handling Juni 2010 20 www.handling.de Lineartechnik Nie mehr Schlupf Schlupf, der natürliche Feind des Lagers, entsteht dann, wenn beim Wälzlager die Mindestlast unterschritten wird: Die Wälzkör- per gleiten auf der Laufbahn, was zu Oberfl ächenschäden führt.
Schaeffl er hat ein Wälzlager vorgestellt, das Schlupf erst gar nicht entstehen lässt.
Die Lösung ist so einfach wie verblüffend: Drei neuartige Tunnelrollen, die statt herkömmlicher Wälzkörper in das Lager eingesetzt werden, lassen das Lager in allen Lastzustän- den ohne Schlupf rotieren.
Sie dürften besonders auch für Wälzla- ger in Windkraftanlagen nützlich sein, denn sie müssen gleicher- maßen für niedrigste und höchste Lasten ausgelegt sein, etwa bei Flaute oder Starkwind.
Besonders dann, wenn der Rollensatz eines Wälzlagers aus einem Zustand mit hohem Schlupf heraus schlagartig höchsten Beschleunigungen ausgesetzt ist, drohen Schäden am Material.
Das neue Tunnelrollenlager verhindert das.
Dafür werden in einem her- kömmlichen Zylinderrollenlager drei Rollen mit leicht vergrößertem Durchmesser ein- gesetzt.
Gleichzeitig werden diese Rollen als Tunnelrolle – also mit Hohlbohrung – ausgeführt und von einer Stützrolle in der Innenbohrung unterstützt.
Die im Durch- messer leicht vergrößerten Rollen führen zu einer Vorspannung im Lager und übernehmen den Antrieb des Lagerkäfi gs und damit des gesam- ten Rollensatzes bei niedriger Last.
Die Bohrung der Zylinderrollen sorgt dafür, dass bei höheren Lasten die vergrößerten Rollen leicht einfedern und dadurch keine Überlast tragen müssen.
Die Belas- tung ist dann wie in einem konventionellen Lager gleichmäßig auf alle Wälzkörper verteilt.
Die Stützrolle in der Innenbohrung der Tunnelrolle hat ein leichtes Spiel, was das Nachgeben bei hö- heren Lasten ermöglicht.
Gleichzeitig verhindert sie ein zu starkes Einfedern der Tunnelrolle.
Tunnelrolle und Stützrolle bilden einen dauerfesten Verbund und somit auch unter Spitzenbelastungen einen stabilen Wälzkörper.
pb Tunnelrollenlager ? Kennziffer 146 Schaeffl er Technologies, Herzogenaurach, Tel.
09132/82-0, Fax 82-4950, www.schaeffl er.com Robust wie Bälger Rexroth hat das Produktprogramm um pneumatische Balgzylin- der der Serien BCS und BCE erweitert.
Balgzylinder haben im Ver- gleich zu herkömmlichen Pneumatikzylindern keine Kolbenstan- ge die Einbauhöhe des Aktuators ist somit deutlich verringert.
Es sind dynamisch hochbeständige Produkte – unempfi ndlich gegen Witterung und viele Umwelteinfl üsse.
Bei der Serie BCE sorgt die Epichlorhydrin-Kautschuk-Mischung für Medien-, Säure- und Öl-Beständigkeit des Balgs und macht ihn widerstandsfähig ge- genüber Chemikalien wie Aceton, Kraftstoff und Schmierfett.
Balgzylinder arbeiten deshalb auch unter schwierigen Einsatz- bedingungen.
Der Balg hat keine gegeneinander bewegten me- chanischen Reibungsstellen wie etwa Dichtungen.
So arbeitet der Zylinder verschleißfrei auch dann, wenn er Schmutz, Staub, Granulat oder Schlamm ausgesetzt ist.
Er ist bei Temperaturen von minus 20 bis plus 130 Grad Celsius einsetzbar.
Die Serie BCS hat eine Bördelplatte aus 1.4301 Edelstahl somit eignet sie sich für die Lebensmittel-, Phar- Pneumatische Balgzylinder ? Kennziffer 145 Bosch Rexroth, Lohr, Tel.
09352/18-4145, Fax 0711/811517-2107, www.boschrexroth.com ma- und Prozessindustrie sowie Off-Shore-Applikationen.
Sie ist mit Durchmessern von 150 bis 400 Millimeter zu haben.
Die Serie BCE ist mit wirksamen Durchmessern von 150 bis 385 Millimeter verfügbar, Hübe bis maximal 273 Millimeter sind möglich.
Kräfte von null bis 71,2 Kilonewton sind realisierbar.
Je nach Typ sind Balgzylinder für Kippwinkel bis 30 Grad einsetzbar das macht aufwendige Verbindungselemente und Gelenkkonstruktionen verzichtbar.
Der Einbau von Balgzylindern lässt sich drucklos mit minimaler Höhe vornehmen das spart Montagezeit und -auf- wand, und Montagetoleranzen lassen sich ausgleichen.
pb Klemmen und halten Der Formschließkopf FSK Sitema-Powerstroke, eine Klemmeinheit mit integriertem Kurzhubzylinder, ist eine Lösung zum Schließen und Zuhalten von Formen und Werkzeugen.
Der PowerStroke ist eine Weiterentwicklung aus Komponenten und Know-how der Sitema-Klemmköpfe.
Die Klemmkraft wird durch ein starkes Tel- lerfederpaket initiiert und über konische Flächen auf die Klemm- stange übertragen.
Dabei wird das Funktionsprinzip der selbstver- stärkenden Klemmung genutzt – das macht hohe Schließkräfte an glatten Stangen möglich.
Eingesetzt werden diese Einheiten typischerweise bei Formpressen zum Schließen und Erzeugen ei- ner Presskraft oder bei Spritzgusswerkzeugen zum Schließen und Erzeugen der Schließkraft.
Der Formschließkopf arbeitet unabhän- gig von allen Systemen zur Realisierung des Öffnungsweges von Formen und Werkzeugen, egal ob mechanisch, hydraulisch oder servomotorisch.
Da diese Elemente nicht mehr die hohen Kräfte aufbringen müssen, können sie entspre- chend kleiner ausge- legt oder einfacher ausgeführt werden – das spart Platz.
Im Einsatz in Spritzguss- maschinen zeigen sich viele Vorteile: gute Zugänglichkeit der Maschine, kürzere Werk- zeugwechselzeiten, kleinere Gesamtmaschinen.
Bewährt haben sich auch vertikale Lösungen, bei denen die Klemmstange erst kurz vor dem Klemmen ins Gehäuse eintaucht und es beim Öff- nen wieder verlässt.
Hierdurch sind sehr kostengünstige Gesamt- lösungen möglich, da der Antrieb für den großen Öffnungshub nicht mehr die hohe Schließkraft übernehmen muss.
pb Formschließkopf FSK ? Kennziffer 147 Sitema, Karlsruhe, Tel.
0721/98661-0, Fax 98661-11, www.sitema.de Zweifache Linie Die Generation der spindel- und zahnriemengetriebenen RK- DuoLine-Linearachsen bringt laut Hersteller mehr Flexibilität in der Automation.
So ist die Vorüberlegung, an welche Seite der motorische Antrieb bei Zahnriemeneinheiten platziert werden muss, nicht mehr nötig.
Optional angebotene Kupplungs- und Zapfenadapter lassen sich an alle vier Hohlwellenabgänge der Umlenkungen befestigen.
Das vereinfacht die Disposition, und der Anwender kann die Achs-Motor-Konfi guration selbst durch- führen und verändern.
Die DuoLine mit Spindelantrieb ist mit ei- ner Spindelabstützung ausgestattet für höhere Drehfrequenzen