Editorial Mehr Zuversicht und Mut Es gibt Wochen, die einem schnell die Stim- mung verhageln.
Vor einigen Monaten war das so.
Binnen weniger Tage mussten wir online zwei Insolvenzen melden, Schmidt Handling (inzwischen: Niederberger Solu- tions) und Rohwedder.
Beides sind keine branchenbeherrschenden Giganten und sicherlich nicht systemrelevant.
Aber es sind doch Namen, mit denen sich Tradition, In- novation und damit in diesen Schadensfäl- len auch Emotion verbindet.
Zwei Unternehmen, bei denen das zu- trifft, was bereits vergangenes Jahr ange- kündigt wurde: 2010 steigt die Pleitewelle noch einmal beträchtlich an.
Zwischen 35.000 und 40.000 Unternehmensinsol- venzen sind angekündigt.
Das entspräche etwa zehn bis 20 Prozent mehr als im letz- ten Jahr.
Da wird schnell klar: Die Industrie hat die Krise noch nicht weggesteckt, auch wenn die Pleitewelle in Deutschland, verg- lichen mit einige europäischen Nachbarlän- dern, doch verhalten ausfallen könnte.
Der Unternehmensstratege Roland Berger hat Ursachen und Sanierungschan- cen untersucht.
Die Gründe liegen schnell auf der Hand und können kaum überra- schen: akute Rezession, knappe Finanz- mittel, geringes Eigenkapital und Absatz- probleme respektive Überkapazitäten.
Interessant und wenig überraschend ist auch der Blick, wen es treffen könnte: Der Automotive-Sektor und seine Zulieferer stehen ganz vorne.
Aber auch Anlagen- sowie Maschinenbau und Logistik sind akut gefährdet.
Bei den Verursachern der Krise, den Finanzdienstleistern, kann man sich dagegen eher entspannt zurücklehnen.
Die sind kaum betroffen.
Risiken geht diese Branche gegenwärtig nur ungern an.
Und dann lässt sie sich diese kräftig bezahlen.
Nun ist eine Insolvenz nicht der größte Schaden manches Unternehmen stieg dar- aus hervor wie Phoenix aus der Asche.
Das Recht lässt gottlob etliche brauchbare Opti- onen auf der Sanierungsklaviatur zu.
Als häufi g genutzte Insolvenzoption gelten M&A-Transaktionen.
Das bedeutet, einige Branchen stellen sich zumindest in Teilbereichen neu auf.
Die Zusammen- schlüsse zeigen deutlich Vorteile in einer zü- gigen Umsetzung, sagen befragte Banker, Finanzinvestoren und Insolvenzverwalter.
Ihr Interesse gilt dem Erhalt des Unterneh- menskerns (42 Prozent) und dem zeitnahen Kapitalzufl uss (41 Prozent).
Aber, so wird hier schnell klar: Chancen werden überwie- gend gesehen, wenn Übernahmen auf der Basis von Eigenkapital erfolgen.
Die Fremd- fi nanzierung wird auch hier nicht so gerne gefördert, selbst bei den Sanierern.
Es kristallisiert sich heraus, dass die Ban- kenwelt bei aller gut zu heißenden Vorsicht mehr Zuversicht und Mut zur unternehme- rische Kompetenz zeigen sollte.
Die Chan- cen, sich zusätzlich auf den Staat zu stützen, sind minimal.
Das klappt meist nur bei den dicken Brocken, auch wenn die Länder dem einen oder anderen Mittelständler unter die Arme gegriffen haben.
Es gilt: Für Zukäufe lässt der Staat eigentlich nichts springen.
Ihr Bernd Waßmann ? Kennziffer 190 GREIFTECHNIK www.iprworldwide.com IPR-Intelligente Peripherien für Roboter GmbH Industriestraße 29, 74193 Schwaigern Tel.
07138/812-100, Fax 07138/812-500 ANFORDERUNGEN BEGREIFEN PARALLELGREIFER WINKELGREIFER WERKZEUG- WECHSLER AUSGLEICHS- ELEMENTE ? Kennziffer 5 Wir stellen aus: Motek 13.-16.09.2010, Halle 1, Stand 1620