeinsam mit Erhard Kabella.
Sie erarbeiteten 2011 mit rund 50 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von vier Millionen Euro in den drei Geschäftsbereichen Fräsen (zehn Be- arbeitungszentren), Serienfertigung von Transportbändern sowie Sonder- anlagen.
Die Anlage zur Montage von Dialysefi ltern soll zukünftig in einem Reinraum zum Einsatz kommen.
IWB-Geschäftsführer Ralf-Peter Kroschel (re) bespricht mit Techniker Thorsten Abram letzte Details vor der Übergabe.