handling Juni 2012 30 www.handling.de Montagetechnik DMSP er Anbieter aus Nagold stellt mit der 2199090 eine Lösung nach dem Prinzip „Alles aus einer Hand“ vor.
Auf dieser Maschine werden Zwei-Kom- ponenten-Kunststoffteile, die verschie- dene mechanische und elektronische Funktionen erfüllen, hergestellt.
Die ge- samte Anlage wird über dezentrale SPS- Einheiten gelenkt, die wiederum durch die SPS-Mastersteuerung miteinander verknüpft sind.
Schon die Zuführung der Einlegeteile und Kontakte ist eine technische Herausforderung.
Über eine Bunker-Topf-Kombination werden die fi ligranen Bauteile den teilespezifi schen Werkzeugen für den Spritzguss lagerich- tig zugeordnet.
Das geschieht im Sekun- dentakt.
Der Handling-Roboter Fanuc LRM200 nimmt die Einlegeteile aus den Zuführ- werkzeugen auf und legt sie in das Spritz- gieß-Werkzeugbild im Zwischenspeicher ab.
Das Einlegen für den zweiten Bela- deroboter wird von einem Kamerasys- tem überwacht.
Hierdurch ist sicherge- stellt, dass der Beladeroboter, ein mittelgroßer Fanuc M710, nur komplette und einwand- freie Teilesets aufnimmt.
Er bedient sich in der Zwischen- ablage und schwenkt mit den vor- bereiteten Bauteilen zur Spritz- gießmaschi- ne.
Der Robo- ter geht zunächst in Wartestellung.
Be- kommt er das Signal für ei- nen weiteren Arbeitsgang, greift er zunächst nach dem fertiggestell- ten Spritzgießteil, um es auf dem Werk- stückträger des Umlaufsystems sauber abzulegen.
Das halbfertige Spritzgießteil muss nun für den zweiten Schuss im Werkzeug umgesetzt werden, damit sich die beiden Komponenten verbinden.
Nun werden die elektronischen Bau- teile aus der Materialzuführung in die da- für vorgesehenen Kavitäten eingeführt, damit der Spritzgießzyklus von vorn be- ginnen kann.
Die fertigen Teile wandern auf die Kühlstrecke, die sie nahtlos zur Montageprüfzelle befördert.
Dort fügt ein weiterer Roboter – ein Fanuc LRM200 – die Lager sowie den Dichtungs-Ohrring ein.
Mittels Bildverarbeitung wird an der Prüfstation kontrolliert, ob die Teile kom- plett ausgespritzt sind.
Im sogenannten Triangulationsverfahren werden die zu prüfenden Flächen gescannt.
Diese La- ser-Prüfmethode gibt exakten Aufschluss über die Geometrie der Oberfl ächen.
Entsprechen die Bauteile wider Erwarten nicht den Sollkonturen des Profi ls, gibt es sofort eine Fehlermeldung, und die Bau- gruppe wird als schlecht gewertet.
Fallen die Prüfergebnisse positiv aus, geht es in die zweite Testreihe.
Die Baugruppe samt Lager, Ohrring und Kontakte wird einer Hochvolt-Prüfung unterzogen, und auch die Kurzschluss-Eigenschaften werden überprüft.
Anschließend wird das Inte- gralgehäuse verschiedenen Belastungs- zyklen unterworfen, ehe es zurück auf den Werkstückträger des Umlaufsystems gelegt wird.
pb Bestücken, Spritzgießen, Mon- tieren, Prüfen, Sortieren, und Verpacken – das alles erledigt die Fertigungszelle von Martin- Mechanic im Alleingang.
Der Sondermaschinenbauer hat die Anlage mit Industrierobotern aus Neuhausen ausgerüstet.
Alles-Könner Montagezelle MSP 21990: Handling im Sekundentakt MartinMechanic ist ein von Friedrich Martin gegründetes mittelständisches Unternehmen, das seit mehr als 40 Jahren Standard- und Sonderanlagen plant und baut.
Die Söhne Claus und Frank Martin führen heute den Fa- milienbetrieb in Nagold, der sowohl kleine Vorrichtungen als auch kom- plexe Anlagen fertigt.
Das Alles-aus- einer-Hand-Prinzip beinhaltet sowohl Projektierung und Konstruktion als auch Teilefertigung, Schlosserei, Steu- erungsbau sowie die mechanische und elektrische Inbetriebnahme.
Die neue Fertigungsanlage MSP 21990 für Integralgehäuse.
(Foto: MartinMechanic) Montagezelle MSP 21990 ? Kennziffer 174 MartinMechanic Friedrich Martin, Nagold, Tel.
07452/8466-0, Fax 8466-566, www.martinmechanic.com Handling-Roboter ? Kennziffer 175 Fanuc Robotics Deutschland, Neuhausen, Tel.
07158/9873-0, Fax 9873-100, www.fanucrobotics.de