sowie der Einstieg in die Internationalität zu kräftigen.
handling: Hat diese Unterstützung seit- her gefruchtet? Prof.
Weidlich: Unsere Initiative ist als Projekt des Fraunhofer-Insitituts für Werk- zeugmaschinen und Umformtechnik neu- tral und projektoffen.
Daher nehmen viele Unternehmen unser Leistungsangebot an und profi tieren von der Arbeit in einem Netzwerk.
Seit 2003 haben wir 50 ope- rative Netzwerke mit gut 200 beteiligten Firmen initiiert und begleitet sowie 60 Workshops durchgeführt.
handling: Welche Kosten entstehen den beteiligten Unternehmen? Prof.
Weidlich: Keine.
Unsere Informa- tionsangebote als Verbundinitiative sind für die Unternehmen kostenlos.
Unsere Arbeit trägt sich aus dem sächsischen Landeshaushalt.
Insofern sind wir gegen- über dem Wirtschaftsministerium regel- mäßig rechenschaftspfl ichtig.
Natürlich sind solche Leistungen wie Teilnahmen an Workshops oder Gemeinschaftsständen auf Messen oder Unternehmerreisen kos- tenpfl ichtig.
handling: Mit welchen Projekten über- zeugen Sie das Ministerium davon, dass die öffentliche Förderung nötig ist? Prof.
Weidlich: Aktuell beschäftigt uns das Projekt „Chemnitz FutureGas“.
Hier arbeiten fünf Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen daran, biogene Reststoffe aus Kommunen, Industrie und Landwirtschaft effektiv zu verwerten.
Dieses Projekt ist interessant als ressour- censchonende und dezentrale Energie- gewinnung und wird auch vom Bundes- ministerium für Bildung und Forschung unterstützt.
Außerdem befassen wir uns intensiv mit den Märkten Russland und Indien – Indien hat sich als boomender Wachstumsmarkt strategisch für uns erge- ben, und zu Russland hat der sächsische Maschinenbau traditionell enge und part- nerschaftliche Kontakte.
Der Markt, der sich hier für unsere Unternehmen auftut, ist riesig: Das Land mit seiner gewaltigen Größe hat in vielen Industrieanlagen er- heblichen Nachholbedarf an Technologie und Ausstattung.
Hier bekommen die Sachsen noch richtig zu tun.
handling: Wie gehen Sie mit dem Thema Fachkräftemangel um? Prof.
Weidlich: Durch unsere Unterstüt- zung der Firmen in Sachen Technologie- transfer, Kooperation und Eigenpräsenta- tion gelingt es den Unternehmen, sich als attraktive, moderne und zukunftsfähige Arbeitgeber aufzustellen.
Das ist interes- sant für junge Leute, die hier ihre Zukunft sehen.
Wir als VEMAS kümmern uns durch die direkte Nähe zur TU Chemnitz um den akademischen Nachwuchs, also die Ingenieure.
handling: Wird die Arbeit der VEMAS, also Wirtschaftsförderung aus öffentlicher Hand, so weiterbestehen können? Prof.
Weidlich: Ja, zumindest die VEMAS wird es auch weiterhin geben.
Als Marke hat sie sich längst hier im Land etabliert.
Die Initiative als Projekt des Wirtschafts- ministeriums ist bis 2013 angelegt.
Bis da- hin werden wir die Unternehmenskoope- rationen verstetigt und die Clusterbildung nachhaltig etabliert haben – vor allem weiterhin auf dem Gebiet der Zukunfts- technologien.
Es ist denkbar, dass uns das Ministerium in zwei Jahren als Förderpro- jekt entlassen wird, aber unsere Arbeit wird auf jeden Fall fortgeführt.
handling: Und wie? Prof.
Weidlich: Wir denken an die Grün- dung eines Vereins.
handling: Herr Prof.
Weidlich, vielen Dank für das Gespräch.
handling Juni 2011 13 www.handling.de Special – Wirtschaftsregion Mitteldeutschland Maschinenbau Sachsen ? Kennziffer 148 Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen VEMAS, Chemnitz, Tel.
0371/5397-1860, Fax 5397-1729, www.vemas-sachsen.de Kompetenz-Überblick Unter dem Titel „Maschinen- und Anlagenbau: Sächsische Kompetenz in Pro- duktion, Forschung und Dienstleistung“ hat die Verbundinitiative VEMAS erneut ein umfangreiches Nachschlagewerk herausgegeben, in dem neben den Kontaktdaten der Unternehmen vor allem auch ihre Leistungsangebote aufgeführt sind.
So wohl der exzel- lenten Forschungslandschaft des Frei- staates als auch dem breiten Angebot an industrienahen Dienstleistungen widmet sich ein eigenes Kapitel.
Der Branchenkatalog, den die Verbund- initiative erstmals 2005 herausgege- ben hatte, dient über die Grenzen Sachsens hinaus in Deutschland und auf Leitmessen in Zielmärkten als an- schauliche Darstellung von Vielfalt und Umfang der Branche in Sachsen sowie zur Kooperations- und Ver- triebsanbahnung.
Den Katalog gibt es in Deutsch-Englisch und Deutsch- Russisch.